“Vier Pfoten im Sommerwind” (Lichterhaven 5) von Petra Schier

“Vier Pfoten im Sommerwind” (Lichterhaven 5) von Petra Schier
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“Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier ist der mittlerweile fünfte Roman der Lichterhaven-Serie, die einst mit “Körbchen mit Meerblick” ihren Anfang nahm.

Dass ich diese Reihe weiterverfolgt habe, ist für die meisten von euch kein Wunder. Schließlich versprüht jede einzelne Geschichte Charme und gute Laune vor Küstenkulisse. Jede einzelne dieser Geschichten ist ein Wohlfühlroman mit Liebesgeschichte.

In diesem Roman gibt es ein Wiedersehen mit Ella, die gemeinsam mit ihren Freundinnen aus Kindertagen die Foodsisters gegründet hat. Außerdem lernen wir den Krabbenfischer Jörn kennen.

Ella und Jörn kennen sich schon ewig. In ihrer Jugend hatten sie einen ähnlichen Freundeskreis und doch verband sie recht wenig.

“Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier: ein lebenslustiges Erbe

Als Ella ihre geliebte Großmutter verliert und kurz darauf den jungen Hund Barnabas erbt, steht ihre Welt Kopf. Hat sie nicht nur kürzlich ihre geliebte Großmutter verloren, obwohl diese noch mitten im Leben stand und ihr stets mit Rat und Tat zur Seite stand, ist sie zunächst sehr nervös und unerfahren im Umgang mit dem Hund.

Dies irritiert nicht nur Barnabas, sondern auch ihre Mitmenschen. Schließlich kam sie zu Lebzeit ihrer Großmutter noch wunderbar mit Barnabas zu Recht. Wo also liegt ihr Problem?

Zwecks Team-Building besucht sie mit ihrem neuen Weggefährten sogar die Hundeschule, schließlich muss auch sie die Sprache ihres Hundes erlernen. In so einer Hundeschule geht es nämlich nicht nur darum, dem Hund etwas beizubringen, sondern  seine eigene Beziehung zum Hund zu festigen.

Es geht um das gegenseitige Vertrauen, sodass einerseits der Hund spürt, dass er sich auf sein Herrchen oder Frauchen verlassen kann. Gleichzeitig lernt der Besitzer aber auch, die Körpersprache seines Haustieres und neuen Familienmitglieds zu verstehen und zu deuten.

Dies trägt dazu bei, dass die beiden (Hund und Herrchen oder Frauchen) sich einfach besser verständigen können. Dies ist wichtig, um mit einem Haustier wirklich Spaß zu haben und mit ihm verantwortungsbewusst umzugehen.

“Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier: Ein Auftrag, der alles verändert

Nur einen Tag nach dem Tod ihrer Großmutter und einige Tage, bevor deren Testament eröffnet wird, erhält Ella gemeinsam mit Hannah und Caroline sogar einen großen Auftrag von der Stadt. Als Floristin soll sie beim Stadtfest und beim 100-jährigen Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Lichterhaven die Dekoration übernehmen.

Ihre Freundinnen und Kolleginnen Hannah und Caroline sind gleichzeitig fürs Kochen und Backen zuständig. Alles aus einer Hand, wie bei den Foodsisters üblich.

Dies wäre genau genommen keine Herausforderung, wäre sie sich nicht sicher, dass Jörn sämtliche ihrer Vorschläge als lächerlich abtut oder sie mit seiner konservativen Art rundheraus ablehnt.

Dass die drei Foodsisters  ein spitzenmäßiges Team darstellen, haben sie schon mehrfach unter Beweis gestellt und trotzdem weiß Ella nicht, wo ihr der Kopf steht. Nicht nur stellt der Tod ihrer Großmutter sie vor eine Herausforderung, nein, auch der Mensch mit dem sie zu tun hat, ist alles andere als ein Freund seit Kindertagen.

Dabei kennt sie Jörn seit etwa dieser Zeit. Sie sind gemeinsam zur Schule gegangen. Gemeinsamkeiten konnten sie in all der Zeit nicht feststellen, obwohl sie sogar der gleichen Clique angehörten. Ob sich das mit den Gemeinsamkeiten noch ändert?

Durch einen Zufall namens Barnabas stellten die Beiden aber immerhin schon mal eine Gemeinsamkeit fest. Auch Jörn ist traurig darüber, dass Ellas Großmutter so unerwartet verstarb.

Schließlich durfte er die ältere Dame, die für ihr Alter durchaus noch rüstig war, häufig an Bord seines Touristenschiffs begrüßen, dass er zusammen mit seiner Familie kürzlich aufwendig und historisch restaurieren ließ.

Dass er außerdem der Cousin ihrer besten Freundin ist, sollte die Sache eigentlich leichter machen, doch tatsächlich erscheint zunächst alles sehr kompliziert.

“Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier: viele kleine Details

Schon die Tatsache, dass “Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier wie auch die vorangegangenen Teile der Lichterhaven-Reihe an der Küste spielt, macht ihn für mich zu einem Urlaubsroman und zu einem Roman mit absolutem Wohlfühlfaktor.

Doch natürlich gehört für mich noch einiges mehr zu, was für mich typischerweise sowohl einen Wohlfühl- als auch einen Urlaubsroman ausmacht. Neben der mich schon beim Lesen entspannenden Kulisse gehören für mich überaus vielschichtige und lebendige Figuren dazu, bei denen man sagen könnte, Petra Schier habe sie aus dem Leben gegriffen.

“Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier: Pur und authentisch

Dabei ist es bei einer solchen Reihe natürlich wichtig, dass jede Figur eine gewisse Herzlichkeit ausstrahlt. Herzlich, liebenswert und leicht chaotisch erscheinen beide Figuren in “Vier Pfoten im Sommerwind“ von Petra Schier auf jeden Fall.

“Vier Pfoten im Sommerwind“ macht es mir als Leserin leicht, zu entspannen und in die Geschichte einzutauchen. All dies ist meiner Meinung nach typisch für einen Wohlfühlroman, den man zum Beispiel während eines Urlaubs, aber auch auf dem heimischen Balkon oder im Garten lesen kann.

Durch die liebenswürdigen, etwas zerstreut wirkenden Charaktere, die starke Küstenkulisse und die eigentliche Handlung tragen dazu bei, dass sich diese Geschichte einerseits als authentisch, andererseits aber auch als realistisch einschätzen lässt.

Ja, sicherlich könnte man auch behaupten, die Handlung sei romantisch und emotional. Auch das wäre sicherlich nicht falsch, aber die Spuren von Romantik und Emotionalität kämen nicht so gut an, wenn die Figuren selbst nicht auf den ersten Blick sympathisch wären.

Mit Sympathie hat das Ganze aber ebenfalls nur bedingt etwas zu tun, denn bei aller Sympathie würde es den Figuren kaum helfen, sympathisch zu sein, wenn sie nicht vielschichtig und unverstellt handeln würden.

Genau das schätze ich bei den Figuren dieser Reihe. Allerdings zeichnet genau das aber auch den tierischen Begleiter Barnabas aus.

Denn als Hund hat er durchaus eine eigene Stimme, die sich allerdings nie an die anderen Figuren richtet, außer an andere Hunde, sondern eher als gedankliche Stimme ausgespielt wird.

“Vier Pfoten im Sommerwind“ von Petra Schier: ein tierischer Beobachter

Habe ich die Hunde in Petra Schiers Romane schon häufig als richtungsweisend und geheimer Strippenzieher oder gar Weg weisend bezeichnet, scheint dies bei Barnabas nun ein wenig anders zu sein.

Er spiegelt weit weniger das Verhalten seines Frauchen, als ich es von vorangegangenen Teilen dieser Reihe gewohnt bin. Trotzdem gefällt mir auch diese tierische Figur mit einem ganz eigenen Charakter sehr gut.

Der junge Rüde ist er der Beobachter. Nur in ganz wenigen Fällen wirklich sein Handeln auf die übrigen Figuren aus. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn er Ella als stürmisch in ihrem Handeln beeinflusst.

Dies passiert entweder indem er genau das Gegenteil tut, von dem was Ella erwartet, seinen eigenen Kopf durchsetzt oder Reißaus nimmt.

Spaßig zu beobachten sind die Szenen mit Barnabas auf jeden Fall, denn wie auch sein Frauchen ist Barnabas lebensfroh, stürmisch, verspielt und ein ganz kleines Bisschen chaotisch.

Auf Basis dieser Beschreibung ist er eigentlich der Spiegel seines Frauchen, ohne jedoch ihr Handeln zu bewerten, zu beurteilen oder nachzuahmen. Er beeinflusst nicht. Barnabas erscheint mehr als typischer Beobachter.

“Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier: Als Teil einer Reihe

Wie so oft bei Petra Schiers Romanen lohnt es sich auch bei “Vier Pfoten im Sommerwind“ als Teil einer Serie zu betrachten. Denn es gibt immer mal wieder ein Wiedersehen früheren Figuren und auch so etwas wie eine Voraussicht auf mögliche spätere Konstellationen.

Gleichzeitig kann es auch zu Verwicklungen oder Verwebungen zwischen den Reihen kommen, sofern sie in der gleichen Zeit und räumlich dicht beieinander spielen.

Dass Lichterhaven ein fiktiver Ort ist, macht es leicht, Petra Schiers Lichterhaven-Romane als Romane zu sehen, die in einer ganz eigenen Welt spielen. Somit sind auch spätere Begegnungen mit alten Bekannten problemlos möglich.

Denn obwohl sie vielleicht ihre Position als Hauptfigur verloren haben, agieren sie doch weiterhin in irgendeiner Form als Nebenfigur. So war es auch dieses Mal bei “Vier Pfoten im Sommerwind“.

Dieses Mal spielten nämlich die Besitzerin der Hundeschule und ihr Ehemann, die wir aus “Vier Pfoten am Strand“ kennen, immer mal wieder eine kleine Nebenrolle.

Außerdem kaufen die Figuren auch auf dem örtlichen Bauernhof ein, deren Figuren und ihre Geschichte wie ebenfalls bereits kennen.

Bleibt die Frage, was uns im nächsten Jahr, beim nächsten Sommerroman denn nun erwartet. An dieser Stelle kann ich nur spekulieren, aber ich rechne mit einem Wiedersehen des Rennfahrers, der kürzlich nach Lichterhaven zurückkehrte, und mit einem Wiedersehen von Hannah oder Caroline.

Über die Autorin Petra Schier

“Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freie Autorin und Lektorin. Neben ihren historischen Romanen schreibt sie auch zauberhaften Liebesromane mit Hund.

Sie lebt mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.”(Harper Collins)

Fazit zu “Vier Pfoten im Sommerwind” von Petra Schier

“Vier Pfoten im Sommerwind“ von Petra Schier ist definitiv eine gelungene Mischung aus Wohlfühlroman, Urlaubsroman und Liebesgeschichte, die mich abermals gut unterhalten hat, sodass ich mich schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr freue.

Ich bin mir fast sicher, dass sie viele von Euch ebenso sehr begeistern wird wie mich. Selbstverständlich kann man die Romane dieser Reihe auch unabhängig voneinander lesen.

Wer jedoch alle Romane lesen möchte, sollte sich dabei vielleicht doch an die Reihenfolge halten. Andernfalls nimmt man sich nämlich möglicherweise den Spaß an den vorangegangenen Büchern.

“Vier Pfoten im Sommerwind“ kann ich auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen, denn dieses Buch ist der ideale Begleiter, ob auf den Balkon oder in den Strandkorb an der Küste.

Tatsächlich besitzt dieser Roman sogar ausreichend Kulisse, um seine Leser vom nächsten Urlaub träumen zu lassen und schon einmal in Ideen zu schweigen.

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