Rezension: Mamma Carlotta: “Die Tote am Watt”

Voraussichtliche Lesezeit: 3 Minuten.

Über die Reihe „ ermittelt“ hatte ich bereits in einem vorangegangenen Beitrag geschrieben. In diesem Beitrag stellte ich euch die Hauptfigur ein wenig vor, sagte etwas über die Atmosphäre der Reihe und darüber, dass es aktuell elf Bände gibt.
Heute möchte ich mich auf den ersten dieser elf Bände konzentrieren.

„Die Tote am Watt“ – worum es geht

„Die Tote am Watt“ ist der erste Fall, in den irgendwie hineinstolpert. Und ja, sie stolpert tatsächlich. Denn ihr Schwiegersohn Erik Wolff erzählt ihr während der gemeinsamen Abendessen immer ein wenig über den neuen Fall. Im Watt wurde eine Tote gefunden, Greta Kern, eine Witwe, die zwar nicht arm ist, aber eigentlich auch keinerlei Kontakte zur Außenwelt pflegt. Wer also hat sie auf dem Gewissen?
mischt sich unters Inselvolk, spricht mit dem Fischlieferanten und einigen anderen und kommt dabei dem Täter gefährlich nahe. So könnte man die Geschichte kurz konkret zusammenfassen.

Der Stil der Autorin

liebt Sylt ebenso, wie sie Italien liebt und das merkt man im Verlauf dieser Geschichte durchaus, denn sie schaffen gleichzeitig eine locker leichte Urlaubsatmosphäre, wie man sich das an der Küste so vorstellen würde und verkörpert mit ihrer italienischen Protagonistin gleichzeitig den Flair einer Touristin als auch einer einheimischen. Klingt lustig, ist aber so, denn gelingt es relativ schnell, sich in die Inselgemeinschaft zu integrieren. Sprachlich gelingt es , den Leser ebenso schnell zu integrieren. In diesem ersten Fall lernen wir alle Bewohner zunächst einmal kennen. Das ist einerseits sehr amüsant und andererseits irgendwie aufschlussreich, den später hat jeder dieser Bewohner in den Dialogen seiner eigenen sprachlichen Raffinessen. Kurz gesagt, der Stil in dem die Autorin die Geschichte erzählt ist äußerst lebendig. Man hat als Zuhörer des Hörbuchs den Eindruck, man selbst stünde daneben oder begleite durch ihren Fall. Das alles macht einfach Lust auf mehr.

Feinstes Lokalkolorit

Durch die vielen sprachlichen Raffinessen gelingt es dem Leser außerdem, sich mit der Insel vertraut zu machen. Sylt ist dabei ein Reiseziel, dass womöglich einige Leser schon einmal selbst besucht haben. Perfekt also um in einer als vertrauter oder scheinbar vertrauter, andererseits aber auch fremder Umgebung ein wenig zu verleihen. strahlt also feinstes Lokalkolorit aus. Ich bin mir sicher, dass jemand, der in Sylt Urlaub macht oder womöglich dort wohnt, oder auch nur die Gelegenheit eines Tagesausflugs dorthin nutzt, die einzelnen Orte der Handlung problemlos wieder erkennen würde. Ja, weiß genau, womit sie ihre Szenen erst richtig zur Geltung bringt.
Schon dieser erste Fall war für mich der Grund, warum weitere aus der Reihe folgten.

Humor ist ebenso wichtig wie Spannung

Während eines Krimis auch mal lachen, dass es gerade in Filmen oft nicht gewünscht, doch dieses Hörbuch das beim Zuhörer sicherlich eine Art Kopfkino auslösen könnte, verursacht genauso ein humorvolles Lächeln oder auch mehr und eine leichte Gänsehaut. Dabei kommt die Tote am Watt ohne explizite Beschreibung von Gewalt aus. Etwas, das ich gerade dann zu schätzen weiß, wenn ich das Hörbuch abends höre.
Auch von manchen Mädels hatte ich bereits gehört, dass sie eher unblutige Krimis lesen wollen als blutige. Nun, ich persönlich kann beiden Erzählweisen etwas abgewinnen, denn wann immer es blutig sein muss, dann ist das ruhig. „Die Tote am Watt“ kommt praktisch ohne Gewaltdarstellungen aus. Etwas das sich mit großer Freude zur Kenntnis genommen habe.

Über die Autorin

hängte nach zwanzig Jahren den Lehrerberuf an den Nagel und veröffentlichte 1994 das Buch »Mir langt’s – eine Lehrerin steigt aus«. Seitdem lebt sie als freie Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin in Münster, ihre Ferien verbringt sie am liebsten auf Sylt oder in Italien. Ihre turbulenten Sylt-Krimis um die temperamentvolle erobern regelmäßig die SPIEGEL-Bestsellerliste, genauso wie ihre erfolgreichen Italien-Romane. wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Satirepreis der Stadt Boppard und der Goldenen Kamera des SWR für das Drehbuch »Déjàvu«.” (Quelle: Gisa Pauly beim Piper Verlag)

Fazit

Mit „Die Tote am Watt“ gelingt eine gelungene Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit und Spannung. Genau die richtige Mischung für Urlaubsleser. Und somit genau die richtige Auswahl für all jene die sich aktuell an den nächsten Strand sehnen, dem nächsten Urlaub entgegenfiebern oder dem Weihnachtsurlaub hinterher trauern. Für mich ein toller Reihenauftakt.

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Rezension: Mamma Carlotta: Die Tote am Watt
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