„Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“(1) von Arno Strobel

“Mörderfinder – Die Spur der Mädchen”(1) von Arno Strobel
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„Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ von Arno Strobel in ein Psychothriller, der an sich ganz harmlos beginnt.

Max Bischoff, der seinen Dienst bei der Kriminalpolizei quittiert hat und mittlerweile als Privatdozent an der Uni tätig ist, woher angehende Polizisten ausbildet, wird von einem besorgten Vater auf den Fall seiner vor sechs Jahren verschwundenen Tochter angesetzt.

Eigentlich will Max Bischoff die Nachforschungen für diesen Fall schon ablehnen, schließlich haben die Kollegen in den vergangenen sechs Jahren auch keine Spur ermitteln können und er selbst hat ja seinen Dienst quittiert.

Doch der Vater ist hartnäckig und überzeugt ihn schon bald, dass sicher etwas übersehen wurde. Da Bischoff selbst den ermittelnden Kollegen kennt, beschließt er natürlich, aber einmal in die Akte zu werfen.

Menkhoff, den wir aus vorangegangenen Büchern ebenfalls kennen, gilt zwar als gute Ermittler, aber Max ist sich sicher, dass er selbst auch die ein oder andere finden kann.

Dass Menkhoff nicht unbedingt ein einfacher Mensch ist, weiß er durch die Gespräche mit den Kollegen, doch was er dann erfährt, lässt ihn daran zweifeln, dass dieser Fall ein positives Ende nehmen kann.

Menkhoff hat nämlich sehr wohl einen Verdacht, den er jedoch beweisen kann. Warum sollte Benz aber Bischoff beauftragen, Nachforschungen im Fall seiner verschwundenen Tochter anzustellen.

Er selbst hat Lenis Sachen nach sechs Jahren in der elterlichen Wohnung aufgefunden und glaubt nun, seine Tochter sei zurückgekehrt. So würde ein Vater doch nicht reagieren, wenn er selbst hinter allem steckt?

Bischoff kann sich nicht vorstellen, dass sich die Befürchtungen Menkhoffs bewahrheiten. Dann jedoch stellt sich die Frage, ob Leni Benz tatsächlich zurückgekehrt ist, wie ihr Vater hofft, ob er die Rückkehr selbst inszenierte oder ob etwas anderes dahintersteckt.

„Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ von Arno Strobel: Der Fall Leni Benz

Auf dem Weg zur Schule ist die zehnjährige Lena Benz, die von allen nur Leni genannt wird, zum letzten Mal gesehen worden. Seitdem gibt es keine Spur von dem Mädchen, aber ebenso wenig eine Leiche.

Bereits zuvor wurden zwei weitere Mädchen als vermisst gemeldet, auch sie waren in etwa im gleichen Alter wie Leni und auch von ihnen gibt es bis heute keine Spur.

Sechs Jahre nach ihrem Verschwinden tauchen nun allerdings Lenis Schulrucksack, sowie eine Jacke wieder auf, die das Mädchen trug, als verschwand. Gleichzeitig kommt es zu mysteriösen Botschaften an den Vater.

„Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ von Arno Strobel: Zwei Mädchen vermisst

Schon damals, vor sechs Jahren, sind mit Lena Benz zwei weitere Mädchen verschwunden. Dieser Fall scheint sich zu wiederholen und wieder ist es Menkhoff, der ermittelt. Ob es ihm dieses Mal gelingen wird, die richtigen Schlüsse und Spuren zu entdecken. De facto gibt es keine Spur der Mädchen. Die Spur der Mädchen erscheint längst abgekühlt.

Als dann jedoch die Leiche eines Mädchens gefunden wird, sieht Menkhoff, dass die Spur der Mädchen doch noch warm ist. Ob tatsächlich der gleiche Täter hinter den neuerlichen vermissten Fällen steckt, er weiß es nicht, aber ist fest entschlossen den Fall dieses Mal zu lösen, schließlich sind es nur noch wenige Monate bis zu seiner Pensionierung.

Dass Max Bischoff ihn bei seinen Ermittlungen unterstützt, erscheint nur eine logische Konsequenz.

Rückgriffe auf frühere Fälle

Wer glaubt, dass er Max Bischoff oder eben auch Menkhoff bereits kennt, liegt nicht falsch, denn beide Ermittler sind schon in den früheren von Arno Strobel inszenierten Fällen oder sollte ich besser sagen Kriminalromanen tätig gewesen.

Werde die Vorgeschichte zu dem aktuellen Krimi erleben möchte, sollte in frühere Kriminalroman von Arno Strobel hineinlesen oder -hören.

Die Art, wie Arno Strobel die Geschichte erzählt

Die Art und Weise, wie Arno Strobel als Autor seine Geschichte erzählt ist immer durch Spannung. Zu behaupten, dass die Spannung auf einem gleich bleibenden Niveau ist, wäre aber falsch, denn der Spannungsbogen ist nicht linear, aber auch nicht parat für mich.

Als Leserin habe ich den Eindruck bekommen, dass die Spannung zunächst ansteigt. Dann eine Weile auf dem gleichen Niveau bleibt, bevor sie weiter ansteigt und später kurz vor Ende ihren Höhepunkt erreicht.

Auf den ersten Blick könnte man mit dieser Beschreibung sagen, es wäre wie eine Treppe, deren Stufen nur nach oben führten. Aber ganz so einfach ist die Betrachtung dieses Problems nicht.

Durch zusätzliche und wechselnde Perspektiven ist diese Geschichte nicht ganz so eindeutig, wie man sich dies vielleicht vorstellen mag, man müsste also theoretisch von mehreren treppenartigen Spannungsbögen sprechen, die kurz vor Schluss zusammengeführt werden.

All das sorgt dafür, dass die Spannung erhalten bleibt, obwohl ich zugeben muss, dass zumindest ein Teil der Geschichte recht schnell eindeutig war. Bei diesem Krimi geht es nämlich nicht darum, einen Mörder zu finden, sondern eher um die Frage, wie man diesen überführen kann.

„Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ von Arno Strobel: Erschreckend realistisch

Die Tatsache, dass es um sexuellen Missbrauch von Kindern geht, macht diesen Thriller erschreckend realistisch. Dies bedeutet dann allerdings leider auch, dass er definitiv nicht von Leserin und Leser mit schwachen Nerven gelesen werden sollte.

Die Krimis dieses Autoren sind spannungsgeladen, psychologisch, weitestgehend unblutig und dennoch nicht unbedingt für jedermann geeignet. Darüber hinaus muss ich sagen, dass dieser Thriller so spannend war, dass ich empfehlen müsste, ihn nicht abends vor dem Zubettgehen zu lesen, wenn man danach Probleme mit dem Einschlafen vermeiden möchte.

Ich hatte mir von diesem Thriller persönlich sehr viel versprochen, ahnte ich doch, dass dieser Thriller wieder genauso spannend werden würde, wie jene Bücher, die ich bereits von Arno Strobel gelesen hatte.

Dass sich der Autor mit diesem Thriller selbst übertroffen hat, fällt mir schwer zu sagen, denn ich selbst alles zu Beginn etwas ganz anderes erwartet, als das, was ich bekommen habe.

Dieses nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen, denn alles in allem kann ich sagen, dass ich es sehr schätze, wenn mich ein Thriller noch überraschen kann. Allerdings bin ich mir jetzt nach dem Lesen dieses Buches nicht unbedingt sicher, ob ich dieses Buch tatsächlich jedem Leser gleichermaßen empfehlen kann.

Zum einen ist dieses Buch ganz sicher nicht für Zartbesaitete geeignet. Zum anderen glaube ich, dass das Thema des Kindesmissbrauchs ein Thema ist, dass nicht jeden Leser gleichermaßen gut geeignet ist.

Aus diesem Grund muss ich mich wohl fragen, ob der Reihenauftakt in diese neue Reihe tatsächlich so gelungen ist, wie er es für mich zunächst schien.

Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass weitere Fälle rund um Max Bischoff ebenso wieder mein Interesse wecken und hoffentlich dann einen anderen Fall Schwerpunkt setzen.

„Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ von Arno Strobel: Der Versuch eines Ausblicks

Bei diesem Thriller, der wohl den Auftakt einer neuen Reihe um Max Bischoff darzustellen scheint, bin ich mir nicht sicher, ob es sich um eine Trilogie handelt, oder ob nach den ersten drei Teilen weitere Teile dieser Reihe erscheinen werden.

Faktisch ist es aber so, dass ich hoffe, dass der Autor viele unterschiedliche Mordpläne für seinen Ermittler schmiedet, sodass diese Reihe genauso spannend fortgesetzt werden kann, wie sie es bei diesem ersten Teil war. Ich hoffe allerdings darauf, dass nicht jeder Fall derart persönlich wird.

Wer Max Bischoff in der ersten Trilogie um seine Person kennengelernt hat, ahnt, dass es auch in diesem neuen Fall wieder persönlich wurde. Nicht jedoch im Zusammenhang mit seiner Familie, sondern zusammen mit seiner eigenen Psyche. Er musste sich entscheiden, ob er weiter als Ermittler tätig sein würde oder ob er der Ausbilder wäre, der weitere forensische Psychologen schult.

Da er sich zum Ende dieses ersten Teils entschieden hat, weiterhin beide Komponenten miteinander zu verknüpfen beziehungsweise auch als Ermittler tätig bleiben, rechne ich fest damit, dass es eine Fortsetzung geben wird. Lediglich im Polizeidienst, in dem er in der ersten Reihe tätig war, wird er wohl nur beratend.

Über den Autor Arno Strobel

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.

Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier. (Fischer Verlage)

Fazit zu „Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ von Arno Strobel

Zu behaupten, dass dieser Thriller ein Thriller ist, den man gelesen haben muss, fällt nicht leicht, denn obwohl mir das Buch persönlich gut gefallen hat, habe ich mittlerweile von vielen gehört, dass die Komponente des Kindesmissbrauchs ihnen psychologisch zu schaffen machte.

Aus diesem Grund möchte ich sagen, dass ich diesen Thriller ausgesprochen lesenswert fand. Er ist jedoch nicht unbedingt eine gute Einschlafhilfe. Es ist spannend und psychologisch anspruchsvoll, nichts für schwache Nerven und sicherlich nicht alltäglich.

Trotzdem jedoch ist dieser Thriller derart realistisch, dass ich sagen würde, man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man die letzte Seite erreicht hat, wenn man es einmal begonnen hat zu lesen.

Die Frage, ob ich es als Hörbuch empfehlen kann, kann ich euch auch nicht unbedingt beantworten, da ich dieses Buch selbst gelesen habe. Allerdings habe ich entdeckt, dass es diesen Thriller mittlerweile als Hörbuch auf Spotify gibt. Vielleicht höre ich einfach mal rein.

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