„Der Wunschkalender – Schneezauber 5“ von Hannah Siebern

„Der Wunschkalender – Schneezauber“ von Hannah Siebern
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„Der Wunschkalender“ ist ein weiterer Roman aus der beliebten Reihe „Schneezauber“ von Hannah Siebern. Da mir die Geschichte bis hierhin gut gefallen hatte, freute ich mich auf ein Wiedersehen mit Familie Frost.

Das Wiedersehen mit Familie Frost kommt einerseits ein wenig überraschend, andererseits war aber auch zu erwarten, dass sich der Kreis irgendwann schließt. Dass sich die Geschichte dieses Mal um Phoebe dreht, machte aber auch deutlich, dass wir dieses Mal keinen klassischen weihnachtlichen Liebesroman, sondern eher um eine weihnachtliche Highschool-Romanze handelt.

„Der Wunschkalender“: eher ein Winterroman?

Hatte man bei den Schneezauber-Romanen stets das Gefühl, in eine weihnachtliche und magisch erscheinende Welt hineingezogen zu werden, brauchte es bei diesem Buch ein wenig länger, bis ich das Gefühl von Magie einstellte.

Lag dies nun daran, weil ich in diesem Jahr selbst einige Probleme hatte in weihnachtliche Stimmung zu gelangen? Ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall dauerte es ein wenig, bis ich mich daran gewöhnt hatte, dass es sich bei dieser Episode der „Schneezauber“-Reihe um ein Highschool-Roman handelte.

Bei den vorangegangenen Büchern waren die Protagonisten gefühlt ein wenig älter und gewissermaßen standen sie schon mitten im Leben. Aus dem Grund brauchte ich einige Zeit, bis ich mich an Phoebe, Elijah und Bradley gewöhnt hatte.

Die Tatsache, dass es ein Wiedersehen mit früheren Figuren gab, half mir insoweit, als dass sich mich in der Welt, in der diese Geschichten spielen nicht ganz verloren fühlte. Trotzdem erschien mir dieses Buch von Anfang an anders. Die Geschichte war keinesfalls schlecht, aber wie gesagt anders.

„Der Wunschkalender“: mehr als nur eine Teenie-Liebe?

Wer bei den Romanen dieser Reihe das Gefühl hatte, dass es bei diesen Liebesromanen stets um das Suchen und Finden der großen Liebe, könnte sich bei diesem Roman ein wenig enttäuscht fühlen.

Denn auf den ersten Blick erweckt dieser Roman den Eindruck, es ginge bei „Der Wunschkalender“ um eine erste Liebe, die eh nicht die schwierigen Phasen des Lebens überleben könnte. Wer das Buch dennoch nicht aus der Hand legt, stellt schnell fest, dass es eine ganz vergleichbare Magie besitzt, wie seine Vorgänger.

Lässt man sich auf die Geschichte ein, entwickelt sich nicht nur ein Gefühl von Romantik und Enthusiasmus, sondern auch das Gefühl, dass diese Liebe tatsächlich auch das ein oder andere Problem überstehen kann.

Ich will euch an dieser Stelle nicht erklären, warum ich diesen Eindruck bekommen habe, denn dann würde ich euch zu viel von der Geschichte vorwegnehmen, etwas für euch noch spannend wäre. Deshalb nur so viel, dieser Roman ist anders als die typischen New Adult-Romane, die ihr vielleicht schon einmal gelesen habe.

Ja, die Figuren in diesem Buch sind jugendlich oder vielmehr gerade erwachsen geworden, trotzdem ist es eher eine winterliche Liebesgeschichte, die Spuren von Magie enthält, denn ein New-Adult-Genre.

„Schneezauber“: Wenn ein Kalender Wünsche erfüllt

Mit der Entdeckung eines Kalender, der Wünsche erfüllen kann, entwickelt sich dieser Roman jedoch von der klassischen Highschool-Liebesgeschichte weg, wird ein wenig magischer und zeigt sich vergleichsweise in seinem gewohnten Routinen.

Denn neben der Magie schlittern Phoebe und Bradley auch auf eine Herausforderung, die ihre Freundschaft auf die ein oder andere Probe stellen soll, denn Bradley zeigt kein Interesse am Wunschkalender.

Warum er den Glauben ans Wünschen verloren hat, erschließt sich dem Leser oder der Leserin erst im weiteren Verlauf der Geschichte, Fakt ist jedoch, dass er wie auch die früheren Figuren durch Erfahrungen geprägt ist.

Ob es Phoebe gelingt, sich als gute Freunde an Bradleys Seite zu etablieren oder ob sie sich am Ende doch noch auf jemand anderen einlässt, ist eine Entwicklung, die sich im Verlauf dieses Buches ergibt. Fakt ist aber, dass ein Kalender, der einen Adventskalender erinnert und Wünsche seiner Besitzer erfüllt, das Leben gewaltig auf den Kopf stellen kann.

„Der Wunschkalender“: Stilistisches

Wie bereits erwähnt hatte ich bei dieser Episode der „Schneezauber“-Reihe das Gefühl, in einem Highschool-Liebesroman gelandet zu sein. Hiermit ergibt sich auch eine kleine Abweichung Stil. Als Leserin hatte ich den Eindruck, Hannah Siebern würde sich mit diesem Roman einen jüngere Leser richten.

Dieser Aspekt war zwar vor allem der Handlung geschuldet, zeigte sich aber auch anhand einer jungen und dynamischen Sprache, die mir aber auch als ältere Leserinnen dieses Romans ausgesprochen gut gefallen hat. Ich mochte die leichtfüßige Art, wie Phoebe mit den Herausforderungen ihres Alltags umging,

Auch Bradley, der Herausforderungen ganz anderer Art zu meistern hatte, bekam eine passende, temperamentvolle Stimme, die aber auch zeigte, wie empathisch er doch ist. Letztlich konnte man sich mit den Figuren also gut identifizieren, was auch auf einen ausgewogenen, geradlinigen aber keinesfalls vorhersehbaren Stil zurückzuführen ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich „Schneezauber – Der Wunschkalender“ nun als eines der besten Bücher dieser Reihe von Hannah Siebern betrachten soll, da es mir selber zunächst schwer fiel, in die Geschichte hinein zu gelangen.

Fakt ist, dass sich dieser Roman deutlich von den vorangegangenen Teilen dieser Reihe unterschied. Ich fand die anderen Teile aufgrund ihrer weihnachtlichen Stimmung und ihrer magischen Handlung sehr ansprechend.

Allerdings fiel es mir bei dem aktuellen Roman dieser Reihe nicht leicht, einen Zugang zu bekommen, da ich zunächst diese gewisse Magie vermisste. Und das, obwohl ich normalerweise recht selten Fantasy lese.

Für mich hätte die Geschichte also ein bisschen straffer einsteigen können. Wäre der Kalender früher aufgetaucht, hätte es zu einer Beschleunigung der Ereignisse geführt. Versteht mich nicht falsch, der Roman war kurzweilig und unterhaltsam, empathisch und später auch magisch, aber er sich deutlich von dem ab, was ich von dieser Reihe gewohnt war.

„Schneezauber“: eine Entwicklung oder doch ein Ende?

Wer die „Schneezauber“- Reihe bisher gelesen hat, fragt sich, ob diese Entwicklung tatsächlich nur eine Entwicklung geschuldet ist oder ob die Reihe mit diesem Band zu Ende geht. Mich hat dieser Reihe in den vergangenen Jahren stets Weihnachtszeit begleitet und ich habe sie sehr gerne gelesen.

Ich glaube aber das die hier aufgezeigte Entwicklung entweder zu einer ganz neuen Art von Schneezauber-Geschichten führt. Wird es also möglicherweise keine weiteren Wiedersehen mit Familie Frost geben?

Wie es mit der Geschichte weitergeht, kann ich euch natürlich nicht sagen, aber ich hoffe doch sehr, dass Hannah Siebern auch in Zukunft winterlich-magische Geschichte schreibt.

Über die Autorin Hannah Siebern

Hannah Siebern ist 1986 geboren und hat die meiste Zeit ihres Lebens im schönen Münsterland verbracht. Ihr erstes Buch schrieb sie im Alter von 12. Zugegeben. Das Buch war bloß 60 Seiten lang und wurde nur von ihren Freundinnen gelesen, aber früh übt sich.

Eigentlich wusste sie damals schon, dass sie gerne Autorin werden wollte, aber das erschien ihrem Umfeld ungefähr so abwegig, als hätte sie vorgeschlagen Popstar oder Schauspielerin zu werden. Also studierte sie erst einmal Pädagogik.

Ihr erstes richtiges Buch schrieb sie dann während des Studiums im Alter von 23. Veröffentlicht wurde es aber erst 2011. Inzwischen sind noch viele weitere dazu gekommen. Liebe, Fantasy, Erotik …

Hannah schreibt, wonach immer ihr gerade ist. Denn sie ist der Meinung, dass das Schreiben in erster Linie Spaß machen sollte, auch wenn sie inzwischen davon lebt. Denn wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist, spüren die Leser das sofort.“ (Autorenbiografie)

Fazit zu „Schneezauber – Der Wunschkalender“ von Hannah Siebern

hatte ich im vergangenen Jahr das sich viele Dinge veränderten, ging es mir bei diesem Buch nicht anders. Ja, ich habe die „Schneezauber“-Reihe stets gerne gelesen und auch dieses Buch bildet keine Ausnahme, aber von meinem Gefühl her kann ich sagen, dass dieser Roman anders war, als ich es von seinen Vorgängern gewohnt war.

Ich bin mir nicht sicher, ob er weniger magisch, weniger weihnachtlich, obwohl der Winter und der Schnee doch auch hier wieder eine große Rolle spielten. Aber eine Veränderung war für mich deutlich spürbar.

Wer also hier einen Roman mit der gewohnten Stimmung erwartet, könnte möglicherweise aufs Glatteis geführt werden, denn obwohl Teil der Reihe und sicher auch wieder sehr gelungen, erschien mir dieser Roman anders.

Obwohl ein Highschool-Liebesroman erschien mir dieser Roman irgendwie gereift, weniger verspielt, erwachsener und doch eher etwas für jüngere Leser. Trotzdem ist dieser Roman lesenswert.

Kann ich euch diesen Roman empfehlen? Ja, ich kann und ich möchte euch diesen Roman empfehlen, wenn ihr die vorangegangenen Teile ebenso klasse fandet, wie ich.

Gespannt bin ich aber auch, wie sich diese Reihe weiter verändern wird, ob es möglicherweise eine ganz neue Art von „Schneezauber“ gibt, oder ob sich zukünftig die gewohnte Leichtigkeit wieder einstellen wird.

Freuen würde ich mich auf jeden Fall, wenn die lieb gewonnene Tradition des Lesens eines winterlichen Buches von Hannah Siebern auch in der Zukunft bestehen bleiben könnte. Ich hoffe also sehr, dass auch diese Reihe mit ihrer gewohnten Magie fortgesetzt wird.

Dass sich die Erzählform im Verlauf von fünf Jahren immer mal ein wenig verändert, erscheint mir logisch und nachvollziehbar, denn die Autorin selbst wächst an ihren Herausforderungen und an ihren Erfahrungen.

Wenn der gewohnte Charme dieser Bücher dabei nicht gänzlich verloren geht, begrüße ich eine solche Entwicklung sehr, denn auch wir Leser reifen durch unsere alltäglichen Erfahrungen und Herausforderungen.

Wachsen die Geschichten von Hannah Siebern also möglicherweise genauso mit, wie die Erfahrungen von Autoren und Lesern? Bei diesem Bild könnte man glatt den Eindruck gewinnen. Um eine diesbezügliche Vermutung zu überprüfen, freue ich mich jetzt schon darauf, zu sehen, wie es in der nächsten Wintersaison weitergehen wird.

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