ZDF-Herzkino, 20.15 Uhr: „Frühling – Spuren der Vergangenheit“

Spuren der Vergangenheit ZDF-Herzkino, 20.15 Uhr: "Frühling - Spuren der Vergangenheit"
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Katja Baumann (Simone Thomalla, M.) schlichtet den Streit zwischen Linda Breitmeyer (Julia Brendler, r.) und Landwirt Feichtmayr (Franz Xaver Zeller, l.). (c)ZDF/Bernd Schuller

„Frühling – Spuren der Vergangenheit“ ist eine weitere Fortsetzung der beliebten Herzkino-Reihe, die heute Abend um 20:15 Uhr im ZDF gezeigt wird. Bei der Film in der letzten Woche vergleichsweise traurig, aber gleichwohl höchst emotional, erwarte ich diese Woche ebenfalls einen hochemotionalen, wenn auch hoffentlich weniger traurig. Dieses Mal braucht eine Obdachlose Katjas Hilfe und sie gewährt ihr diese bereitwillig, denn Linda Breitmeyer ist keine Unbekannte.

Worum geht’s bei „Frühling – Spuren der Vergangenheit“?

Katja Baumann wird Zeugin eines Streits zwischen einem Bauern und einer scheinbar obdachlosen Frau, die mit ihrem bis zum Rand vollgepackten Auto auf dessen Grund haust. Katja kann schlichten, doch die Begegnung mit der seltsamen Linda Breitmeyer lässt sie nicht mehr los. Von der redseligen Bäckerin erfährt Katja, dass Linda keine Unbekannte in Frühling ist: Vor vielen Jahren verschwand ihr Mann spurlos. Damals wurden die wildesten Theorien verbreitet – am hartnäckigsten hielt sich das Gerücht, dass Linda ihrem Mann Geld bot, für immer aus Frühling zu verschwinden, damit sie die Kinder für sich allein habe. Katja nähert sich der verschlossenen Linda einfühlsam und findet heraus, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern hat, und ein Haus besitzt, in dem sie nicht mehr wohnen kann. Gelingt es Katja, der rätselhaften Frau zu helfen? In der Zwischenzeit sorgt ein kleiner Hund für eine dramatische Rettungsaktion: Bei einem Spaziergang im Wald ist er der jungen Greta ausgebüxt und in einen alten Dachsbau gekrochen, in dem er nun feststeckt. Tierärztin Dr. Wagner setzt Himmel und Hölle und die Frühlinger Feuerwehr in Bewegung, um den Hund zu befreien.

Eine traumhafte Kulisse

Gedreht wurde auch diese Folge von Frühling in der Region Miesbach und Bayrischzell. Diese Alpenlandschaft sorgt für ein idyllisches Ambiente, das gleichwohl Harmonie und Familiensinn ausstrahlt. Genau diese Mischung aus Harmonie und Familiensinn benötigt der Film aber auch, denn nirgendwo anders könnte man so eine traumhafte Idylle mit den Emotionen der einzelnen Dorfbewohner verknüpfen. Mir persönlich macht bei Frühling neben der Geschichte selbst auch die Kulisse immer wieder Heute, denn auch wenn ich selbst in die Berge reise, könnte ich mir vorstellen, dass sich diese Region für einen entspannten Urlaub mit der Familie geradezu anbietet.

Ein Drehbuch von Natalie Scharf

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Wie auch schon bei den vorangegangenen Folgen hat Natalie Scharf wieder das Drehbuch geschrieben. Durch die Tatsache, dass sie auch schon die vorangegangenen Drehbücher zu Reihe geschrieben hat, wirkt die Filmreihe selbst wie aus einem Guss, dennoch ist es auch Zuschauern, die die Reihe bislang noch nicht gesehen haben jederzeit möglich, später in dieser Reihe einzusteigen.

Jede einzelne Episode dieser Reihe ist nämlich gleichermaßen sich abgeschlossen und doch eine Entwicklung für die dauerhaft angelegten Figuren. Denn im Fall von Frühling muss man zwei verschiedene Figurentypen unterscheiden: zum einen gibt es jede Figur, die nur für eine einzelne Episode oder möglicherweise auch für zwei Episoden von Interesse sind und dann gibt es nun, die eben nicht nur für zwei Personen bleiben, sondern dauerhaft Teil der Geschichte werden. Es gibt immer mal wieder Menschen, die nach Frühling ziehen und das Dorf auf ihre ganz eigene Art und Weise prägen. Jeder einzelne dieser Hauptfigur oder besser gesagt dieser dauerhaften Figuren hat ihre Vorgeschichte und ihre ganz eigene Entwicklung, gleichzeitig aber auch ihre Aufgaben in Frühling.

Wesentlich für die Reihe ist allerdings auch, dass es immer öfter ein Wiedersehen mit alten Bekannten gibt. Diese alten Bekannten zeichnen sich dadurch aus, dass sie irgendwann einmal eine eigene Geschichte durchlebt haben oder Katja Baumann bei einem Fall unterstützt haben. Dieses freundschaftliche in Verbindung bleiben zeichnet dabei eine Linie von einem zum anderen. Auf diese Weise ist es kaum vorstellbar, dass man manche Figuren nicht schon aus anderen Filmen kennt, auch wenn die vorausgegangenen Fälle der Dorfhelferin in den aktuellen Filmen meist keine Rolle spielen, werden sie doch immer wieder in irgendeiner Weise aufgegriffen und binden sich geschickt in das Miteinander der Gemeinschaft ein.

Aus diesem Grund kann ich nur sagen, dass sich der eine oder andere oder eine vergleichbare Dorfgemeinschaft wünschen würde. Es ist also nicht nur die Landschaft und Idylle dieses Dorfes, die diese Reihe so besonders macht, vielmehr auf die Verknüpfung der einzelnen Geschichten und die Beziehungen innerhalb der Dorfgemeinschaft, die diese Reihe so überaus lebendig machen. Aus diesem Grund freue ich mich jedes Mal aufs Neue, einschreiten zu dürfen.

Authentische und einfühlsame Geschichten

Ich persönlich muss Euch nicht sagen, dass ich bei diesem Film auf jeden Fall einschalten werde. Auch muss ich nicht sagen, dass ich die Verbindung aus Emotion und Landschaft wieder einmal gelungen finde. Denn all das sind Erwartungen, die wir mittlerweile alle an das Herzkino haben. Es ist eine Erwartung, die dieser Sendeplatz schon nahezu automatisch erfüllt.

Auch die Schauspieler, die in dieser Reihe besetzt werden, sind sicherlich gelungen ausgewählt. Zu Beginn dieser Reihe, die mittlerweile schon mehr als zehn Filme umfasst, hätte ich nicht daran geglaubt, dass diese Reihe derart lange gibt und dass so viele unterschiedliche Möglichkeiten, Geschichten um die einzelnen Bewohner zu erzählen. Mittlerweile glaube ich, dass die Drehbuchautorin aus einem nahezu unerschöpflichen Quell an Inspiration schöpfen kann, denn zum einen sind die Figuren, die ihre Geschichten prägen, zu anderen bringt einen die Atmosphäre des Films auf immer neue Möglichkeiten. Eines verbinden die in Frühling angesiedelten Geschichten aber auf jeden Fall: Sie sind authentisch und einfühlsam. Als Zuschauer kann ich mich also gut in die Figuren hinein versetzen und fühle mich Ihnen somit irgendwie nah.

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Erwartungen an „Frühling – Spuren der Vergangenheit“

Das weckt natürlich auch dieses Mal wieder große Erwartungen an den Film, sodass ich mich sehr darauf freue, heute Abend wieder einmal die Filmkulisse von Frühling eintauchen zu dürfen. Die Atmosphäre dürfte wieder eine gelungene Mischung aus Emotion, Unterhaltung und Spannung darstellen. Auf genau diese Mischung freue ich mich heute Abend bereits sehr, denn dieser Film könnte wieder einmal einen weiteren wesentlichen Aspekt der Gemeinschaft des Dorfgefühls aufgreifen und somit nicht nur informieren oder unterhalten, sondern tatsächlich Zuschauer in irgendeiner Weise integrieren, denn auf jeden Fall gibt es bei dieser Geschichte wieder einmal die Möglichkeit, sich mit den einzelnen auseinander zu setzen und so die Geschichte tatsächlich bewusst mitzuerleben. Auf diese Weise wird die Dorfgemeinschaft zu einem authentischen Erlebnis.

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