„Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld

“Weihnachtsträume am See” von Kerstin Hohlfeld
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„Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld ist ein weihnachtlicher Roman und gleichzeitig der dritte in sich abgeschlossene Weihnachtsroman der Autorin.

Dieses Mal lernen wir Ina und ihre Freunde kennen. Ina hat vor einiger Zeit den Marktstand ihrer Mutter übernommen und verkauft nun dort neben Obst und Gemüse auch Müsli in unterschiedlichen Variationen.

Einmal im Jahr jedoch, zur Weihnachtszeit, nimmt sie sich vier Wochen frei. Diese vier Wochen verbringt sie allerdings nicht gemeinsam mit ihrer Mutter zu Hause, sondern an einem der vielen Seen in Brandenburg.

So machen sie es seit Jahren, und die Abläufe haben sich etabliert. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Ferienhausdorf-Besitzer Egon hat die Siedlung zum Jahresende verkauft. Der neue Besitzer Benjamin Schwarz, in ihrem Alter und recht attraktiv, plant die etwas in die Jahre gekommenen Häuschen abzureißen.

Stattdessen plant er einen trendigen Hotelneubau zu errichten. Auch das niedliche Wäldchen, das den See und die Häuser umgibt, soll weichen.

Für Ina bricht eine Welt zusammen, schließlich ist Egon schon seit ihrer Kindheit wie ein Ersatzvater für sie. Und das alles soll nun zu Ende sein? Nach und nach trudeln auch ihre Freunde im Ferienhausdorf ein, und gemeinsam beschließen sie, dieses letzte Jahr zu genießen.

Ob sich an den Plänen des neuen Besitzers noch etwas ändern lässt? Ina hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch Ben erweist sich als stur. Johanna, die eine Zeit mit ihnen und ihm im Dorf verbringt, vergleicht ihn mit einem Bären, weil er so brummig ist.

„Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld: liebenswürdig vielschichtige Charaktere

ebenso ungewöhnlich, die die Weihnachtsgeschichte dieses Romans selbst sind auch die Figuren, denn diese sind gleichermaßen liebenswürdig und vielschichtig. Dabei wird jeder einzelne Figur zu einer echten Persönlichkeit, mit ihren ganz eigenen Herausforderungen.

Diese Herausforderungen zeigen sich im Verlauf der Geschichte auf die ein oder andere Weise, tragen jedoch gleichermaßen zum Fortgang der Geschichte wie auch zur Unterhaltung des Lesers bei.

Im Verlauf des Buches verändern sich die Herausforderungen und mancher Lösungsweg findet sich fast von alleine. Für andere Lösungen muss man ein wenig kämpfen.

Letztlich erweisen sich alle Figuren dieser Geschichte als ein gut eingespieltes Team, das vor allem als Gemeinschaft stark ist. Freunde, für die man selbst alles tun würde, sind rar gesät und eben doch so wichtig und so ist auch für Ina, Klara, Margarete, Egon, Ben, Johanna und all die übrigen wichtig, Teil der Gemeinschaft zu sein.

Das Gemeinschaftsgefühl zeigt sich bei diesem Roman mal mehr und mal weniger, aber letztendlich erscheint es so, als wäre es genau so, als hätte man diese Geschichte aus dem Leben gegriffen.

„Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld: Aus dem Alltag gegriffen

Wer „Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld als erstes Weihnachtsbuch dieser Autorin liest, erwartet hier möglicherweise eine traumhaft schöne und überaus romantische Geschichte. Wer jedoch die beiden vorangegangenen Weihnachtsgeschichten „Bevor es Weihnachten wird“ und „Bevor die Stadt erwacht“ kennt, der weiß, dass diese Weihnachtsgeschichte den Alltag der Leser und der Figuren aufgreift, abbildet und mit einer gewissen Wertvorstellung kombiniert.

Aus diesem Grund kann ich nur sagen, dass auch „Weihnachtsträume am See“ eine eben solche Geschichte ist. Denn für Marktfrau Ina und ihre Freunde geht es um mehr als nur das lukrative Geschäft.

Tatsächlich sind sie in all den Jahren so vertraut miteinander geworden, dass die Freundschaft wohl jede Krise überstehen könnte. Doch dieses Jahr stellt alles auf den Prüfstand und so erweist sich dieser Roman als ein Roman, der in diese Zeit passt und dennoch auf die Weihnachtszeit einstimmt.

Für einen Weihnachtsroman mag dieser hier ein wenig ungewöhnlich erscheinen, praktisch jedoch ist eher ungewöhnlich, weil es umso viel mehr geht, als ein Weihnachten voller Kommerz.

„Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld: Was im Leben wirklich wichtig ist

Letztlich zeigt die Autorin in ihrem diesjährigen Weihnachtsroman „Weihnachtsträume am See“ nicht nur ihre gewohnt warmherzige Seite, sondern auch, worum es im Leben wirklich geht.  Dabei stellt die Autorin christliche Werte in den Vordergrund, ohne dabei auf irgendeine Konfession oder eine religiöse Richtung einzugehen.

Dies ist vielleicht auch eine Besonderheit, die die Romane der Autorin ausmachen. Allerdings nicht die einzige, denn Kerstin Hohlfeld gelingt es in einer mehr als unruhigen Welt Momente der Ruhe und Besinnlichkeit einzubauen.

Obwohl hier viele Figuren zusammen kommen, hatte man hier nicht das Gefühl der Überforderung, dass man in den letzten Wochen und Monaten immer dann spüren konnte, wenn man in Filmen oder Büchern auf viele miteinander handelnden Protagonisten traf.

Vielmehr handelten die Figuren in diesem Roman bedächtig und herzlich. Die Tatsache, dass es dieses Mal nicht in der Großstadt spielte und sich die Figuren viel draußen aufhielten machte es für mich zu einem warmherzigen und herzlichen Roman, der aufgrund seiner Ortswahl an ein Kammerspiel erinnerte.

Über die Autorin Kerstin Hohlfeld

„Kerstin Hohlfeld, geboren 1965 in Magdeburg, studierte von 1985 bis 1991 Theologie in Naumburg und Berlin. Danach gründete sie eine Familie und verlegte sich aufs Schreiben. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht.“ (Ullstein)

Fazit zu „Weihnachtsträume am See“ von Kerstin Hohlfeld

Lange habe ich darauf gewartet, dass die Autorin ein neues Weihnachtsbuch schreiben würde. Nun gab es in diesem Jahr einen neuen Weihnachtsroman aus ihrer Feder und ich freue mich sehr, mit ihr gemeinsam die Ereignisse am See miterleben zu können. Ina und ihre Freunde sind wirklich starke Persönlichkeiten geworden, in die Geschichte selbst zu einem Riesenerlebnis machen.

Es ist kein anderer im klassischen Sinne, dass hier erlebt wird, sondern vielmehr ein zeitloser Roman, der weihnachtliche Werte wie Nächstenliebe und Gemeinschaft vermittelt. Bei diesem Roman geht es nicht darum, wer wem in welcher Folge die größten Geschenke macht, sondern es geht um das Gefühl von Geborgenheit.

Letztendlich ist es zu jedem Leser möglich, selbst Teil der Gemeinschaft zu werden. Schreibe ich normalerweise, dass sich der Roman gegebenenfalls eher an Frauen richtet, würde ich bei diesem Buch sagen, dass es sowohl von Männern als auch von Frauen gelesen werden kann.

„Weihnachtsträume am See“ ist weder romantischer Kitsch noch eine typische weibliche Geschichte. Somit bietet es sich für Männer und Frauen gleichermaßen an. Der Tiefgang, denn dieser Geschichte immer ein wenig mitschwingt, macht die Geschichte aber nicht melancholisch oder gar schwermütig.

Vielmehr lädt die Geschichte dazu ein, sich über das gelesene Gedanken zu machen. Voller Leichtigkeit vergisst man so die Zeit, die man am See verbracht hat. Dieses Buch gehört definitiv zu den Weihnachtsromanen, bei denen es schwer wird, ihn aus der Hand zu legen.

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