„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“ (6) von Petra Schier

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“ (6) von Petra Schier
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„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“ von Petra Schier ist der 6. Teil der Weihnachtshund-Reihe. Auch in diesem Weihnachtsroman geht es um die Familie Sternbach.

Ricarda Sternbach ist uns ja bereits aus früheren Teilen  dieser Reihe gut bekannt. Sogar Frank Hellberger kennen wir bereits aus einem früheren Band. Er war zur Hochzeit von Ricardas Zwillingsbruder Patrick eingeladen und hat ganze drei Tage mit seinen besten Freunden aus Jugendtagen verbracht.

Doch tatsächlich musste er sich eingestehen, dass es längst nicht mehr die Freundschaft von einst ist, dabei würde Frank, der nun in seine Heimatstadt zurückkehrt ist, sehr gerne an die alten Zeiten anknüpfen.

Dass Santa Claus auch wieder seine Hände im Spiel hat und sich tierische Unterstützung in Form von Pudeldame Naila holt, ist all jenen Leserinnen und Lesern klar, die diese Reihe schon länger verfolgen.

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“: Figuren mit Tiefe und Vergangenheit

Bei diesem Roman fällt auf, dass die Figuren tatsächlich dem Menschen nachempfunden sind, sie verfügen über eine Vergangenheit, die sie in ihrer Gegenwart prägt.

Das macht dieses Buch neben einem erstklassigen Weihnachtsroman auch zu einem starken Familienroman.

Kennen wir bereits Teile von Ricardas Vergangenheit aus den früheren Büchern, lernen wir sie nun noch ein wenig besser kennen. Wir erfahren mehr über ihre Wünsche und Träume und können sie somit um einiges besser einschätzen, als wir dies bisher konnten.

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“: Wenn Hunde an ihre (späteren) Besitzer erinnern

Tatsächlich könnte man bei diesem Roman recht schnell auf die Idee kommen, dass Pudeldame Naila und Ricarda einige Gemeinsamkeiten besitzen, denn beide haben ein vergleichsweise freches Mundwerk. Gut, der unter dieses nur in Gedanken, aber Ricarda freche Schnauze zeigt sich auch in dem ein oder anderen spritzigen und temperamentvollen Dialog.

Gut, wer die Reihe kennt, könnte nun darauf spekulieren, dass es sich hierbei um einen ersten Hinweis handelt, dass Ricarda sich später tatsächlich um Naila kümmert und weitergedacht dieses auch ein erster Hinweis darauf, dass es zwischen Frank und ihr zu einer Beziehung kommt oder zumindest eine Vertiefung ihrer Freundschaft.

Bei Petra Schiers Weihnachtsbüchern scheint ein Happy End garantiert zu sein und so darf man auch hier gespannt sein, ob Ricarda nun endlich ihr Glück findet. Die Tatsache, dass sie bislang stets als Einzelgängerin präsentiert wurde könnte man ja auch auf die Weise interpretieren, dass sie genau weiß, was oder in diesem Fall eher wen sie an ihrer Seite haben möchte.

In einem Punkt verrate ich glaube ich nicht so viel, ihr Temperament und ihre Sturheit sorgen bei mir als Leserin für zahlreiche humorvolle Momente, über die ich herzlich schmunzeln kann.

Auch bei diesem Roman als Hörbuch hört, wird durch die Art, wie dieses Hörbuch eingelesen wurde gut auf seine Kosten kommen.Ich darf also wirklich behaupten, dass ich sehr erleichtert bin, dass Petra Schier mit der Hündin wieder eine Figur geschaffen hat, die das menschliche Verhalten der Figur, die auf Partnersuche ist, spiegelt.

Auf diese Weise fällt es mir als Leserin oder als Hörerinnen des Romans nämlich leichter, das entsprechende Verhalten einzuordnen. Außerdem sorgt es für jede Menge Situationskomik. So macht ein guter Weihnachtsroman Spaß!

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“: Weihnachtlich romantisch

Tatsächlich wird es in der Familie Sternbach dieses Jahr vergleichsweise früh im Verlauf des Romans romantisch. So gibt es wieder einmal eine Hochzeit in der Familie, die natürlich gefeiert werden muss.

Das gibt Frank und Ricarda die Möglichkeit, die langjährige Freundschaft wieder zu intensivieren und zu erneuern. Trotzdem oder gerade deshalb stellen sie allerdings auch fest, dass ihre Freundschaft irgendwie anders ist als früher.

In Rückblicken oder besser gesagt in den Erinnerungen der beiden Protagonisten erfahren wir als Leserinnen und Leser oder Hörerinnen und Hörer des Romans aber auch etwas aus der Vergangenheit der beiden, sodass es für uns alle nicht langweilig wird, sondern eine Mischung aus weihnachtlich, romantisch, aber eben auch humorvoll und urkomisch.

Da Ricarda und Frank, die ja beide Single sind, nicht einzeln auf der Hochzeit erscheinen wollten, haben sie sich vorab verabredet um als scheinbares Pärchen auf der Hochzeit zu erscheinen. Ihre Freunde und Angehörige sind natürlich eingeweiht, frotzeln aber trotzdem ordentlich herum. Dabei würden die beiden, die sich in Temperament und Schlagfertigkeit eigentlich beide nicht schenken, eigentlich perfekt zusammenpassen.

Ob Frank und Ricarda auch irgendwann die seltsame Spannung zwischen ihnen spüren? Als Leserin dieses Romans durfte ich diesbezüglich mehr als gespannt sein, aber gerade im Advent gibt es ja genug Gelegenheit.

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“: Aus dem Familienalltag im Advent

Einige Gelegenheiten bieten sich zum Beispiel in den typischen Aktivitäten des Advent, die die Familie gemeinsam begeht, sei es das gemeinsame Adventsbacken, dass sie jedes Mal am ersten Advent durchführen, der gemeinsame Weihnachtsmarktbesuch bei dem sich eine Karussellfahrt natürlich anbietet.

Zwar ist Ricarda absolut keine Romantikerin, aber für mich als Leserin wird schnell deutlich, dass Frank einen besänftigen beruhigenden Einfluss auf sie hat. Ob es den beiden wirklich gelingt, ihre Freundschaft zu vertiefen und in eine echte Beziehung zu überführen, verrate ich euch an dieser Stelle natürlich nicht. Aber ich sage euch noch eine Kleinigkeit auch dieses Buch der Reihe lohnt sich und gehört zu den Büchern, die man auch nach Weihnachten und lesen kann.

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“: jede Figur eine eigene Stimme

Bemerkenswert ist, dass Petra Schier ständig und stets jeder einzelnen Figur – und selbst verständlich auch dem Hund – nicht nur ihre eigene Vorgeschichte gibt, sondern auch eine eigene Stimme. Diese Stimme ist exzellent auf den Charakter der jeweiligen Figur abgestimmt.

Wer also gerade in einem Dialog mit unterschiedlichen Figuren steckt, kann anhand der Art wie sie sprechen erkennen, wer hier gerade spricht. Auf diese Weise wird die Geschichte selbst noch einmal lebendiger und gewinnt an Eindruck.

Diese Stimme macht bei Ricarda nach außen hin deutlich, dass sie eigentlich eine selbstbewusste junge Frau ist, nach innen jedoch zeigt sich in ihrem gedanklichen Monologen eine gewisse Unsicherheit und Vorsicht.

Diese zeigt sich aber zum Beispiel auch in Bezug auf Naila, die ganz unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche Charakterzüge in sich vereint.

Empathisch versetzt sich Petra Schier als Autorin nämlich nicht nur in ihre menschlichen Charaktere hinein, sondern auch in die tierischen. Habe ich es schon bei den vorangegangenen Romanen deutlich vermerkt, fällt es mir in Bezug auf Naila noch einmal stärker auf.

Über die Autorin Petra Schier

„Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freie Autorin und Lektorin. Neben ihren historischen Romanen schreibt sie auch zauberhaften Liebesromane mit Hund. Sie lebt mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.“ (HarperCollins)

Fazit zu „Plätzchen gesucht Liebe gefunden“

„Plätzchen gesucht Liebe gefunden“ ist ein Roman, der zur weihnachtliche Stimmung verbreitet, jedoch auch als klassische Liebesroman nach dem Weihnachtsfest noch gelesen werden kann.

Ich persönlich mag die Art, wie Petra Schier in ihren Romanen die tierischen Figuren zum Leben erweckt, Ihnen einen eigenen Charakter verschafft und in die Handlung integriert. Ich mag aber auch die Art, wie sie für eine weihnachtliche Stimmung sorgt, die ich in dieser Adventszeit nur schwerlich erreichen konnte.

Selbst Weihnachtsmann und Christkind werden in diesen Romanen aktiv und ziehen im Hintergrund an den Schicksalsfäden. Ich bin gespannt, wie es mit dieser Reihe weitergeht, denn tatsächlich ist jetzt mit Ricarda die letzte der Sternbach-Familie unter der Haube. Wird es also weitere Romane dieser Reihe geben? Das will ich doch schwer hoffen!

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