Blogtour zu „Apfelrosenzeit“ von und mit Anneke Mohn

 

 

Hallo Zusammen,

heute ist es so weit, die Blogtour mit Anneke Mohn zu „Apfelrosenzeit“ macht bei mir Halt, und ich freue mich sehr darüber. Es geht heute um die Entstehung des Buches. Ich habe mich mit Anneke Mohn darüber unterhalten wie das Buch entstanden ist. Das daraus entstandene Interview findet ihr unten. Natürlich findet ihr dort auch Hinweise auf das Gewinnspiel.


Marie L.: Hallo Anneke, schön dass ich dich im Rahmen der Blogtour zu „Apfelrosenzeit“ zu der Idee deines Buches interviewen darf. Möchtest du mir erzählen wie die Idee zu deiner Geschichte entstand?
Anneke Mohn: Die allererste Idee zu dem Roman hatte ich durch ein Telefonat mit einer Freundin, die in einer ähnlichen Lebenssituation war wie Sanne. Die Figur Sanne hat in den Tagen danach langsam Gestalt angenommen, alles weitere – die Mitbewohnerinnen, das Haus – kam erst später.

M.L.: Sanne entstand also als Erste. Ist ihre Figur auch für die Geschichte von besonderer Bedeutung?
A.M.: Ja, sie ist schon die eigentliche Hauptfigur, ihre Geschichte wird ja auch am ausführlichsten erzählt. Sie war mit Isa noch am engsten befreundet, und sie wird ja auch zu dem Haus eine besondere Beziehung haben – aber ich will jetzt nicht zu viel verraten …


M.L.: Wurden die anderen Figuren auf Sanne abgestimmt?
A.M.: Hmm, nein, so würde ich es nicht ausdrücken, mir war vor allem wichtig, möglichst
lebensnahe und damit auch unterschiedliche Figuren zu entwickeln.

M.L.: Wie lief die Charakterisierung der Figuren ab und in wie weit beeinflussen sich die Figuren gegenseitig?
A.M .: Ganz am Anfang bestanden sie nur aus wenigen Grundeigenschaften, mit der Zeit wurden sie dann immer lebendiger, das dauert bei mir immer seine Zeit. Mona, Fritzi und Kirsten stehen alle im Beruf und sind Sanne, die nie einen richtigen Beruf hatte und das bedauert, damit natürlich auch Vorbild. Mona ist für Kirsten eine Reizfigur, und andersrum gilt das auch. Obwohl Mona viel gelassener ist als Kirsten, lässt sie sich von ihr leicht provozieren, und all das hat so seine Auswirkungen auf die Handlung des Romans …

Foto:Anneke Mohn

 

M.L.: Und wie kam es zur Idee der Hagebutten?
A.M.: Also, erstmal liebe ich die Heckenrosen, die an Nord- und Ostseeküste wachsen und im Sommer so wahnsinnig gut duften. Die gehören für mich einfach zur Küste, und in der Kanalstraße gibt es auch welche. Man nennt sie Kartoffelrose, Hundsrose oder eben Apfelrose, was ich am schönsten fand. Die Früchte der Apfelrose sind die Hagebutten, aus denen man übrigens nicht nur Tee und Juckpulver machen kann, sondern auch wahnsinnig leckeres Chutney.

M.L.: Deine Geschichte spielt zum Teil in der Stadt, zum Teil auf dem Land, nämlich in der Holsteinischen Schweiz zwischen Kiel und Lübeck. Warum ausgerechnet dieses Setting? 
A.M.: Als ich nach dem Setting gesucht habe, hatte ich zuerst immer die Holsteinische Schweiz vor Augen, hauptsächlich, weil ich es dort so schön finde, und Sanne ein bisschen gegen ihren Willen auf dem Land „festsitzen“ sollte. Aber irgendwann war klar: Die Frauen haben früher zusammengewohnt, sie haben zusammen studiert – also muss das Haus, um das es geht, in einer Universitätsstadt stehen. Da war ich dann schnell bei Kiel, und ein Freund brachte irgendwann die Kanalstraße ins Spiel, in der er mal gewohnt hat.

Foto:Anneke Mohn

M.L.: Fiel die Wahl also wegen der Empfehlung auf die Kanalstraße? Welche emotionalen und sachlichen Kriterien sprachen für die Kanalstraße?  
A.M.: Ja, die Empfehlung hat dazu geführt, dass ich in die Kanalstraße gefahren bin, mich umgeschaut und Fotos gemacht habe. Ich habe dann festgestellt, dass alles ganz wunderbar passt,  es ist aber auch einfach eine sehr besondere Straße, direkt an der Stelle, wo der Nord-Ostsee-Kanal auf die Kieler Förde trifft. Man riecht mitten in der Stadt das Meer, das gibt es ja nicht so oft – eine ganz tolle Atmosphäre. Ein Haus hat mir sofort besonders gut gefallen – das wurde dann mein Modell für das WG-Haus. Witzigerweise stellte sich viel später, als ich schon fast vergessen hatte, dass der Tipp mit der Kanalstraße von diesem Freund kam, heraus, dass er damals in dieser sehr langen Straße tatsächlich genau in dem Haus gewohnt hat, das ich mir ausgesucht hatte. Ist ’n Ding, oder?

Foto:Anneke Mohn

M.L.: Das ist tatsächlich ein Ding. Hat er sich denn in dem Haus ähnlich wohlgefühlt wie Sanne und ihre Freundinnen? Lebte auch er dort in einer WG?
A.M.: Er hat dort, glaube ich, eine Zeitlang bei seiner Oma gelebt, aber ich weiß es gar nicht mehr genau – ich muss ihn noch mal fragen!


M.L.: Und wie hat er reagiert, als du ihm das erzählt hast?
A.M.: Wir waren beide ein bisschen sprachlos wegen dieses Zufalls.

M.L.: Und dann hast Du Dich direkt in die Planung des Settings gestürzt?
A.M.: Ja, mir die Häuser auszudenken, in denen die Handlung spielt, macht mir immer großen Spaß. Die beiden Häuser in „Apfelrosenzeit“ sind ja sehr unterschiedlich: Sanne und ihr Mann wohnen in einem ganz schlichten, weißen Bauhaus-Kubus und sind auch innen total schwarzweiß und modernistisch eingerichtet. Isas Haus dagegen ist ein schmales, dreistöckiges Backstein-Stadthaus, mit wildem Wein und Rosen bewachsen, und seine Einrichtung zeugt von seiner Geschichte.

M.L: Hast du selbst eigentlich  WG-Erfahrung? 
Ja, ich habe während des Studiums mit einer Freundin zusammengelebt, in Berlin. Daran habe ich sehr gute Erinnerungen, das war eine tolle Zeit. Es war eine Freundin, die ich noch aus der Schule kannte und zu der ich auch noch Kontakt habe. Wer weiß, vielleicht gründen wir auch noch mal eine Alten-WG…

Foto:Anneke Mohn



M.L.: Und sind auch Erfahrungen aus dieser Zeit in Deinen Roman eingeflossen?
A.M.: Ja, Erfahrungen aus meiner WG und Erlebnisse aus der WG einer anderen guten Freundin, bei der ich oft zu Besuch war. Meine Mitbewohnerin und ich hatten zum Beispiel ein Notizheft neben dem Telefon liegen (das war ja, kurz bevor dann alle Handys hatten). Da haben wir alles reingeschrieben: wer angerufen hat, aber auch wann wir wiederkommen, ob irgendwas war, was eingekauft werden muss und so. Diese Hefte haben wir noch, und sie sind sehr lustig. Praktisch alles, was sich die Freundinnen im Roman aus ihrem Telefon-Notizbuch vorlesen, nachdem sie es beim Ausmisten gefunden haben, habe ich aus unseren alten Heften übernommen, weil ich fand: Besser kann man es sich gar nicht ausdenken.
M.L.: Vielen Dank für das schöne Gespräch mit all den schönen Einblicken in die Entstehung deines Buches und auch für die Bilder.

So, kommen wir nun zur Frage aller Fragen, die euch  für mein Gewinnspiel im Rahmen der Blogtour qualifiziert.

Wenn ihr schon selbst in einer WG gelebt habt, beantwortet mir doch bitte folgende Frage: Was ist eure liebste WG-Erinnerung?
Wenn ihr noch nicht in einer WG gelebt hat, schreibt mir einfach folgendes: Warum würdet ihr gerne in einer WG leben oder eben auch nicht?

Natürlich hatte auch an den anderen Tagen noch zahlreiche Möglichkeiten zu gewinnen. Jeden Tag könnte die also einmal in den Lostopf hüpfen und mit etwas Glück gewinnt ihr schon bald folgendes:

 

  • 1. Preis: Gugl-Geschenkbox “Glück und Wohlbefinden”  , mit signiertem Buch” Apfelrosenzeit”: In der Box sind 9 leckerste kleine Gugl und drei kleine Dosen Kusmi-Tee.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotoquelle

  • 2.-3. Preis: je ein Buch “Apfelrosenzeit”

Wer sich nun fragt, wer sonst noch an der Blogtour von Anneke Mohn zu „Apfelrosenzeit“ teilnimmt, hier die vollständige Übersicht:

 

Ausgelost wird unter allen kommentierenden Bewerbern

  • Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungs/Sorgeberechtigten
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden(Gewinnerpost) und das ihre Adresse der Autorin zwecks Gewinnversands übermittelt wird.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland – Österreich – Schweiz

 

17 Comments

  1. Sonjas Bücherecke
  2. karin
  3. Anonym
  4. Anonym
  5. Tiffi2000

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