„Hochzeitsfieber: Inga Lindström“: ZDF, 20.15 Uhr

„Hochzeitsfieber: Inga Lindström“: ZDF, 20.15 Uhr
Sharing is Caring! Hilf mit, diesen Beitrag bekannt zu machen!
Unerwartetes Wiedersehen: Bei Lenas (Magdalena Höfner) erstem Hochzeits-Event ist ausgerechnet ihre Jugendliebe Anton (Julian Bloedorn) der Bräutigam. Beide erinnern sich an die gemeinsame schöne Zeit. (c) ZDF/Ralf Wilschewski

„Inga Lindström: Hochzeitsfieber“ wird heute Abend um 20.15 im ZDF-Herzkino gezeigt. Bei diesem Titel aus der beliebten schwedischen Reihe kann es eigentlich nur romantisch werden und turbulent.

Tatsächlich freue ich mich auf eine junge, dynamische Liebeskomödie, die mit frischen unverbrauchten Gesichtern überzeugt. Das war bei diesem Film wieder eine Dreiecksgeschichte mit vier Ecken erwartet, war so sicher nicht zu erwarten. Denn tatsächlich steht Lena, die Protagonistin in Inga Lindströms „Hochzeitsfieber“ gleich zwischen drei Männern.

„Inga Lindström: Hochzeitsfieber“: Seid ihr schon im Hochzeitsrausch?

Tatsächlich erschien es mir etwas merkwürdig, dass ein Film wie „Hochzeitsfieber“ jetzt zu Beginn des eher grau erscheinenden Novembers gezeigt wird. Mit Hochzeit verbindet man doch eher andere Zeiten. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb ist der Film, der im Juni 2021 gedreht wurde überaus charmant.

Möglicherweise erinnert man sich als Zuschauer bei diesem Film an einige schöne warme Sonntage und daran, dass man vielleicht die Hochzeit von Freunden besucht hat oder möglicherweise sogar selbst. Alles in allem kann man sagen, dass dieser Film das gute Gefühl eines Frühsommertages vermittelt.

In Kombination mit dem Hochzeitsthema erwarte ich also durchaus, dass dieser Film neben guter Laune auch eine Romantik aufweist, trotz aller Emotionen glaube ich aber, dass Inga Lindström sich selbst treu bleibt. Vermutlich steht auch deshalb wieder einige starke Frauen und nicht minder starke Männer im Mittelpunkt der Geschichte.

„Inga Lindström: Hochzeitsfieber“: drohende Insolvenz bietet Identifikationspotential

Obwohl dieser Film große Gefühle verspricht, erwarte ich alles in allem nicht, dass es übermäßig kitschig wird. Denn auch das Thema der Wirtschaftlichkeit des Hotels sorgt sicher für einige spannende und unterhaltsame Momente.

Das Thema der drohenden Insolvenz immer wieder mal im Raum stehen, könnte ich mir vorstellen, dass sich hier bei diesem Thema einige Zuschauer abgeholt fühlen, der Film also eine Art Wir-Gefühl erzeugt.

Gleichzeitig hoffe ich jedoch auch, dass es nicht das einzige Identifikationsmerkmal mal ist. Denn auch frisch gebackene Ehepaare oder solche, die kurz vor einer Eheschließung stehen, gibt es aktuell mehr denn je.

Es bleibt also zu erwarten, dass dieser Film in mehr als einer Hinsicht viele Zuschauer anspricht. Persönlich freue ich mich schon sehr darauf, schlicht und ergreifend, weil ich mich auf eine frische und noch unverbrauchte Geschichte freuen. Denn tatsächlich geht es hier wie so häufig im Herzkino letztlich auch lediglich um eine ganze Reihe von Beziehungen.

Worum geht es bei „Inga Lindström: Hochzeitsfieber“?

Lena arbeitet erst seit zwei Tagen im schwedischen Landhotel „Mariefred“, als ihre Chefin Victoria spurlos verschwindet. Es stellt sich heraus: Das Hotel ist tief in den roten Zahlen.

Ein Hoffnungsschimmer: Die berühmte Sängerin Ilvy würde gern ihre Hochzeit im „Mariefred“ ausrichten. Ihr Verlobter ist Lenas Jugendliebe Anton. Das stört Lenas Partner Sören gewaltig. Da taucht auch noch Victorias völlig unromantischer Sohn Charlie auf.

Er bietet zwar seine Hilfe an, verstört allerdings mit seiner sarkastischen Art die Kunden. Trotzdem beginnt Lena, ihr Leben – vor allem ihre, wie sie meint, romantische Beziehung zu Sören – zu hinterfragen. Sie gerät zwischen die drei Männer Sören, Anton und Charlie.

„Inga Lindström: Hochzeitsfieber“: Der Drehort

Wer die vorangegangenen Filme der Inga-Lindström-Reihe kennt, der ahnt, dass auch hier wieder an der schwedischen Ostseeküste gedreht wurde. Tatsächlich habe ich es bislang bei noch keinem Film dieser Reihe erlebt, dass er irgendwann einmal nicht in Schweden gedreht worden wäre.

Denn wie so häufig scheint es auch bei dieser Reihe der Fall zu sein, dass man sich einmal für eine Reihe von Drehorten oder sollte ich besser sagen einer Drehregion entschieden hat. Die meisten Filme werden nämlich in der Region Sörmland gedreht, einige Szenen entstehen aber auch in Stockholm und Umgebung oder auf Öland.

Bei diesem Film ist es nun bislang so, dass ich euch nicht mit Gewissheit sagen kann, wo er spielt, denn ein genauer Drehort wurde ihr nicht bekannt gegeben, es ist aber davon auszugehen, dass auch hier der Standard von Schwedens Ostseeküste erhalten bleibt.

Fakt ist jedoch, dass die Region, in der bislang alle Inga-Lindström-Filme gedreht wurden, eine Reise wert ist und man somit sagen muss, dass sich die meisten Filme auch auf und einer schönen ja fast schon idyllischen Kulisse anbieten.

Wer einmal die typischen Inga Lindström-Drehorte persönlich kennenlernen möchte, kann sogar Reisen zu den Drehorten der bisherigen Filme buchen.

„Inga Lindström: Hochzeitsfieber“: Die Besetzung

Magdalena Höfner spielt Lena. Da ich die Schauspielerin bislang noch nie bewusst erlebt habe, habe ich nachgesehen und tatsächlich hat sie bislang hauptsächlich in Episodenhauptrollen in Serien mitgespielt. Auch handelt es sich meines Wissens um ihre erste Besetzung für einen Film der Inga-Lindström-Reihe und des Herzkinos.

Nicht viel anders sieht es auch bei Jonas Minthe aus, der für die Rolle des Charlie besetzt wurde. Neben seinen Episodenhauptrollen für das Fernsehen, spielte aber auch am Theater.

Anders ist dies bei Adelheid Kleineidam, die wir als Victoria in „Hochzeitsfieber“ erleben werden. Sie kenne ich bereits aus „Die Drei von der Müllabfuhr“.Auch dort verkörpert sie die Rolle einer selbstbewussten Frau, die genau weiß, was sie will.

Also erwarte ich, dass die 55-jährige auch in der Rolle als Hoteldirektorin durchaus zu überzeugen weiß, bin allerdings sicher, dass sie sich doch ein wenig anders darstellen wird, als wir es von „Die Drei von der Müllabfuhr“ kennen. Sicher wird ihre Rolle nicht unbedingt die lustigste, aber wie so häufig trägt sie sicher zur unterhaltenden Komponente bei, schließlich bietet ihr Hoteldesaster die Grundlage für den weiteren Verlauf des Films.

Thomas Limpinsel spielt Bengt und auch ihn kenne ich bereits aus anderen Verfilmungen. So erlebten wir ihn bereits im Film „Ein Wochenende im August“. Darüber hinaus kenne ich ihn aus zahlreichen Episodenrollen in diversen Serien. Aber auch im Rahmen einiger dauerhafter Nebenrollen. So spielt er zum Beispiel seit 2015 auch in der Reihe Lena Lorenz mit.

Persönlich staune ich immer wieder darüber, wie wandelbar er als Schauspieler ist. Die Rollen, die er verkörpert, sind nämlich nicht unbedingt auf einen Rollentyp festgelegt, sondern können sich in ihrer Charakteristik voneinander unterscheiden. Gleichzeitig scheint es so, als bliebe er sich selbst stets treu. Insoweit bin ich sehr gespannt, welche Charakteristik er mit der Rolle Bengt darstellen wird.

Laura Cuenca Serrano spielt Ilvy und auch wenn ich sie als Schauspielerin bislang erlebt habe, ob ich hier auf eine temperamentvolle und charismatische Darstellung. Darüber hinaus erleben wir als Zuschauer, Julian Bloedorn als Anton. Philipp Lind gibt den Sören. Ihn kennen einige Zuschauer vielleicht bereits aus „Kudamm 63„.

Heide Ackermann verkörpert Gunda. Sie kennen die langjährigen Zuschauerinnen und Zuschauer der Inga Lindström-Reihe zum Beispiel aus „Ausgerechnet Söderholm„.

Philipp Sonntag stellt Gustav dar. Meiner Meinung nach ist Philipp Sonntag ein echtes Original, ich kenne ihn als Schauspieler schon seit einigen Jahren, da ich ihn schon seinerzeit bei der Lindenstraße kennengelernt habe. Philipp Sonntag spielt meistens echte Charakterköpfe in den Körpern älterer Herren.

Ihn als einen junggebliebenen Kindskopf zu bezeichnen, wäre wohl in vielen Rollen äußerst passend, allerdings mag ich die Art, wie er seine Rollen verkörpert, denn jedem einzelnen schauspielerischen Ergebnis merkt man seine Spielfreude an. So hoffe ich, dass der 79-jährige Philipp Sonntag noch einige starke Rollen spielen wird.

Armin Marewski erleben wir als Frederic. Auch er ist als Schauspieler sicher kein Unbekannter, und dennoch hat er sich eher über Episodenhauptrollen einen Namen gemacht.

Erwartungen an „Inga Lindström: Hochzeitsfieber“

Aufgrund der starken Geschichte erwarte ich bei „Inga Lindström: Hochzeitsfieber“ eine vergleichsweise starke Komödie mit vielen Turbulenzen, die aber auch mit einer ernsthaften Komponente ausgestattet sind und somit für gute Unterhaltung sorgen.

Tatsächlich bin ich mir nicht sicher, wer hier am Ende wohl wen heiraten wird und welche Hochzeiten vielleicht noch gar nicht zustande kommen. Aber in einem Punkt bin ich mir sicher. Geheiratet wird in einem Film namens Hochzeitsfieber wohl auf jeden Fall.

Ich bin mir darüber hinaus unsicher über die Tatsache, ob wir mit diesem Film tatsächlich eine eingespielte und erprobte Besetzung haben. Gleichzeitig glaube ich aber, dass die Besetzung sich bewusst die Waage aus frischen Gesichtern und lang eingespielten Schauspieler. Die bunte Mischung macht hier vielleicht auch den Reiz aus, wenn es um die Geschichte selbst geht.

Ergänzend wundere ich mich ein wenig darüber, dass dieses Mal über die Drehorte vergleichsweise wenig bekannt gegeben wurde. Praktisch nichts darüber, in welchen Städten oder kleineren Orten gedreht wurde. Die Region der Ostseeküste Schwedens ist ja vergleichsweise umfassend.

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass bei diesem sicher emotionalen Film auch eine starke Kulisse zu überzeugen weiß. Aus diesem Grund kann ich euch gegenüber wohl spekulieren, dass ich das Einschalten bei diesem Film wieder lohnen könnte. Übrigens hoffe ich auch auf einen starken Soundtrack, aber den werden wir mit Sicherheit heute Abend ab 20:15 Uhr erleben.

Für all jene Zuschauerinnen und Zuschauer, die heute Abend vielleicht etwas anderes bevorzugen, könnte sich auch der Blick in die Mediathek lohnen, wo man neben dem aktuellen Film der Reihe auch vorangegangene Filme erleben.

Was ich in den aktuellen Herzkino Filmen ein wenig verwunderlich, ist, dass sich offenbar das Prinzip eine Frau zwischen mehreren Männern zu etablieren scheint. Persönlich finde ich das überaus unterhaltsam, wenn man es als Zuschauer in einem Film erlebt, frage mich aber ob die Tendenz wirklich zum Zweitpartner geht, beziehungsweise zur Frage wen man sich entscheidet.

Eins darf ich euch auf jeden Fall versichern, meiner Meinung nach ist aufgrund dieser Geschichte schon eines gewiss: gute Unterhaltung ist garantiert.

Letztlich bin ich mir sicher, dass „Inga Lindström: Hochzeitsfieber“ bei mir ähnliche Erwartungen erfüllen kann, wie zuvor schon beispielsweise „Klang der Sehnsucht“ oder „Die Braut vom Götakanal„.

Sharing is Caring! Hilf mit, diesen Beitrag bekannt zu machen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

vielleserin
Die mobile Version verlassen