ZDF-Herzkino, 20.15 Uhr: “Ella Schön – Sturmgeschwister”

Voraussichtliche Lesezeit: 5 Minuten.

Keiner zuhause! Die beiden Schwestern Jana (Zsa Zsa Hansen, l.) und Nelly (Anais Cherif, M.) fühlen sich von ihren eigenen Eltern vernachlässigt und begeben sich ausgerechnet in Ellas (Annette Frier, r.) Obhut.(c)ZDF/Marc Vorwerk.

Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt das ZDF den vierten Teil aus der “”-Reihe mit Annette Frier als . Die heutige Episode heißt “Sturmgeschwister”. Die letzten drei Folgen versprachen ungeheure Unterhaltung durch Situationskomik. So geriet aufgrund ihrer eigenen Erkrankung immer wieder in für Außenstehende unfassbare Situationen. Und auch heute glaube ich, wieder nicht enttäuscht zu werden. Auch der Episodentitel verspricht “stürmische” Unterhaltung, weiß man doch zunächst gar nicht, wie dieser Titel zustande kommt.

Inhalt

“Ella bekommt ungewöhnliche Kundschaft: Sie soll zwei pubertierende Schwestern gegen ihre Eltern vertreten. Die beiden Mädchen fühlen sich nicht genug geliebt und wollen von zuhause weg. Also ziehen sie kurzerhand  in Christinas Baumhaus ein, Ravioli aus der Dose inklusive. Da Christina die Eltern, Besitzer einer Fischbrötchenbude am Hafen, kennt, versucht sie, zu vermitteln. Leider erfolglos. Am Ende ist es Ella, die hinter ein berührendes Familiengeheimnis kommt.
Unterdessen holt die  Vergangenheit die beiden Freundinnen Ella und Christina erneut ein – in Gestalt von alten Briefen des inzwischen verstorbenen Thomas. Der sehr unterschiedliche Umgang mit der aufwühlenden Post treibt erneut einen Keil zwischen die beiden Frauen.

Nach den missglückten Dates mit Jannis läuft die Beziehung mit Ella auf Sparflamme. Das ändert sich schlagartig, als eine alte Schulfreundin von Jannis auftaucht, die sich gehörig an ihn ranschmeißt”, so verrät das ZDF im voraus.
Anhand der voran gegangenen Geschichten kann man nun darauf schließen, dass sich diese Geschichten nur aufklären lassen, wenn Ella und ihre Freunde zusammen halten. Denn sowohl die beiden Mädchen als auch die Briefe von Thomas, Ellas verstorbenen Ehemann, fordern Ellas und Christinas ganze Aufmerksamkeit.

Die Schauspielerin Julia Richter über ihre Rolle als Christina im ZDF-Interview

“Die e erzählen von der Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen. Wie verändert sich die Beziehung zwischen Ella und Christina?
Natürlich lernen sich Ella und Christina mit der Zeit immer besser kennen. Beide haben ihre Macken und Muster, sind sehr unterschiedlich. Die eine braucht Struktur, die andere liebt sozialen Austausch. Christina kommt vor allem durch ihren wirbeligen Alltag immer wieder an ihre Grenzen, dabei fällt es ihr schwer, manche Reaktionen und Aktionen von Ella hinzunehmen. Aber sie weiß natürlich auch, dass Ella oftmals nicht anders reagieren kann und dass sie es nie böse meint.
Obwohl Christina ihren stressigen Alltag meist gut gelaunt bewältigt, erscheint sie tendenziell chaotisch. Was mögen Sie an Ihrer Figur?
Ich mag Christina sehr. Sie ist ein positiver, offener Mensch – alleinerziehend mit drei Kindern, besitzt ein Café und lebt mit der Ehefrau des Mannes ihrer Kinder zusammen, was mit Argwohn der Dorfbewohner betrachtet wird.
Corinna Marx, die Redakteurin unserer Reihe, beschrieb Christina als einen unkonventionellen Freigeist mit einem großen Herzen, der immer erst mal ja zu allem sagt. Meine Spielfreude und Phantasie beginnen da zu hüpfen! Es klingt nach Emotionen, Konflikten und Leben – nach ge- und überfordert sein. Für mich als Schauspielerin ist diese Rolle ein Geschenk.
Christina kann Dinge, die sie beschäftigen, nicht lange verbergen. Mir fällt es hingegen nicht immer leicht, Unangenehmes sofort anzusprechen. Wenn ich mich beschreiben sollte, ist “strukturiert sein” sicher nicht unter den Top Ten meiner Eigenschaften. Organisiert bin ich auf jeden Fall, aber ich habe meist zu viele Baustellen gleichzeitig (lacht).
Nach Thomas’ Tod streckt Christina ihre Fühler erstmals in Richtung Männerwelt aus, sieht sich wieder als Frau und nicht nur als Mutter. Was bedeutet dieser Schritt für sie?
Es ist eher das “Sich-wieder-als-Frau-spüren” als der Wunsch nach einer neuen Beziehung. Damit hat Christina ja ohnehin einen eigenen Umgang: Sie war jahrelang die Geliebte und hat mit dem Vater ihres ältesten Sohnes auch nie zusammengelebt. Tatsächlich habe ich auch bei meinen eigenen Kindern nach einem Jahr gemerkt, dass ich wieder aufwache und “die alte Julia” auch noch zu meinem Leben gehört. Daher kann ich Christinas Wunsch und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.
“Sturmgeschwister” dreht sich um zwei Schwestern, die sich vernachlässigt fühlen, weil die Eltern oft nicht da sind. Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste für Kinder?
Meine Kinder sollen spielen so viel und so lange sie wollen – ich tue es ja selbst immer noch. Die Dinge, die mir wichtig sind, versuche ich mit meinen Kindern zu leben, und hoffe, dass ich sie so auch weitergebe. Dazu zählen ehrlich bleiben, zuhören und hinschauen, miteinander Schönes erleben, gemeinsam lachen und in den ersten Jahren viel miteinander kuscheln.
Wie haben Sie die Dreharbeiten auf Fischland Darß in Erinnerung?
Bis zu unseren Dreharbeiten kannte ich außer Prerow und Ahrenshoop wenig von Fischland-Darß-Zingst. Neben der Ostsee, den Strandspaziergängen und der Natur, begeistern mich die Menschen auf der Halbinsel. Sie sind wunderbar normal, leben gerne da, sind bei sich und trotzdem offen und neugierig.”

Drehort

Die Region Fischland Darß-Zingst liegt nördlich von Stralsund, zwischen Ahrenshoop und Prerow. Es liegt auch nördlich des Saaler Bodden an der Ostsee. Es ist dies auch eine beleibte Urlaubsregion. Hier spielt die Geschichte rund um die ursprünglich aus Frankfurt am Main stammende Hauptfigur , gespielt von der unverwechselbaren Annette Frier.

Über die Schauspielerin Annette Frier

Annette Frier ist mir seit Jahren bekannt. Ich habe sie in en wie “Die Müttermafia”, “Sophie kocht” und “das Pubertier” genossen. Gleichzeitg weiß ich aber auch, dass sie für den WDR an Produktionen wie “Dinner op Kölsch” mitgewirkt hat. Ebenso wie an der Impro-Comedy Schillerstraße. Annette Frier ist eine wandelbare Schauspielerin, die als Sprecherin auch schon einige Hörbücher eingelesen hat. Darunter auch “Dann press doch selber, Frau Dokta” von Dr. Josephine Chaos.

Erwartungen

Nachdem es auch bei diesen en wieder einige Äußerungen über den Asperger-Autismus gab, halte ich mich an dieser Stelle zurück. Wer meine Meinung zum Thema lesen will, kann in einem der voran gegangenen Beiträge zu den en um nachlesen. Vielmehr soll es an dieser Stelle um meine Erwartungen gehen. Ich erwarte eine gesellschaftskritische wie humorvolle Geschichte vor Ostsee-Kulisse . Das Zusammenspiel der beiden Schauspielerinnen in den Hauptrollen wird mich auch dieses Mal wieder überzeugen. Aus diesem Grund wünsche ich euch einen schönen Abend mit dem “Herz-Kino” und der Reihe “”. Bei Annette Frier und Julia Richter weiß ich, dass dieser keinesfalls langweilig wird.

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