Verkleidungen…

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… sind aus der Geschichte immer wieder bekannt. Auch in der Maurin nehmen Verkleidungen eine besondere Rolle ein. Sie geben Zahra nämlich die Möglichkeit eine begrenzte Zeit in ihrem Leben frei zu sein.

Die Verkleidungen sind auch für den Verlauf des historischen Romans “Die Maurin” von immenser Wichtigkeit. Durch diesen geschlechtlichen Rollentausch lernt die Heldin des Romans Gonzalo kennen und kann ihn so zum Teil aus echt misslichen Lagen befreien. Zwar ist das Spiel, welches sie aufgrund ihres Rollentausches spielen muss, kein besonders einfaches und auch sehr gefährliches, aber es unterhält mich als Leser doch sehr zu sehen, wie die Lage um die Maurin immer brenzliger wird. Sie agiert immer natürlicher in ihrer Rolle als “Mann” und wird zudem immer souveräner. Gefördert durch Aischa durchschaut sie schnell die Geschicke der damaligen Zeit und die politischen Intrigen. Sie erkennt, wer Gutes tut und wer schaden will.
Ihre eigene Freiheit und die ihrer Familie ist ihr wichtig. Sie kombiniert zum einen die Fürsorglichkeit der Frau der damaligen Zeit mit dem Kampfeseifer und Mut der Männer der damaligen Zeit. Aus diesem Grund könne man sie durchaus als emanzipierte Frau ihrer Zeit betrachten.

Sie ist keinesfalls eine Emanze im heutigen Sinne, jedoch selbstständig genug um Leben an der Seite eines Mannes zu führen und dabei ihre eigene Freiheit nicht aufzugeben. Zahra braucht keinen Mann, der sie unterdrückt oder vergewaltigt.Dennoch befindet sie sich meiner Meinung nach derzeit in einem Irrglauben, wenn sie glaubt, dass sie als Frau der damaligen Zeit im Mittelalter genauso viel Macht erreichen kann wie die Männer in ihrer Umgebung. Dazu fehlte den Frauen der damaligen Zeit das Ansehen in der Gesellschaft. Durch die Unterstützung Aishas wird sie zwar in die politischen Geschicke des maurischen Granadas eingeweiht. Dennoch und obwohl sie Empfehlungen geben kann sie machtlos. Meiner Meinung nach überschätzt zum derzeitigen Zeitpunkt der eigenen Macht. Ich bin gespannt wie es auf den letzten knapp 300 Seiten weitergehen wird. Wenn sie am Ende tatsächlich mit Gonzalo zusammen leben will, so muss ich am Ende noch einiges ändern. Zudem gilt der kastilische Gesandte derzeit als verheiratet. Zwar ist der in seiner eher nicht sonderlich glücklich, aber dennoch galten in der damaligen Zeit mehr als sie heute gelten. Eine Scheidung dürfte seiner Ehre und seinem Ansehen nicht sonderlich gut bekommen.

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