„Santa wider Willen“ von Jana von Bergner

“Santa wider Willen” von Jana von Bergner
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Bei „Santa wider Willen“ von Jana von Bergner handelt es sich um das dritte Weihnachtsbuch, das ich euch in diesem Jahr vorstellen möchte. Gleich zu Beginn lernen wir Ian an seinem Arbeitsplatz kennen. Er ist Informatiker in einer großen Firma und freut sich auf seinen Weihnachtsurlaub.

Doch als es dann zu einem technischen Problem kommt, welches Ian verantworten muss, ist nicht nur die ganze Kundenkartei weg, sondern auch Ians Urlaub gestrichen. Statt Weihnachten mit seiner Familie soll er es nach Meinung seines Chefs Bradley lieber bei dessen Schwester Kendra und ihrem Sohn Jackson verbringen. Kendra hat sich vor einiger Zeit vom Vater des Kindes getrennt und lebt nun zurückgezogen in einer Waldhütte in Maine.

Wer „Hochzeit in Maine“ von Jana von Bergner kennt, kennt ihre Vorgeschichte und weiß, dass er bei seiner besten Freundin Amber nicht landen konnte. Seine Gedanken an besagte Amber, über deren nicht erwiderte Liebe er noch nicht hinweg ist, haben letztendlich auch den Fehler in seiner Firma begünstigt. Und es war nicht der erste dieser Art. Wirft Bradley ihn raus, kann er jedoch seine Eltern und seine Schwestern, die in Phoenix leben, nicht mehr unterstützen, um seinen drei Schwestern den Collegebesuch zu ermöglichen. Ian muss also alles dafür tun, um irgendwie seinen Job zu behalten.

Alleinerziehende Mutter trifft Santa mit Herz

So trifft schließlich Kendra, die alleinerziehende Mutter, auf einen Santa mit Herz. Jackson freundet sich gleich einmal mit Ian an, schließlich möchte er beim Weihnachtsmann nur den besten Eindruck hinterlassen. Ian erwidert dessen Bemühungen, denkt aber gar nicht daran, ihm den Glaube an den Weihnachtsmann zu nehmen. Kendra staunt ihrerseits darüber, wie offen Jackson mit dem Fremden umgeht, schließlich ist er sonst aufgrund seines Stotterns ein eher introvertierter Fünfjähriger.

Als es schließlich zu einem Schneesturm kommt, sind Ians Pläne, noch am gleichen Tag oder spätestens am nächsten Morgen nach Phoenix weiterzureisen um das Weihnachtsfest mit seiner Familie nachzuholen, unmöglich. An einen Aufbruch durch die nicht geräumten Wälder Maines oder gar einen Flug rüber nach Phoenix ist nicht zu denken.

Dabei tat Kendra doch alles, um Santa noch rechtzeitig auf die Reise zu schicken. Nun sitzt Santa also fest und bleibt erstmal bei Kendra und Jackson. Beide Erwachsenen hätten es dabei wohl kaum für möglich gehalten, welche Provokation Ians Aufenthalt für Bradley darstellt. Gelingt es ihm am Ende, seinen Job zu retten, das Weihnachtsfest mit seiner Familie nachzufeiern und Jackson seinen Glauben an den Weihnachtsmann zu erhalten?

Handlung gewohnt konfliktreich

Wer Jana von Bergners Geschichten kennt, der weiß, dass Janas Geschichten keinen Konflikt auslässt, um ihre Bücher so unterhaltsam und interessant wie möglich zu gestalten. Sie will ihre Leser von Anfang bis Ende fesseln.

Der Stil, in dem Jana diese Geschichte nun also erzählt, ist gewohnt provokativ und basiert ein wenig auf den weihnachtlichen Zufällen. Dennoch schafft sie es, Romantik und Glaubwürdigkeit miteinander so zu verbinden, dass daraus eine herzerwärmende Geschichte wird. Trotzdem gleicht diese weihnachtlich anmutende Geschichte nicht dem, was ich bereits von ihr gelesen habe. Im Vergleich zu ihren übrigen Büchern gelingt es ihr, neben Liebe, Drama und Romantik auch eine humorvolle Weihnachtsstimmung zu kreieren, die überaus gemütlich erscheint und somit den Leser oder die Leserin zu entspannten Lesestunden einlädt.

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Sehr zu schätzen weiß ich als regelmäßige Leserin ihrer Bücher auch, das Wiedersehen mit alten Bekannten wie Amber. Denn auf diese Weise verbindet Jana von Bergner als Autorin die eigenen Geschichten miteinander, sodass sie eine eigene Welt schafft. New York bleibt in ihrer Romanwelt nicht länger anonym, stattdessen bekommen ihre Figuren ein ganz eigenes Gesicht.

Charaktere mit Tiefe

Mit jeder Seite, die wir als Leser verschlingen, offenbaren sich die Charaktere dieser Handlung immer stärker. Wir erleben Jacksons kindliche Naivität ebenso positiv wie seine Suche nach dem Schlitten des Weihnachtsmanns als schwierig. Kendra erleben wir einerseits als liebende Mutter, andererseits aber auch als Schwester eines Bruders, der mit seiner nach außen hin emotionslosen, aber eigentlich sehr gefühlsintensiven Art, die mit dessen Entscheidungen zu kämpfen hat.

Über die Autorin Jana von Bergner

„Liebe, Drama und ganz viel Gefühl: So lautet das Roman-Rezept von Jana von Bergner. Vor ihrer Zeit als Autorin arbeitete sie als Journalistin für einen großen deutschen Zeitungsverlag, doch das Erfinden eigener Geschichten bringt ihr deutlich mehr Spaß. Mit ihrem ebenfalls bücherbegeisterten Sohn und ihrer Hündin lebt sie nördlich von Hamburg.“ (Autorenbiografie)

Stimmungsvolle Liebesgeschichte

Auch „Santa wider Willen“ hat seine winterliche Stimmung und überzeugt mit einer überaus chaotischen, aber umso schöneren Liebesgeschichte, bei der man gleich zu Beginn ahnt, dass es ein Happy End geben sollte. Nicht etwa, weil dieses Happy End um die Ecke liegt, sondern eher, weil wir zu Weihnachten eben ein Happy End erwarten würden.

Der Weg bis zu diesem Happy End ist dabei alles andere als einfach, sodass man zwischendurch gehörig zu zweifeln beginnt. Schließlich ist Santa alles andere als real und birgt auch noch seine Geheimnisse. Ian und Kendra werden also immer wieder neue Steine in den Weg gelegt. Ob und wie es ihnen dennoch gelingen kann, als eine Art Patchwork-Familie zusammenzufinden und ob diese von Dauer sein kann, zeigt sich erst in den letzten Kapiteln.

Fazit zu „Santa wider Willen“

Diese Weihnachtsgeschichte macht Lust, weitere Bücher dieser Autorin zu lesen, es ist ein Highlight zur Weihnachtszeit, ohne tatsächlich ihr bestes Buch zu sein. Jana von Bergner liebt es, in ihren Büchern konfliktreiche Stoffe zu verarbeiten. Sie ist und bleibt eine Expertin für vielschichtige Liebesgeschichte, zu der jede Leserin greifen kann, die einen Liebesroman mit Tiefgang sucht. Tiefgang gibt es nämlich durchaus auch bei dieser Geschichte, allerdings liebevoll verpackt im Mantel einer Weihnachtsgeschichte.

Für wen „Santa wider Willen“ geeignet ist

Auch „Santa wider Willen“ von Jana von Bergner richtet sich nach meinem Dafürhalten wieder eher an eine weibliche Leserschaft. Dennoch ist dieser Roman bei aller Romantik keinesfalls ein konfliktarmes oder scheues Buch, das nicht neben der Romantik auch eine reizvolle Geschichte bietet. All das sorgt letztendlich dafür, dass ich nicht unbedingt sicher sagen kann, dieses Buch wäre ein reines Frauenbuch, wenn man die Liebesgeschichte, die einen großen Anteil hat, einmal außen vor lässt. Dennoch ist „Santa wider Willen“ eher für eine weibliche Zielgruppe gedacht, denn es gibt sie, die Liebesgeschichte.

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