Rezension: “Notorisch Nerz” von Christine Lehmann

Voraussichtliche Lesezeit: 2 Minuten.

Wie ich in einigen vorausgehenden Beiträgen über dieses Buch kurz gesagt habe, handelt es sich um eine Anthologie, das heißt eine Sammlung von Kurzgeschichten. In diesem konkreten Fall sind es acht Kurzgeschichten, die jeweils zwischen 10 und 40 Seiten umfassen. Insgesamt hat das Buch 185 Seiten.

Die Autorin

Christine Lehmann ist als Autorin keine Debütantin. Sie hat bereits 20 Romane veröffentlicht, zuletzt “Mit Teufelsg’walt” (2009), welches ebenfalls bei ariadne erschienen ist. Auch die sogenannten Kurzkrimis, wie sie in diesem Buch gesammelt sind, sind kein Versuch der Autorin. Sie hat bereits 12 Stück geschrieben, acht dieser Kurzkrimis drehen sich um die Hauptfigur Liza Nerz und finden sich nun in einer Anthologie rund um die Figur Liza Nerz wieder. Diese Anthologie trägt den Namen “Notorisch Nerz”.

Christine Lehmann wurde am 23. November 1958 in Genf geboren. Sie hat eine Schwester. Nach erfolgreichem Abitur im Jahr 1978 nahm sie an der Universität Stuttgart das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte auf. Dort promovierte sie 1990 als Literaturwissenschaftlerin und arbeitet seitdem als Nachrichtenredakteurin beim heutigen SWR. Christine Lehmann ist verheiratet.

Auf die Frage “Wie viel Christine Lehmann steckt in Liza Nerz oder umgekehrt?” hat sie übrigens geantwortet: “So viel oder so wenig, wie eine Mutter genetisch in ihrem Kind steckt. Kinder entwickeln schnell ein Eigenleben und die Eltern sind nicht mit allem einverstanden, was sie tun, lieben sie aber trotzdem.” (http://www.lehmann-christine.de/)

Der Inhalt

Ich selber habe das Buch “Notorisch Nerz” eigentlich sehr gerne gelesen, auch wenn ich es nicht unbedingt als einen guten Einstieg in die Romanserie rund um Liza Nerz sehen würde. Liza Nerz ist eine eigensinnige Person, die durchaus selbstbewusst erscheint. Sie hat einen Dackel namens Cipión. Außerdem trägt sie gerne Anzüge und stolpert häufig in Kriminalfälle hinein. Des Weiteren unterhält Liza eine Freundschaft mit dem Staatsanwalt Dr. Richard Weber. Diese Freundschaft spielt auch in den Kurzgeschichten eine nicht unwichtige Rolle.

Man merkt jeder Figur an, dass sie mit viel Liebe zum Detail skizziert wurde. Die Charaktere sind vielschichtig und haben eine Vorgeschichte. All dieses lässt sie menschlich erscheinen. Aufgrund der etwas egozentrischen Art der Hauptfigur Liza Nerz sind die Geschichten häufig sehr skurril. Sie sind außerdem sehr abwechslungsreich und keinesfalls langweilig.

Die Handlungen selbst könnten unterschiedlicher nicht sein. Selbst die Spielorte der Kurzgeschichten unterscheiden sich. Die erste Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema Wein. In der zweiten erforschen Liza Nerz und Richard einen Zwischenfall der Vergangenheit und besuchen zu diesem Zweck eine Universitätsbibliothek.

Doch ich will keinesfalls zu viel über die Geschichten sagen. Nur so viel: Lizas einzigartige Art lässt die Geschichten zu etwas ganz Besonderem werden. Aus diesem Grund kann ich jedem diese Geschichten ans Herz legen. Sie sind abwechslungsreich und kreativ.

Meiner Meinung nach geht die Vielfältigkeit der Handlungen zum größten Teil auf die Komplexität der Figuren zurück. Die Figuren sind keinesfalls eindimensional, sondern haben viele Gesichter.

Ich bedanke mich beim Ariadne-Verlag für die Bereitstellung der Bücher “Taxi ins Chaos” von Martha Miller und “Notorisch Nerz” von Christiane Lehmann.

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"Notorisch Nerz" von Christine Lehmann
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