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Ihr habt nicht nur nach dem verliebten Zylinder …

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… gesucht, sondern auch nach “Still missing – Kein Entkommen”. Nach beidem wird gleichermaßen gesucht. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, ihr Lieben. Ich hoffe, das ist euch klar. Aber ok, ich will mal nicht so sein …
“Still Missing” habe ich vor etwas mehr als einer Woche im Rahmen von crimethrill erhalten. Jetzt habe ich es angefangen und lese es parallel zu “Seenacht”.
Gleichzeitig betreue ich die Leserunde. Da ich das Buch schon gelesen habe und mir auch Notizen gemacht habe, ist dieses durchaus möglich. Dennoch muss ich zugeben einfach ist es nicht. Morgen werde ich wieder einen Abschnitt in meiner Leserunde diskutieren. Dann kann ich vielleicht am Sonntag oder Montag meine Rezension hier posten.
Heute möchte ich euch aber wie gesagt etwas zur Suchanfrage “Still Missing” sagen. Obwohl ich bisher nicht wesentlich über die Seiten der Leseprobe hinausgekommen bin, kann ich euch schon sagen, dass ich das Buch sehr gut finde. Gerade die ungewöhnliche Perspektive zieht mich ziemlich hinein.
Die Perspektive ist gut gewählt, denn die Erzählerin ist Annie O’Sullivan, das Opfer. Diese ist gleichzeitig Erzählerin und in der Geschichte drin. Das ist jedoch nicht das, was ich ungewöhnlich finde. Vielmehr ist es die Idee, das ganze Buch in Sitzungen bei einer Psychotherapeutin aufzuteilen und die Therapeutin dann in den “Hintergrund” zu stellen. Der Leser fühlt sich durch diese Idee direkt angesprochen.
Nicht nur das macht das Buch zu etwas Ungewöhnlichem. Die direkte Ansprache und der Aufbau sorgen dafür, dass man sich von der Handlung distanziert, sich aber geleichzeitig verbunden fühlt. Annie erzählt ihre Geschichte zwar aus der Ich-Perspektive und dennoch wirkt es so, als sei sie eine Art auktorialer Erzähler, der über den Dingen steht.
Diesen Effekt schiebe ich momentan auf die Zeit, die zwischen der Entführung und der Erzählung liegen muss. Annie beginnt, das Erlebte zu verarbeiten. Sie kennt die ganze Geschichte und erzählt sie trotz Ich-Perspektive, so als sei sie einer anderen passiert. Man hat das Gefühl Annie O’Sullivan löst sich von ihrem Vor-Entführungs-Ich.
Das alles lese ich aus den wenigen Seiten, die ich bisher gelesen habe. Mehr kann ich momentan noch nicht zum Buch sagen. Außer vielleicht eines: Ich glaube, dieses Buch ist nichts für schwache Nerven.
Auch zu “Seenacht” möchte ich, obwohl ihr nicht danach gefragt habt, etwas sagen. Ich verspreche ich mache es kurz: “Seenacht” ist ein ebenso ungewöhnlicher Krimiroman wie “Still Missing”. Allerdings geht dieses hier nicht auf die Perspektive oder besondere Brutalität zurück. Es ist vielmehr ein “Lebensartkrimi” Alexander Ballhaus beschreibt nicht du den Fall, sondern auch das, was links und rechts davon stattfindet. So geht es neben dem Fall um gutes Essen und noch ganz andere Genüsse.

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Marie

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