Ich habe mit „Feigen in Detroit“ von Alia Yunis begonnen…

Voraussichtliche Lesezeit: 1 Minuten.

… und finde das Buch richtig toll. Die Aufmachung wirkt nicht zuletzt durch seine Einfachheit und die Liebe zum Detail sehr edel und hochwertig. Die liebevollen Details finden sich einmal in der Verzierung des Autorennamen, zudem aber auch in der Beigabe des Familienstammbaums. Das einzige, was ich ohne Lesebändchen etwas schwieriger finde, ist die Verwendung des Glossars.
In der Geschichte entdecke ich ein arabisches Wort. Dieses möchte ich gerne im Glossar nachschlagen und verblättere dabei die Seite. Auf Dauer ist das ein wenig ärgerlich. Wenn es kein Lesebändchen gibt, wäre die Eingliederung des Glossars in den Text z.B. als Fußnoten sinnvoll gewesen.
Das Buch selbst macht mir im Moment unglaublich viel Spaß. Das erste Kapitel ist bereits sehr atmosphärisch und auch Scheherazade ist bereits einmal aufgetreten. Doch damit ihr wisst, worum es bei dem Buch überhaupt geht, stelle ich euch hier die Produktbeschreibung von Amazon ein: “Fatima vor 992 Tagen zu ihrem Lieblingsenkel nach LA gezogen ist, kommt Scheherazade jede Nacht auf ein Pläuschchen vorbei. Leidenschaftliche, pikante Geschichten möchte die sagenumwobene Prinzessin von Fatima hören, doch die erzählt nur von ihrem Haus im Libanon, das sie vor 68 Jahren verlassen hat, um ihrem ersten Mann in die USA zu folgen, zu Mister Ford und seiner River-Rouge-Fabrik. Welchem ihrer acht ungeratenen, über ganz Amerika verteilten Kinder soll sie es bloß vererben, wenn sie in Bälde das Zeitliche segnen wird? Besagte “Kinder” sind unterdess mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt: eigenen ungeratenen Sprösslingen, dem Partner, dem Job, Alkoholproblemen, Krebs oder einfach nur dem verzweifelten Versuch, den texanischen Nachbarn ihre arabische Herkunft zu verbergen. Liebevoll, zutiefst menschlich und dabei grandios komisch zeichnet Alia Yunis das Bild einer ganz normalen amerikanischen Familie – aus dem Libanon – und eines Jahrhunderts der Integration und Desintegration im Melting Pot der Kulturen.”
Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein Buch, das gelesen werden muss. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich es im Rahmen der Lovelybooks-Testleserunde mitlesen kann.

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