“Feigen in Detroit” von Alia Yunis lese ich jetzt…

… trotz Schneegestöber weiter, aber wie ich schon feststellte, ist das Buch, ein Buch auf das man sich konzentrieren muss. Inzwischen komme ich mit dem Buch ganz gut zurecht und obwohl das Buch nicht wiklich zum Wetter passt lese ich heute Seite um Seite. Ich kenne jedes Familienmitglied von Fatima. Scheherazade erscheint mir aufgrund ihrer platten, unkritischen und unflexiblen häufig vorhersehbar, berechenbar und deplaziert. Mit der Scheherazade wie wir sie aus den Märchen von 1001. Nacht kennen, hat diese im Moment noch nicht viel zu tun. Sie erscheint mir nicht so vielschichtig, sondern eher eine ironische Parodie.
Die einzelnen Teile der Geschichte, die sich nicht zuletzt auch aufgrund der unterschiedlichen Familienmitglieder ergeben, unterstreichen das ganze Bild einer Familie. Die Familienmitglieder sind hierbei jeweils mit einzelnen Teilen eines Mosaiks vergleichbar, dass nur ein komplettes Bild ergibt, wenn alle Teile, das heißt alle Familienmitglieder anwesend sind. Wie es sich bei einer typischen arabischen Familie ergibt, handelt es sich um mehrere Generationen. Die Ältesten, Fatima und Ibrahim sind hierbei diejenigen, die man als Familienoberhaupt der bezeichnen kann. Fatima, die am Ende ihres Lebens steht erzählt über Dinge, die sie mit ihrer Familie erlebt hat. Scheherazade guckt sich die einzelnen Familienmitglieder schließlich selbst an und begleitet sie ein Stück ihres Lebens.
Die Leben und ihre Geschichte könnten kaum unterschiedlicher sein, sie reichen von dem schwulen Enkel über die krebskranke Tochter bis hin zu ihrem Ex-Ehemann Ibrahim, mit dem sie sich vor ihrem Tod noch aussöhnen möchte. Als Leser dieses Buches habe ich immer eine Art Rundblick über die einzelnen Geschichte, den ich erlebe nicht nur Fatima, sondern auch ihre Kinder und Enkelkinder. Der Erzähler scheint demnach entweder nicht zu existieren oder eine Art allwissender Erzähler zu sein.
In gewisser Weise, weiß man von vornherein, dass Fatima am Ende sterben wird. Das jedoch macht das Buch zusätzlich spannend, denn ich als Leser weiß zwar, das Buch hat 450 Seiten und dennoch habe ich keine Ahnung, wann und unter welchen Umständen und wann Fatima tatsächlich stirbt. Wird sie am Ende all das erreicht haben, was sie sich vorgenommen hat?

Ich habe das Buch immer noch nicht zu Ende gelesen, da ich glaube, dass man sich für die einzelnen Geschichten Zeit nehmen muss um sie zu verstehen.

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