Blogtour: “Spreewaldrache” – Die Spreewaldkultur und die sorbische Minderheit

Voraussichtliche Lesezeit: 4 Minuten.

Seit dem 6. Jahrhundert zog es slawische Stämme in die Region des Spreewalds. Sie siedelten an und brachten auch ihr Brauchtum und zahlreiche Traditionen mit. Heute leben nach offiziellen Angaben rund 60.000 Sorben in Deutschland, zwei Drittel davon in der Oberlausitz. Ein weiteres Drittel in der Niederlausitz und im Spreewald.

Die sorbische Fastnacht

Den Winter austreiben – das ist die Idee hinter der sorbischen Fastnacht. Traditionell gibt es Umzüge mit Kostümen und Gewändern. Jene sorbischen Bewohner, die nicht am traditionellen Umzug der Zamperleute  beteiligt sind, stellen Speck, Eier, Geld und Schnaps bereit, während die Zamperleute mit Musik, Tanz, Kostüm und Geldkassette durch den Ort ziehen. Zum Abschluss dieses Festes gibt es Tanz und Eierkuchen.

Mich persönlich erinnert die Beschreibung des Festes ein wenig an eine Mischung aus Sternensingern, Karneval, Tanz in den Mai und österreichischer Krampuslauf.

(Nicht nur) sorbische Ostertraditionen

Auch zu Ostern gibt es einige spezielle Aktivitäten, die es in anderen Kulturen und Regionen so nicht zu geben scheint. Ostereier werden in der sorbischen Kultur beispielsweise mit Ornamenten und traditionellen Zeichnungen versehen. Hierbei werden spezielle Techniken verwendet, die vermutlich von Generation zu Generation weitergegeben werden. Damit Ihr Euch das einmal vorstellen könnt, zum Teil kommen Wachs oder ätzende Chemikalien zum Einsatz . Dabei wird den einzelnen Ornamenten eine spezielle Bedeutung zugewiesen. So schützen Wolfszähne in Form von Dreiecken vor dem Bösen und geben Kraft.

Auch die Herstellung des Osterwasser ist eine Tradition der Sorben. Das Osterwasser wird aus einem Bach geschickt und danach schweigend nach Hause transportiert, ohne dass auch nur ein einziger Tropfen verschüttet werden darf. So soll das Wasser selbst rein bleiben. Dem Osterwasser wird eine verjüngende und heilende Wirkung nachgesagt.

Auch das traditionelle Osterreiten ist den katholischen Sorben heilig. Dabei ist vor allem die frohe Botschaft zu verbreiten, dass Christi wieder auferstanden sei.

Traditionen der Ernte

Ja, auch die Erntezeit ist bei genauerer Betrachtung sehr stark von Traditionen durchzogen, und das besonders im Spreewald. Dass es hierbei keinesfalls um die Spreewälder Gurken geht, fällt dabei auf, wenn man sich die Traditionen einmal mehr ansieht. So wird beim Hahnrupfen ein geschlachteter Hahn an einem Tor gehangen, welches zuvor reich verziert wurde. Der Kopf des Tieres wird dabei so angebracht, dass die jungen Männer des Ortes ihn erreichen können. Jena, der ihn erreicht, bekommt schließlich einen Tanz mit der Gewinnerin des Froschkarrens.
Diese Tradition erinnert mich irgendwie ein wenig an die Schützenfeste in einigen Orten.

Das Froschkarren ist übrigens eine Art Eierlauf, mit einem Frosch. Genauer gesagt geht es dabei darum, einen Karren, in dem auf einer Straße ein Frosch sitzt von einem Startpunkt zu einem Zielpunkt zu bringen, sowohl Frau oder Mädchen als auch Karren und Frosch müssen sowohl den Start wie auch das Ziel erreichen. Die Gewinnerin tanzt mit dem Gewinner des Hahnrupfens.

Kulturelle Vielfalt trifft Sprache, Sagen und Rezepte

Ja, tatsächlich ist es so, dass die Sorben, auch jene im Spreewald, eine eigene Sprache entwickelt haben, in der sie ihre Kultur noch stärker definieren können. Dieses wird auch deutlich, wenn man sich anguckt, welche Sagen es über die Kultur und den Spreewald gibt, aber auch die sorbische Küche, auf die Carmen zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen dieser Blogtour sicher noch einmal eingeht, wenn Sie über die Spreewälder Rezepte spricht, sind durchaus interessant und bieten sicherlich die eine oder andere Inspiration für einen Krimi. Leider haben wir mit Ausnahme von Schiebschick bislang recht wenig über die sorbische Kultur erfahren. Auch Schiebschick selbst sagt dabei jedoch wenig über seine Kultur, sondern lässt lediglich so Wörter wie “holca” einfließen. Dennoch merkt man natürlich, dass im Spreewald mehrere Kulturen aufeinandertreffen und somit den Spreewald zu einem einzigartigen Erlebnis machen.

Das Gewinnspiel

Bevor ich euch nun einen Überblick über die anderen Stationen  gebe, komme ich zunächst zur Gewinnspiel-Frage dieser Station: „ Welche ist eure liebste sorbische Tradition?“

Zu den Teilnahmebedingungen geht es hier.Der Versand erfolgt über Christiane Dieckerhoff und https://www.spreewald-praesente.de/spreewald-praesente/startseite/. Ausgelost wird übriges am 12. Juni.

Die Gewinne

Die vorangegangen Stationen haben es euch bereits verraten. Nun ist es an mir euch die Gewinne zu zeigen. Hier also die Gewinne:

  • Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache
  • Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dil-Gurken und Spreewaldrache
  • Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache

Die Stationen der Tour

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie 
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei MarieWir sind hier!
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel  bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs
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One Response

  1. karin

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