ZDF, 20.15 Uhr: „Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän“

ZDF, 20.15 Uhr: “Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän”
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Das Emotionschaos ist perfekt: Donna Bent (Dagny Dewath, l.) taucht nach 25 Jahren auf, um ihre leibliche Tochter Lisa Edison (Jasmina Al Zihairi, r.) kennenzulernen. (c) ZDF/Jon Ailes

Mit „Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän“ zeigt das ZDF-Herzkino heute Abend um 20.15 Uhr eine neue Episode, die in Cornwall spielt. Für meinen Geschmack verrät der Titel gewissermaßen schon worum es hierbei geht. Eine Kleptomanin , die hier als Elster bezeichnet wird, verliebt sich in einen Kapitän.

Da das Herzkino für große Emotionen steht, erwarte ich, dass auch bei diesem Film keine Ausnahme gemacht wird. Doch tatsächlich scheine sich bei der neuen Episode aus der Rosamunde-Pilcher-Reihe um zu drehen, als um einen klassischen Liebesfilm.

Worum geht’s bei „Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän“?

Lisa Edison ist angehende Auktionatorin mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Sie nimmt Menschen schnell für sich ein und engagiert sich sozial für benachteiligte Kinder.

Damit möchte sie etwas von dem Glück, das sie in ihrem Leben hatte, zurückgeben. Sie lebt im Haus ihrer Adoptiveltern Richard und Emma, zu denen sie ein enges und vertrautes Verhältnis hat. Tief in Lisa brodelt jedoch die Angst vor Zurückweisung.

Als Teenagerin hat Lisa erfahren müssen, dass sie nach der Geburt von ihrer leiblichen Mutter fortgegeben wurde. Als sie versuchte, Kontakt zu ihrer Mutter aufzunehmen, weigerte die sich und reagierte auch nicht auf Lisas Briefe.

Lisa geriet in eine existenzielle Krise, kompensierte ihre Verlustangst mit Ladendiebstählen und wurde zur Kleptomanin. Heute, als junge Frau, ist Lisa fest überzeugt, sich und ihr Leben unter Kontrolle zu haben. Ein Irrglaube, wie sich herausstellt.

Denn ausgerechnet, als Lisa sich verliebt, wird sie erneut mit dem schmerzlichsten Verlust ihres Lebens konfrontiert: Ihr Traummann Dave Solvit steht kurz davor, als Kapitän zur See sein erstes Kommando über ein Containerschiff zu übernehmen.

Als nautischer Offizier wäre er die Hälfte des Jahres auf den Weltmeeren unterwegs. Trotz aller Romantik fürchtet Lisa, sich auf einen Mann einzulassen, der in wenigen Tagen für lange Zeit aus ihrem Leben verschwinden wird.

Als dann auch noch Lisas leibliche Mutter Donna Bent auftaucht, die nach 25 Jahren ihr Kind kennenlernen möchte, ist für Lisa das emotionale Chaos perfekt.

Nach zaghafter Annährung stellt sich jedoch heraus, dass Donna nicht allein wegen ihrer Tochter hier ist: Vielmehr steht sie kurz vor der Pleite und erhofft sich von Lisa Hilfe. Bitter enttäuscht verliert Lisa sowohl privat als auch beruflich jeden Halt.

Sie verfällt in längst überwunden geglaubte alte Muster zurück und zerstört so beinahe ihr Glück.

Sorgt die Kleptomanie für inhaltliche Tiefe?

Kleptomanie beschreibt das Stehlen von Dingen, die einem nicht gehören und ist natürlich nicht nur für einen selbst ein Problem und eine Herausforderung. Dass dieses Thema in einem Rosamunde-Pilcher-Film angesprochen wird, ist sicherlich eine Überraschung. Allerdings wie ich finde keine allzu schlechte, denn dieses Thema verspricht Spannung und natürlich auch ein wenig Tiefe.

Allerdings ist es so, dass ich nicht erwartet, dass dieses Thema in seiner kompletten psychologischen Bandbreite erörtert wird, sondern dass es vielmehr nur um die tatsächlichen Diebstähle gehen wird. Für alles andere dürften die 90 Minuten dieses Films nicht ausreichen.

Persönlich hoffe ich trotzdem, dass dieses Thema nicht allzu oberflächlich bleiben wird und wir die Figur der Lisa Edison als vielschichtige Figur mit einer ebensolchen Persönlichkeit vorgestellt bekommen.

„Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän“: Drehort

Gedreht wurde vom 27. Oktober bis zum 24. November 2021 in der Region Newquay die schon als Schauplatz für so manchen Rosamunde-Pilcher-Film genutzt wurde. Dass diese Region auch touristisch ein lohnenswertes Ziel ist, ist sicherlich ebenfalls kein Geheimnis mehr, schließlich wurde Rosamunde Pilcher einst dafür geehrt. Sie hat durch Filme dieser Art den Tourismus in Großbritannien beflügelt.

Kann mir tatsächlich vorstellen, dass viele Zuschauer nach einem solchen Film gerne selbst einmal nach Cornwall reisen würden, denn die Kulisse erscheint wirklich lohnenswert. Cornwall bietet so viel gegensätzliches, dass es schon wieder romantisch wird.

Die raue Küste Cornwalls ist dabei nicht nur etwas für romantische Gemüter, sondern lädt auch zu langen Spaziergängen ein. Darüber hinaus ist auch das Klima in Cornwall besonders.

„Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän“: Besetzung

Lisa Edison wird von Jasmina Al Zihairi gespielt. Daniel Fritz hat die Rolle von Dave Solvit inne.Tina Engel spelt Eleonore Lakeman. Jason Updrave William Noordewier verkörpert Jason Updrave.

Dagny Dewath spielt Donna Bent. Richard Edison wird von Christoph Grunert gespielt. Saskia Fischer übernimmt die Rolle der Emma Edison. Charles Armstrong verkörpert Dan Percy.  Maurice Byrne spielt Dr. Rupert Stoneham.

Mit Ausnahme von Dagny Dewath sind mir die Schauspieler weitestgehend unbekannt. Dagny Dewath jedoch habe ich erst kürzlich in einer der Frühling-Episoden wieder erleben dürfen. Ein lustiger Zufall, wie ich meinen möchte, denn auch hier spielte sie eine Mutter, der Ärger mit dem Jugendamt drohte.

Erwartungen an „Rosamunde Pilcher: Die Elster und der Kapitän“

Nach einer gefühlten Ewigkeit zeigt das ZDF mit „Die Elster und der Kapitän“ mal wieder einen Film aus der Rosamunde-Pilcher-Reihe und somit geht es für uns nach Cornwall. Eine 90-minütige Auszeit verspricht eine Art Kurzurlaub zu werden, denn ich freue mich wieder auf eine starke Kulisse.

Da mir die meisten Schauspieler des heutigen Films allerdings unbekannt sind, kann ich nicht unbedingt viel dazu sagen, was ich von dieser Besetzung erwartet. Allerdings ahne ich, dass sie genauso passend sind, wie man es bei anderen Filmen bereits erleben durfte.

Ich bin mir aber auch sicher, dass die Besetzung alleine die Geschichte nicht tragen wird, sondern die Geschichte selbst einiges an guter Unterhaltung bereithalten. Persönlich hoffe ich auf eine gelungene Mischung aus Emotionen, Humor und Tragik.

Was zunächst klingt, als könne man meine Erwartungen nicht erfüllen haben insbesondere die aktuelleren Rosamunde-Pilcher-Filme schon häufiger erreicht. Seitdem die Besetzung jünger ist und die Figuren eine eher moderne Handlung erleben, spricht ein Rosamunde-Pilcher-Film auch durchaus eine jüngere Zuschauer schafft an. Trotzdem bin ich mir nicht ganz sicher, ob man sich wirklich mit dem heutigen Film identifizieren sollst oder ob man nicht letztlich nur unterhalten werden soll.

Fakt ist aber, dass Familie und Zusammenhänge innerhalb einer Familie praktisch jeden Menschen vor die eine oder andere Herausforderung stellen können. Das muss nicht unbedingt mit Kleptomanie einhergehen, sondern kann sich auch in anderen Verhaltensweisen darstellen.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei diesem Film um einen Film, der in die heutige Zeit hineinpasst, denn auch die Herausforderungen unserer Zeit haben Einfluss auf das Familienleben.

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