Mordsfreunde von Nele Neuhaus …

Voraussichtliche Lesezeit: 1 Minuten.

… hatte ich in wenigen Tagen beendet. In diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichte einer Clique, die sich gemeinsam für den Umweltschutz starkmacht und in dessen Umfeld es plötzlich eine Leiche gibt.
Im Frankfurter Opel-Zoo wird eine Leiche gefunden. Im Elefantengehege liegt die Hand des Toten, die dazugehörige Leiche finden die Kommissare Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein auf einer benachbarten Wiese. Wer jetzt glaubt, der Täter sei schnell gefunden, der irrt. Auf rund 400 Seiten ermitteln die zwei Kommissare in unterschiedlichen Spuren und für Pia Kirchhoff wird der Fall weit persönlicher als zu Anfang gedacht.
Bei dem Toten handelt es sich um einen Lehrer und einen erbitterten und manchmal auch aufbrausenden Umweltaktivisten. Der von vielen hochgeschätzt wird, aber von mindestens genauso vielen auch gehasst. Doch liegt das Mordmotiv tatsächlich im Hass seiner Feinde begründet oder steckt etwas völlig anderes dahinter.
Im Vergleich zu ihrem vorherigen Debütroman hat Nele Neuhaus ich hier noch einmal gewonnen. Sie ist reich an Erfahrungen, von denen auch ihr Stil profitiert hat. Dieser ist im Wesentlichen runder und ausgefeilt.
Ich möchte an dieser Stelle keinesfalls so viel vorwegnehmen, ihr kennt das ja bereits. Dennoch möchte ich auch kurz auf das tatsächliche Motiv eingehen, natürlich ohne es zu nennen. Im Vergleich zu ihrem Debütroman ist dieses Motiv nun wesentlich vielschichtiger und weniger vorhersehbar als bei ihrem ersten Buch. Der Täter tritt meines Erachtens sehr viel weiter in den Hintergrund.
Mir hat das lesen dieses Buches in vielerlei Hinsicht Spaß gemacht. Gleichzeitig möchte ich jedoch auch darauf hinweisen, dass man ein solches Buch liest, unterhalten zu werden. Dieses Buch ist zwar sehr gut recherchiert, jedoch fehlt es an mancher Stelle an Tiefe. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit diese Tiefe durch das Redigieren herausgefallen ist, jedoch vermisse ich an mancher Stelle ein bisschen mehr Input.
Ich glaube jedoch gleichzeitig nicht, dass das Fehlen dieser Erklärung dem Leser oder seinem Lesegenuss geschadet hat. Möglicherweise bin ich an dieser Stelle etwas zu eigen, aber ich finde es schon wichtig, zu verstehen, mit welchen Fachwörtern der Autorin hier um sich wirft.
An dieser Stelle möchte ich euch natürlich nicht davon abhalten zu lesen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass nicht alles gleich erklärt und erläutert wird. Das große Gesamtbild ergibt sich erst am Ende.

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