„Im falschen Film“ (1) von Vanessa Mansini…

… ist ein E-Book, das von einer jungen Frau erzählt, die nach einem Unfall Teile ihres Gedächtnisses verloren hat. Die junge Frau ist Trixi, verheiratet aber kinderlos, Mitarbeiterin einer Videothek.
Als im Krankenhaus erwacht stehen vor ihrer Tür zwei Männer. Ein jüngerer, um die 30, in Ihrem Alter, und ein etwas älterer. Sie bittet die Krankenschwester ihrem Mann zu sagen, dass sie wach ist.
Wenig später steht die Krankenschwester wieder in ihrem Zimmer, an ihrer Seite der ältere Mann, auf der Suche nach seinem Auto. Dieses Auto soll sie zuletzt gefahren sein, nun kann sie sich jedoch an nichts erinnern. Auch nicht daran, wo dieses verdammte Auto steht. Doch der Mann hat gar kein anderes Thema er sucht ein Auto.

Die Suche nach dem Auto zieht sich praktisch durch das gesamte Buch und auch am Ende ist es noch nicht gefunden. „Im falschen Film“ ist ein E-Book das im Rahmen einer Serie erscheint. Das mir vorliegende Erhebung ist lediglich der erste Teil.
Während Trixi sich auf die Suche nach ihrer Erinnerung macht, sucht ihr Mann sein Auto. Trägt sie geht sogar so weit untersucht die Autofahrerin im Krankenhaus, der sie dieser Misere zu verdanken hat. Hier trifft sie auch wieder auf den jüngeren Mann, Tom, der später auch noch eine Rolle spielen soll.
Das E-Book hat einige sehr unterhaltsame Passagen, wenig Längen und lässt sich wirklich gut und schnell lesen. Eineinhalb Stunden vergehen wie im Flug und schon ist das Buch gelesen. Die Geschichte, welche Vanessa Mansini sich hier überlegt hat, ist keinesfalls neu, aber auch keineswegs abgegriffen, sie besitzt die Leichtigkeit und Energie den Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn kurzweilig zu unterhalten. Sicherlich ist es keine Geschichte mit viel Tiefgang, aber um diesen soll es ja auch gar nicht gehen.
Man merkt an, dass sich die Autorin sehr gut in ihre Geschichte eingefunden hat. Es gelingt ihr diese Leichtigkeit durch den gesamten ersten Teil des eBooks beizubehalten und dabei dennoch ein ernstes Thema zu behandeln. Die Autorin zieht das Thema ihrer Geschichte dabei keineswegs ins lächerliche, lässt es ebenso wenig alltäglich wirken und schafft so eine unterhaltsame Atmosphäre.
Für einen Sommertag im Garten oder auf dem Balkon ist dieses E-Book genau das richtige.
„Im falschen Film“ versteht sich selbst als eine Art Soap, eine Telenovela ohne Fernseher zum lesen, mit regelmäßig erscheinenden Teil, die sich selbst auch mit dem aktuellen Tagesgeschehen auseinander sitzen können, denn obwohl die Geschichte reine Fiktion ist, wird sie doch regelmäßig frisch zum Erscheinungstermin geschrieben.
An dieser Stelle merkt man die Routine der Autorin. Vanessa Mansini ist ein Pseudonym. Hinter Vanessa Mansini steckt eigentlich Michael Meisheit, der seit vielen Jahren als Drehbuchautor unter anderem aus der Lindenstraße bekannt ist. Auch an einem Fernsehfilm hat er bereits mitgewirkt.

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