„Die Weihnachtsfalle“: Escape Room Adventskalender 2021 von Eva Eich

„Die Weihnachtsfalle“: Escape Room Adventskalender 2021 von Eva Eich
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Mit „Die Weihnachtsfalle“ legt Eva Eich auch in diesem Jahr wieder einen Escape Room Adventskalender vor. Im Vergleich zu „Das Geheimnis des Spielzeugmachers“ ist dieser Adventskalender aber noch ein wenig besser für Familien geeignet, da hier Kinder selbst die Hauptfiguren sind.

Dieses Mal verschwindet Max kurz vor Weihnachten und stellt den Kontakt zu seiner Freundin Mila weitestgehend ein. Auch verhält er sich, wenn sie ihn denn dann mal zu Gesicht bekommt, äußerst merkwürdig. So scheint er stets abwesend und unausgeschlafen zu sein.

„Die Weihnachtsfalle“: Eine Geschichte für die ganze Familie

Im Gegensatz zu „Das Geheimnis des Spielzeugmachers“ ist „Die Weihnachtsfalle“ auch für jüngere Rätselfreunde gut geeignet, da es um Teenager in der Schule geht, dürfte sich dieses Spielbuch an Kinder ab acht oder neun Jahren richten.

Trotzdem fällt auf, dass die Geschichte zunächst keineswegs so weihnachtlich anmutet, wie man es zum Beispiel von „Weihnachtliche Schnitzeljagd“ kennt. Vielmehr stehen zunächst Max, Mila und ihre sich scheinbar verändernde Freundschaft zueinander im Mittelpunkt der Geschichte.

Die Rätsel jedoch lassen schon ein wenig an Weihnachten denken, so geht es beispielsweise um das „Land der Weihnacht“ und um Schatten über Häuserdächern, die alles andere als leicht zu identifizieren sind. Außerdem betätigt man sich als ganze Familie als Code-Knacker.

„Die Weihnachtsfalle“: Eine Geschichte für Klein, Groß und alle Geschlechter

Tatsächlich ist diese Geschichte aufgrund der jugendlichen Charaktere keinesfalls nur etwas für Kinder, vielmehr ist dieser Escape Room Adventskalender ein winterliches Abenteuer für die ganze Familie. Ich glaube nämlich, dass magische Treffpunkte am Rathaus nicht nur etwas für Jungen oder Mädchen sind, sondern auch für ihre Eltern, die mit dem Weihnachtsmarkt vielleicht die ein oder andere romantische Erinnerung verbinden.

Durch die Tatsache, dass Mila und Max nicht alleine bleiben, entwickelt sich die Geschichte, die für jeden gleichermaßen interessant sein kann. Auf diese Weise bietet „Die Weihnachtsfalle“ sich für Klein, Groß und alle Geschlechter gleichermaßen an.

Allein schon durch die Tatsache, dass es sich um eine Geschichte über Mila und Max handelt, werden sowohl Jungen als auch Mädchen von dieser Geschichte angesprochen. Gleichzeitig erfahren die Mädchen, dass sie auch fernab von Rollenklischees Abenteuer erleben dürfen und sogar Teil eines solchen sind. Eines Abenteuers, dass sich „Leben“ nennt und in dem sie selbst entscheiden, in welche Richtung sie es beeinflussen.

„Die Weihnachtsfalle“: Auf geht es ins Land der Weihnacht

Tatsächlich brechen im Laufe der Geschichte einige Kinder ins Land der Weihnacht auf. Der Aufbau der Geschichte ist spielerisch, sodass es für die ganze Familie so wirkt, als würden sie selbst ins Land der Weihnacht aufbrechen. Dieses Abenteuer sorgt für Zusammenhalt und lässt gleichzeitig zu, dass sich eine gewisse Spannung entwickelt, sodass sich die ganze Familie jeden Tag aufs Neue auf ein neues Kapitel des Abenteuers freuen kann.

Ganz nebenbei lernen Kinder spielerisch, dass Pinguine nicht am Nord- sondern am Südpol leben und das Land der Weihnacht sich daher nicht am Nordpol befindet. Auch geometrische Rätsel lassen sich nur als ganze Familie und nach genauerer Betrachtung unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln wie Spiegeln lösen.

Es kann auch helfen, manche Symbole abzuzeichnen und zu zerteilen. So werden die Rätsel auf keinen Fall langweilig und man entdeckt immer wieder etwas Neues, bis man schließlich am Heiligen Abend genau erfährt, was hinter allem steckt.

Tatsächlich darf man sich am Ende auf eine unterhaltsame, familienfreundliche Auflösung freuen, die für so manche Rätselherausforderung entschädigt. Die gemeinsam verbrachte Zeit ist auf jeden Fall ein Gewinn für die ganze Familie.

„Die Weihnachtsfalle“: Schön erzählt, unterhaltsam, familienfreundlich

Insgesamt möchte ich euch natürlich nicht den gesamten Adventskalender und seine zahlreichen Rätsel auflösen, weswegen ich an dieser Stelle nicht auf weitere Rätsel eingehen werde.

Vielmehr möchte ich euch noch etwas über den liebevollen Erzählstil von Eva Eich erzählen. In kurzen Abschnitten erzählt die Autorin nämlich eine Geschichte in 24 nicht nur kurzen, sondern auch kurzweiligen Kapiteln. Dabei entwickeln die Figuren im Laufe der Zeit ihren ganz eigenen Kopf.

Wenn man die Geschichte als Familie liest, bietet es sich an, dass einer den jeweiligen Tagesabschnitt vorliest und die anderen jedem einzelnen Kapitel gespannt lauschen, denn wenn alle gleichzeitig ins Buch gucken wollen, könnte es gerade bei einer Familie mit mehr als drei Personen schwieriger werden.

Das Din-A5-Format lädt dazu ein, durch das Buch zu blättern und sich die Bilder schon anzuschauen, bevor man die jeweiligen Kapitel erreicht hat. Das funktioniert so lange, wie man noch nicht alle Seiten aufgeschnitten hat. Wer also nicht schon zu Beginn alle Seiten öffnet, hat vom ersten bis zum vierundzwanzigsten Dezember jeden Tag ein überraschendes und überaus unterhaltsames Kapitel und kann täglich neue Bilder entdecken.

Es empfiehlt sich also tatsächlich, sich an die Vorgabe des Buches, jeden Tag nur eine Doppelseite zu öffnen, zu halten, und anschließend gemeinsam das Rätsel zu lösen. Fünf bis zehn Minuten sollten für die Rätsel eingeplant werden, und weitere fünf Minuten für die kurzweilige Doppelseite, in der die Geschichte weiter erzählt wird.

Im Laufe der Zeit wird die Geschichte ein wenig winterlicher und zusehends auch weihnachtlicher, sodass man gespannt sein darf, wie sich an Heiligabend alles aufklärt.

Trotzdem ist die Geschichte weitestgehend gewaltfrei und auch nur an einigen, wenigen Stellen etwas gruselig. Spannung für alle ist trotzdem garantiert, sodass man sagen kann, dass diese Geschichte ein Abenteuer für alle ist.

„Die Weihnachtsfalle“: Liebevoll illustriert

Wie bereits weiter oben angemerkt, lädt dieses Buch dazu ein, sich schon vorab die zahlreichen und liebevoll in Szene gesetzten Details in den Bildern zu bewundern. Auch überzeugt der einheitliche Stil, der angesichts der Tatsache, dass es sich hier um zwei Illustratorinnen handelt, durchaus ein wenig überraschend ist.

Der Stil der beiden Illustratorinnen zeichnet sich durch eine realistische, kindgerechte und farbenfrohe Darstellung aus und passt somit perfekt zu diesem Adventskrimi. Gleichzeitig unterstützen die Illustrationen die Rätselnden dabei, die Lösung zu finden. Gerade bei den Codeknacker-Aufgaben fällt auf, dass es keinesfalls einfach ist, ohne die Illustrationen auf die richtige Lösung zu kommen, denn hier steckt die Lösung im Detail der einzelnen Bilder.

Manchmal hilft es sogar, ein wenig abstrakter zu denken  und Formen in ihre Einzelteile zu zerlegen oder diese zu spiegeln.

Hat man ein Rätsel dann erfolgreich gelöst, hat man mit einem neuen Bildausschnitt auch schnell das nächste Kapitel gefunden, sodass der Rätselspaß einfach am nächsten Tag fortgesetzt werden kann. Man muss halt jedes Mal aufs Neue das entsprechende Bild finden, zur Schere greifen und die Seiten auftrennen.

Über die Autorin Eva Eich

„Fasziniert von der Idee, die Grundbausteine des Lebens zu erforschen, absolvierte Eva Eich zunächst ein Studium der Human- und Molekularbiologie. Nach Ausflügen in die Veterinär- und Rechtsmedizin entschied sie sich jedoch für eine journalistische Laufbahn. Dabei war sie u. a. für den Saarländischen Rundfunk tätig, bevor es sie zu einem großen TV-Sender nach Bayern zog. Mit ihrem ersten Escape-Krimi 2019 legte sie einen Senkrechtstart in den Büchercharts hin. Seit dem Riesenerfolg ihrer Escape-Room-Bestseller ist sie außerdem live und online deutschlandweit auf Events zu ihren Büchern unterwegs.“ (ArsEdition)

Über die Illustratorinnen

Marielle Enders

„Marielle Enders studierte visuelle Kommunikation in Düsseldorf. Sie gründete 2002 „it’sme design“ und arbeitet als selbständige Grafikerin und Illustratorin für Verlage, Werbeagenturen und Unternehmen in Düsseldorf. Ihre Arbeiten wurden unter anderem vom Art Directors Club, von red dot und vom Type Directors Club New York ausgezeichnet.“ (ArsEdition)

Toni Hamm

„Toni Hamm, geboren 1983 in Nürnberg, hat es früh nach München gezogen, um dort Modedesign zu studieren. Mittlerweile lebt sie mit Mann, zwei Söhnen und Katzen in Oberbayern und illustriert mit Blick auf Kühe und Berge.“ (ArsEdition)

„Die Weihnachtsfalle“: Fazit

Wer auf herkömmliche Adventskalender verzichten möchte, um seinen Schokoladen- und Zuckerkonsum zu reduzieren, ist hier bestens beraten. Mir persönlich gefiel bei diesem Kalender sowohl die Geschichte als auch die Rätsel ausgesprochen gut, man könnte es also kurz auf den Punkt bringen und sagen: „Dieser Escape Room Adventskalender ist etwas für die ganze Familie und ein Erlebnis, das verbindet.“

Für wen ist „Die Weihnachtsfalle“ von Eva Eich geeignet?

Wie bereits häufig ausgeführt, ist „Die Weihnachtsfalle“ von Eva Eich für die ganze Familie geeignet. Allerdings sollte beachtet werden, dass einige Fähigkeiten bei diesem Escape Room Adventskalender vorausgesetzt werden, die in der Grundschule erworben werden. Somit empfiehlt der Verlag dieses Spielbuch für Kinder ab neun Jahre, denn eine gewisse Fertigkeit, wie der Umgang mit Zahlen und Buchstaben sollte schon vorausgesetzt werden dürfen.

Dieses Wissen ist nämlich erforderlich, um die Rätsel zu lösen und somit Spaß daran zu haben, sich bei diesem Escape Room Adventskalender mit einbringen zu können. Für kleinere Kinder oder für Familien, die große und kleine an einen Tisch bringen möchten, bietet sich dieser also nicht so gut an, wie man es sich vielleicht denkt. Solltet ihr aber Kinder haben, die acht Jahre und älter sind, so würde ich sagen, dass dieses Buch die Vorweihnachtszeit deutlich versüßen kann.

Dass dieser Adventskalender ein Spaß ganz ohne Zuckerfallen ist, dürfte ebenfalls praktisch sein. Hier wird also eigentlich ein Spaß für die ganze Familie angeboten. Gleichzeitig ist ein Erlebnis und eine Herausforderung für die grauen Zellen garantiert.

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