DasErste, 20.15 Uhr: „Der kleine Lord“

DasErste, 20.15 Uhr: „Der kleine Lord“
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Der alte Earl of Dorincourt (Alec Guinness) ist sehr angetan von seinem Enkel Ceddie (Ricky Schroder), den er aus Amerika auf sein Schloss holen ließ. Von Ceddies Mutter will er jedoch nichts wissen.
© ARD/Degeto

Mit „Der kleine Lord“, den DasErste heute Abend um 20.15 Uhr zeigt, starten wir gemeinsam ins vierte Adventswochenende. Ich freue mich sehr, dass dieser Klassiker, den ich immer wieder gerne sehe, heute Abend gezeigt wird. Für mich stellt die Geschichte des kleinen Lords den Auftakt der letzten Adventswoche dar. Schade eigentlich, dass die Zeit der schön beleuchteten Fenster und der dekorierten Wohnungen dann schon wieder zu Ende geht, aber verlängern lässt sich diese Zeit ja auch nicht. Obwohl sie mir dieses Jahr gefühlt schon verdächtig kurz vorkam. Ging es euch auch so?

Ich persönlich freue mich auf jeden Fall darauf, dass mir dieser altbekannte Klassiker von 1980 auch in diesem Jahr wieder pünktlich und in der besten Sendezeit gezeigt wird. Natürlich bin ich mir sicher, dass ihr alle die Geschichte rund um den Lord Fauntleroy kennt. Schließlich ist der altbekannte Klassiker in England immer noch ein beliebtes Kinderbuch zur Weihnachtszeit. Hierzulande ist er ja eher als Film bekannt.

Worum geht es bei „Der kleine Lord“?

Trotz der Tatsache, dass ich mir darüber im Klaren bin, stelle ich euch die Geschichte noch einmal in Kurzform vor. Vermutlich hilft dies auch der einen oder anderen Erinnerung auf die Sprünge. Nur für den Fall, dass diesen Film jemand nicht jedes Jahr zur Weihnachtszeit sieht.

Der achtjährige Ceddie Errol (Ricky Schroder) lebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner verwitweten Mutter (Connie Booth) in bescheidenen Verhältnissen in New York. Eines Tages taucht Mr. Havisham (Eric Porter), ein Abgesandter des Earl of Dorincourt (Alec Guinness), bei Mrs. Errol auf. Der Earl ist Ceddies Großvater.

Sein Enkel kennt ihn aber nicht, denn der adelsstolze alte Herr hatte sich seinerzeit von seinem Sohn Cedric – Ceddies Vater – losgesagt, als dieser eine Amerikanerin heiratete. Da inzwischen alle seine Söhne tot sind, wünscht der Earl, dass Ceddie nach England kommt, damit er als Erbfolger auf Schloss Dorincourt eine standesgemäße Erziehung erhält.

Mrs. Errol willigt ein – unter einer Bedingung: Ihr Sohn soll nie erfahren, welche Abneigung der alte Herr gegen sie empfindet. Auf das Schloss darf sie nicht, stattdessen wird sie in der Nachbarschaft einquartiert. Ceddie, nun Lord Fauntleroy, ahnt nicht, wie es zwischen seiner Mutter und ihrem Schwiegervater steht. In seinen Augen ist der grantige alte Earl, der sich aus verletztem Stolz hinter einer Fassade versteinerter Gefühle verschanzt hat, der beste Großvater der Welt.

Dieser wiederum gewinnt seinen Enkel rasch lieb; die frische Herzlichkeit des Jungen weckt in ihm Regungen, die für immer verschüttet zu sein schienen. Umso größer ist der Schock für den alten Herrn, als eine Frau auftaucht und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe des Titels.

„Little Lord Fauntleroy“, im englischsprachigen Raum bis heute ein Klassiker der Jugendliteratur, wurde mehrfach verfilmt. Jack Golds stimmungsvolle Inszenierung erfreut mit prächtigen Dekors und beweist gleichermaßen Sinn für Rührung und Komik; Alec Guinness gelingt es unvergleichlich, die im Roman recht klischeehafte Figur des Earls Mensch werden zu lassen.

Tatsächlich bezaubernd ist der damalige Kinderstar Ricky Schroder als Ceddie, nicht nur beim abschließenden Weihnachtsfest. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern erklärt die ungeheure Popularität des Films.“

„Der kleine Lord“: Ein stimmungsvoller Klassiker

„Der kleine Lord“ ist ein Film, der trotz aller Veränderungen in den mittlerweile annähernd vierzig Jahren nie seinen Charme verloren hat. Liegt es daran, dass wir uns in unserer digital geprägten Welt mittlerweile an die altbekannten Traditionen zurückerinnern und die Zeiten genießen, in denen es mal entschleunigt zugeht?

Nun, diese Frage kann nur jeder Einzelne für sich selbst beantworten. Fakt ist jedoch, dass sich viele von uns gerade in der Weihnachtszeit nach Ruhe und Entschleunigung und vor allem nach geringerem Konsum sehnen.

Viele Familien führen mittlerweile die Tradition ein, nur noch die Kinder zu beschenken oder sich zumindest nichts allzu Materielles zu schenken. Das beste Geschenk überhaupt ist die Zeit, die man miteinander verbringt. Genau darum geht es letztendlich auch in „Der kleine Lord“.

„Der kleine Lord“: Ein Film wie eine Zeitreise

Fragt man sich also, ob „Der kleine Lord“ nun die richtige Wahl ist, so kann ich sagen, für mich ist es ein Film, der mich knapp vierzig Jahre in die Vergangenheit schickt oder sogar noch darüber hinaus. Die Welt, in der dieser Film stattfindet, ist noch nicht technisiert und zwingt uns somit dazu, einfach einmal zu entspannen.

Wer keine Computer sieht, kann auch nicht an die Arbeit denken. Für viele, die am heutigen Freitag ihren letzten Arbeitstag vor den Weihnachtstagen und dem Jahreswechsel hatten, ist dieser Film die perfekte Urlaubseinstimmung. Genau aus diesem Grund finde ich es auch sehr passend, ihn heute Abend am besten mit der gesamten Familie anzuschauen.

Erwartungen an den Film „Der kleine Lord“

Normalerweise würde ich an dieser Stelle nun meine Erwartungen an den Film darstellen. Da ich den Film „Der kleine Lord“ aber bestimmt schon an die zehn Mal oder sogar noch häufiger gesehen habe, weiß ich ja eigentlich schon, was mich erwartet. Er ist also genau genommen eine meiner lieb gewonnenen Weihnachtstraditionen, sodass ich euch den Film heute Abend nur wärmstens empfehlen kann.

Vielleicht mögen jetzt einige von euch denken, dass ihnen ein modernerer Weihnachtsfilm um einiges lieber ist als „Der kleine Lord“. Mir persönlich jedoch liegen die alten, traditionellen Filme der Weihnachtszeit eher. So schaue ich in diesem Jahr vermutlich nicht nur „Der kleine Lord“, sondern auch Filme wie „Das Wunder von Manhattan“, das in diesem Jahr leider nur einmal gezeigt wird.

Schade, denn beide Filme haben mit der Traditionsdarstellung doch sehr viele Gemeinsamkeiten, obwohl sie völlig verschiedene Geschichten erzählen. Bin ich traditionsbewusst?

Nein, eigentlich gar nicht, aber ich schätze es doch sehr, wenn man mich zu Weihnachten in die alten, technologiefreien Zeiten zurückversetzt. Man muss schließlich auch einfach mal abschalten können. In diesem Sinne werde ich vermutlich auch über die Weihnachtstage weniger Zeit vor dem PC verbringen und dennoch hier Beiträge veröffentlicht haben. Gute Vorbereitung und Planungsfunktionen sei dank.

Schreibt mir doch vielleicht in die Kommentare, welche Filme ihr rund um Weihnachten besonders schätzt.

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