Anne Moll liest “Bühlerhöhe” von Brigitte Glaser

Voraussichtliche Lesezeit: 3 Minuten.

„Bühlerhöhe“ von Brigitte Glaser ist ein Roman, der auf wahre Begebenheiten zurückgehen soll und in den Medien vielfach besprochen wurde. Tatsächlich jedoch ist diese Geschichte ein authentischer und fesselnder Agentenroman. Er ist ein Roman, kein Sachbuch somit fiktiv.

Ein kleiner Faktencheck?

Wer glaubt. dieser Roman sei frei erfunden, der irrt ebenso wie jemand, der behauptet, er sei erfunden. Tatsächlich gab es Vorkommnisse, die an die im Buch oder Hörbuch beschriebenen Ereignisse erinnern. Aus diesem Grund kam mir die Idee, dieses Buch auf seinen Wahrhaftigkeitsgehalt zu überprüfen.
Eine reale Kulisse, mit einer Handlung, die so möglich gewesen wäre, aber nicht in der beschriebenen Form stattgefunden hat.

Die Bühlerhöhe

Die „Bühlerhöhe“ war in den 1950er Jahren ein beliebtes Hotel, in welchem sich auch Konrad Adenauer gerne in den Sommermonaten aufhielt.

Das Gesetz

Das im Buch ebenfalls angesprochene Gesetz zur Entschädigung der Juden gab es ebenfalls und natürlich auch Gegner. So gab es Juden, die gegen die Annahme des Geldes waren und ihren Staat nicht mit Blutgeld finanzieren wollten.

Das Attentat

Auch gab es eine Reihe von gescheiterten Attentaten auf Adenauer. Das von Brigitte Glaser jedoch ist fiktiven Ursprungs.

Die Recherche

Brigitte Glaser schildert in diesem Roman eine Reihe von Recherche-Ergebnissen, die sie so elegant miteinander verknüpft, dass man ihr die Rahmenhandlung als reale Möglichkeit glaubt. Durch die besondere und überaus dichte Atmosphäre wird die Handlung lebendig und miterlebbar.So wird eine besonders intensive Recherche auf Seiten der Autorin zu einem echten Erlebnis.

Der Klappentext

„Rosa Silbermann wird 1952 mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt. Die in den 1930ern aus Köln nach Palästina emigrierte Jüdin arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher. Sie musste 1945 das Elsass verlassen und sucht nun in der Bühlerhöhe ihre Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg. Beide haben erlebt, was es heißt, wenn ein Land einen Neuanfang wagen will. Keine von ihnen vertraut der beschaulichen Schwarzwaldidylle. Beide wissen von einem geplanten Attentat auf Bundeskanzler Adenauer, und jede verfolgt ihre eigenen Ziele …“ (Quelle und Bild: HörbuchHamburg)

Die Figuren

Die Figuren treten angesichts einer derart starken Handlung ein wenig in den Hintergrund. So könnten die einzelnen Figuren für jeden Einzelnen stehen, der eine ähnliche Lebensgeschichte erlebt hat, wie die handelnde Figur. Die äußere Darstellung der einzelnen Charaktere bleibt abstrakt. Betrachtet man jedoch das facettenreiche Innenleben, der Figuren, gewinnen diese plötzlich an Schärfe.

Der Stil

Stilistisch betrachtet ist dieser Roman ungewöhnlich, denn die Inhalte und Emotionen treten durch die Handlung hervor. Der Stil jedoch erscheint schnörkellos und wohl überlegt. Er verstärkt die durch die Handlung entstandene Emotion insbesondere durch seine Sachlichkeit. Sprachlich betrachtet ist dieser Roman eher einfach, was aber die Komplexität der Handlung nur beleuchtet.

Spannung allein durch Handlungsorientierung

Als ich dieses Hörbuch entdeckte, war ich zunächst neugierig, dann fasziniert und schließlich positiv überrascht vom Spannungsverlauf des Buches, der scheinbar alleine durch den Drang entstand, wissen zu wollen, wie es weitergeht und somit eher handlungsorientiert als stilistisch begründet war.

Fazit

Mir hat dieses Hörbuch ausgesprochen gut gefallen, was mich aufgrund des histo-politischen Bezugs selbst ein wenig überraschte.

Die Autorin

Brigitte Glaser lebt seit über 30 Jahren in Köln. Bevor sie zum Schreiben kam, hat die studierte Sozialpädagogin in der Jugendarbeit und im Medienbereich gearbeitet. Heute schreibt sie Bücher für Jugendliche und Krimis für Erwachsene, u. a. ihre erfolgreiche Krimiserie um die Köchin Katharina Schweitzer.

Die Sprecherin

Anne Moll, 1966 geboren, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie ist dem Fernsehpublikum bekannt aus der ARD-Serie Rote Rosen und leiht als Synchronsprecherin Mariah Carey und Carmen Electra ihre Stimme. Für ihre Lesungen von Dan Browns Meteor und Iny Lorentz’ Die Wanderhure erhielt sie die Goldene Schallplatte.

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Bühlerhöhe
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