ZDF, 20.15 Uhr: “Ostfriesenblut” – Krimi nach Klaus-Peter Wolf

Voraussichtliche Lesezeit: 5 Minuten.

Ubbo Heide (Kai Maertens), Rupert (Barnaby Metschurat), Ann Kathrin Klaasen (Christiane Paul), Frank Weller (Christian Erdmann)  (c)ZDF/Sandra Hoever.

Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt das ZDF mit “Ostfriesenblut” den 2. Fall um Ann Kathrin Klaasen. Bereits im Jahr 2017 wurde mit “Ostfriesenkiller” der erste Film nach den Büchern von Klaus-Peter Wolfgezeigt. Schon damals hatte ich mich sehr darüber gefreut, dass ich die Reihe nun nicht nur lesen und als Hörbuch hören, sondern auch als Film im Fernsehen würde anschauen können. Der Grund, warum ich mich über den Ausblick auf die Filme freute, ist leicht gefunden. Klaus-Peter Wolfs Bücher zeichnen sich neben der Spannung insbesondere durch das Lokalkolorit aus.

Nun nach etwas mehr als anderthalb Jahren wird nun endlich ein weiterer Teil der Reihe gezeigt.

Worum geht’s bei “Ostfriesenblut”?

Vorab schrieb das ZDF bereits über den Inhalt des Films: “Ein Unbekannter legt Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen eine Leiche vor die Haustür. Bei der Toten handelt es sich um eine alte Frau, die der Täter elendig verdursten ließ. Und sie bleibt nicht das einzige Opfer.

Immer tiefer zieht der Mörder die Hauptkommissarin in sein perfi­des Spiel hinein, dessen Regeln sie nicht kennt. Das Team um Ann Kathrin Klaasen arbeitet fieberhaft. Worin liegt die Verbin­dung der Opfer? Warum mussten sie sterben, und warum sind alle Opfer im Rentenalter?

Dann platzt Ann Kathrins Ex-Mann Hero mitten in eine Krisensit­zung. Seine Geliebte ist nicht vom Joggen zurückgekehrt. Ann Kathrin hat weder Zeit noch Lust, sich um das entlaufene “Bett­häschen” ihres Ex zu kümmern, aber als sie seine Verzweiflung sieht, erklärt sie sich bereit zu helfen. Auf dem Deich treffen sie auf einen Zeugen, der am Vortag nicht nur die vermisste Jogge­rin, sondern auch einen Mann gesehen haben will, der ihr offen­sichtlich gefolgt ist.

Als Ann Kathrin Klaasen erkennt, dass ihr gesamtes Haus mit Webcams und Mikrofonen verwanzt ist, befällt sie eine unheilvolle Vorahnung. Entschlossen tritt sie vor eine der Webcams und hofft, auf dem Weg direkt in Kontakt mit dem Mörder zu kommen. Sie bietet sich selbst im Austausch gegen die Geisel an – ein fol­genschwerer Fehler.”

Obwohl diese Inhaltsangabe dem Krimi von Klaus-Peter Wolf sehr ähnlich ist, glaube ich, dass es dennoch Unterschiede zwischen dem Buch und dem Film geben wird und sogar geben muss. Einen Teil des Unterschieds machen für mich immer öfter auch die Verkörperung durch Schauspieler aus. Aus diesem Grund betrachte ich die Verfilmungen immer häufiger auch unabhängig vom Buch.

Christiane Paul als Ann Kathrin Klaasen

Christiane Paul verkörpert beispielsweise die Figur der Ann Kathrin Klaasen. Im Interview mit Anna Nisch, die die Fragen für das ZDF stellte, erzählt Christiane Paul, was sie an ihrer Rolle schätzt: “Ann Kathrin Klaasen ist eine ganz normale, durchschnittliche Frau mit ganz normalen Sorgen und Problemen. Gleichzeitig ist sie verletzlich und dünnhäutig, tritt in ihrem Beruf aber unerschro­cken und fest auf. Als Kommissarin geht sie intuitiv vor, folgt ihrer Eingebung und lässt sich von ihrem Weg nicht abbringen, was ich sehr mag. Geprägt wird ihre Figur durch die Beziehung zu ihrem Vater, mit dem sie in ständiger imaginärer Zwiesprache ist und dessen Abwesenheit sie als großen Verlust empfindet. Auch das schwierige Verhältnis zu ihrem Sohn und ihrem Exmann fordert die Figur der Ann Kathrin Klaasen immer wieder heraus.”

Das besondere Lokalkolorit der Bücher wurde auch im Film umgesetzt. So verrät Christiane Paul, wie es war, an Originalschauplätzen zu drehen. “Es ist toll, dass wir wieder an Originalschauplätzen drehen konn­ten. Die Landschaft ist wunderschön, die Nordsee mit Ebbe und Flut eigenwillig und manchmal schroff und der Himmel in Ost­friesland sehr besonders. Durch die verschiedenen Drehorte kommt man natürlich viel herum und lernt so die Gegend gut ken­nen. Und natürlich haben wirkliche Orte im Vergleich zum Studio immer eine besondere Atmosphäre, etwas “Reales”, eine eigene Geschichte, die sie mitbringen und die man dann wunderbar für die Umsetzung des Romans nutzen kann.”

Auch die Frage, warum Ann Kathrin Klaasen so gut nach Ostfriesland passt ist Thema im Gespräch von Anna Nisch und Christiane Paul. “Ann Kathrins Wurzeln liegen eigentlich – wie die des Romanau­tors Klaus-Peter Wolf – im Ruhrgebiet, aber die Familie Klaasen ist irgendwann dort hochgezogen, und Ann fühlt sich dort sehr wohl. Die Ostfriesen sind wahnsinnig herzlich, hilfsbereit und of­fen, da kann sich eine Figur wie Ann Kathrin Klaasen sehr schnell heimisch fühlen. Außerdem fühlt sie sich im Gegenzug auch für die Menschen dort verantwortlich, nimmt ihre Nöte und Sorgen wahr.”

Die Frage wie Christiane Paul mit Gefahr umgeht, stellt sich angesichts der Handlung des Films ebenfalls. Schließlich spielt Christiane Paul mit Ann Kathrin Klaasen eine Kommissarin im Visier eines Serienmörders. “Ann Kathrin Klaasen ist am Anfang sehr verunsichert, als klar wird, dass der Täter ihr persönlich das Opfer vor die Tür gelegt hat, dass er offensichtlich ihren Alltag, ihr Privatleben kennt und so Kontakt zu ihr aufnehmen will. Sehr spät erst bemerkt sie, wie weit diese Kontaktaufnahme wirklich geht. Aber ich denke, dass sie, wie es ihre Art ist, den Täter in gewisser Weise versteht, sein Motiv, sein Handeln begreift, die Tragik seiner Lebensgeschichte sieht und ihn dadurch letztlich auch stellen kann.”

Die Beziehungen zwischen den Figuren sind ebenfalls eine Besonderheit bei den Krimis von Klaus-Peter Wolf. “Ann Kathrin Klaasen hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Kolle­gen – das ist absolut essentiell, wenn man in einem solchen Be­rufsfeld arbeitet. Natürlich gibt es zwischen ihr und Rupert hin und wieder Sticheleien, aber letztendlich arbeiten sie miteinander, zusammen. Mit Ubbo Heide verbindet sie ein sehr freundschaftli­ches, fast ein Vater-Tochter-Verhältnis, das sehr durch das Ver­ständnis von Ubbo für Ann Kathrin Klaasen geprägt ist. Und zu Frank Weller entwickelt sich eine tiefe Zuneigung, aber mehr sollte man vielleicht noch nicht verraten.”

Erwartungen an “Ostfriesenblut”

Fragt man mich nun, nach allem was ich über diesen Film erfahren habe, welche Erwartungen ich an diesem Film habe, so kann ich sagen, dass sich einen authentischen Lokalkrimi erwarte, der Spannung mitbringt, aber ebenso auch eine Beziehungsebene zwischen den Figuren darstellt. Ich freue mich auf einen Film voller Spannung und auf gute Unterhaltung.

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