Mit “Licht zwischen den Zeiten” von Sophia von Dahlwitz ins Wochenende

Voraussichtliche Lesezeit: 2 Minuten.

Nachdem ich am vergangenen Wochenende “Zwischen uns ein ganzes Leben” von Melanie Levensohn gelesen habe, werde ich an diesem Wochenende mit dem thematisch passenden Roman “Das Licht zwischen den Zeiten” weitermachen.

Im Verlauf der vergangenen Woche habe ich zwar schon mehrfach meine Nase in dieses Buch gesteckt, aber aus der Erfahrung weiß ich, dass ich für Bücher, deren Geschichte im Kriegsumfeld spielen Geduld, Zeit und Ruhe benötige.

Historische Familiengeschichten entwickeln sich langsam

Dies liegt meiner Erfahrung nach daran, dass sich diese Geschichten zumeist langsam vor dem Auge des Lesers entfalten, gleichzeitig aber auch eine Sogwirkung entwickeln. Diese Erfahrung habe ich am letzten Wochenende mit “Zwischen uns ein ganzes Leben” von Melanie Levensohn bestätigen können.

Gespannt erwarte ich nun, ob sich die Sogwirkung auch bei “Das Licht zwischen den Zeiten” von Sophia von Dahlwitz einstellen wird. Sollte diese Sogwirkung tatsächlich einsetzen, würde ich mich sehr freuen, denn bei diesen sehr persönlichen Romanen geht es oftmals insbesondere darum, eine Tiefe emotionale Verbindung zwischen dem Leser und der Geschichte aufzubauen.

Geschichten mit einem wahren Kern reizen besonders

Den Reiz einer Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, zu beschreiben, fällt nicht leicht.

Dieser besondere Reiz geht insbesondere darauf zurück, dass hier real existierende Menschen als Vorbilder für Figuren genommen wurden. Auch wenn die Geschichte selbst ein wenig abstrahiert wurde, so ist doch am Ende weniger Distanz da als in einer normalen Geschichte. Gleichzeitig ist die Geschichte aber doch etwas distanzierter als eine Autobiografie, die ich übrigens nicht rezensieren würde, da ich glaube, dass man kein anderes Leben bewerten sollte. Diese Tatsache spielt zwar auch bei den Geschichten hinein, die auf wahre Begebenheiten beruhen, aber hier kann ich eine dem Plot beurteilen, die Beschreibung der Figuren und den Sprachstil. Also ist dies für mich genau das, was einen besonderen Reiz darstellt.

Bei der ganzen Geschichte staune ich übrigens darüber, wie unterschiedlich verschiedene Autoren mit ihren jeweiligen Familiengeschichten umgehen. Ich bin gespannt, ob ich nachdem ich nun auch das zweite dieser Art lese, nicht am Ende auch noch einen Vergleich schreiben könnte. Natürlich kein Vergleich der beiden Geschichten, sondern mehr oder weniger ein Vergleich, wie diese beiden Geschichten erzählt werden.

Die beiden Bücher im direkten Vergleich

Schon nach wenigen Kapiteln fällt mir ein großer Unterschied im Sprachduktus auf, den ich aktuell noch nicht näher beschreiben kann. Ich gehe aber davon aus, dass diese Besonderheit auf den jeweiligen Erzählstil der jeweiligen Autorin zurückzuführen ist und bin gespannt, ob und wie sich die beiden Bücher letztendlich tatsächlich einordnen lassen.

Die Tatsache, dass sich beide Bücher hintereinander lesen konnte, begreife ich dabei als Chance auch einen konkreteren Blick in die Geschichte zu werfen. Zwar lese ich das Buch über den Ersten Weltkrieg oder besser gesagt über die Zeit zwischen den Kriegen erst im Anschluss an das Buch über die NS-Zeit, aber dennoch bauen sie inhaltlich aufeinander auf und bieten mir somit Gelegenheit auf die einzelnen Schicksale aufmerksam zu machen.

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