ZDF, 20.15 Uhr: „Familie Bundschuh: Woanders ist es auch nicht ruhiger“

ZDF, 20.15 Uhr: “Familie Bundschuh: Woanders ist es auch nicht ruhiger”
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Familienaufstellung bei den Bundschuhs: Therapeut Mussorkski (Uwe Ochsenknecht, 3.v.r.) erklärt den Familienmitgliedern, wie es funktioniert. Dafür hat er Rose (Eva Löbau, M.) schon mal ins Abseits gestellt. (c)ZDF/Volker Roloff

Mit „Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“ zeigt das ZDF am heutigen Nikolaustag um 20.15 Uhr die mittlerweile sechste Episode um Gundula und ihre Familie.

Dass es auch dieses Mal recht turbulent zu gehen wird, dürfte für die Stammzuschauer keine große Überraschung sein. Denn Geschichten um diese ungewöhnlich gewöhnliche Familie sind stets ein wenig überzeichnet.

Dass Filme dieser Reihe im Weihnachtsprogramm gezeigt werden, kommt sicher nicht von ungefähr. Schließlich gilt Weihnachten als das Fest der Liebe und somit auch der Familie. An den Weihnachtstagen ist also in manchen Familien ähnlich turbulent wie bei Familie Bundschuh, auch wenn man es natürlich nicht miteinander vergleichen sollte, denn in dieser Komödie spitzt sich alles schon ein wenig stärker zu, als man es in seiner Familie vermutlich erleben würde.

„Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“: ein Film, der Identifikationspotenziale bietet

Obwohl wir also mit einer reichlich überzogenen Geschichte rechnen, bekommen die Filme dieser Reihe regelmäßig gute Einschaltquoten. Sodass ich mich frage, womit wir alle, die diese Episoden verfolgen, eigentlich rechnen.

Jedes Jahr aufs Neue stelle ich mir die Frage, ob es sich anbietet, diesen Film vorzustellen, denn mit seiner Art die familiären Abgründe zu zeigen, ist dieser Film zwar einerseits lustig, andererseits aber schon ein wenig grotesk. Letztlich stelle ich euch aber jedes Jahr die neue Episode vor und schalte auch selbst ein. Tatsächlich freue ich mich über jedes Jahr auf eine neue Episode.

Man könnte also sagen, diese Reihe bietet Spaß für die ganze Familie und letztlich ist es vermutlich auch so, dass hier jeder glaubt, jemanden aus der eigenen Familie wieder zu entdecken. Das geballte Maß an überspitzen Charaktere hat man in der eigenen Familie zwar meist nicht, aber trotzdem oder gerade deshalb macht es Spaß den Herausforderungen, denen die Familie Bundschuh ausgesetzt ist in jeder Episode zu folgen.

Worum geht es bei „Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“

Nachdem das Leben im Rotkehlchenweg durch die Eröffnung des Berliner Flughafens unerträglich geworden ist, sucht Familie Bundschuh dringend ein neues Zuhause. Gerald fackelt nicht lange und ersteigert ein Anwesen vor den Toren Berlins. Doch das denkmalgeschützte Gutshaus entpuppt sich schnell als Groschengrab.

Die wirkliche Herausforderung aber sind die zahlreichen Familienmitglieder, die alle einen guten Grund haben, um mit in den neuen Familiensitz zu ziehen. Beim Experiment „alle unter einem Dach“ stellt sich schnell heraus, dass die Familie nicht wirklich an einem Strang zieht: Hadi und Rose mindern die Miete, die sie sowieso nicht zahlen, wegen auftretender Baumängel, Susanne hat ohnehin nur Schulden und Ilse verfolgt mit dem Erlös ihres ehemaligen Hauses einen zunächst undurchsichtigen Plan.

Zu alledem wacht Hella von Sternberg, die ortsansässige Denkmalschützerin, über die genaue Erhaltung des Baudenkmals und sprengt damit das Budget der Bundschuhs. Gundula kämpft allein auf weiter Flur darum, die Denkmalschützerin milde zu stimmen und die unterschiedlichen Ansprüche der Familienmitglieder unter einen Hut zu bekommen.

Statt Anerkennung zu ernten, wird ihr immer mehr aufgebürdet und als Gundula die Hutschnur platzt, kann nur noch Herr Mussorkski helfen, der mit der Familie eine therapeutische Sitzung abhält. An deren Ende geht zu Bruch, was vorher nur deutliche Risse aufwies: Gundula verlässt das Haus fluchtartig, um ihrer Familie zu entkommen.

Durch die Leerstelle, die sie hinterlässt, wird den lieben Verwandten endlich bewusst, dass nun alle in die Hände spucken und anpacken müssen, wenn sie nicht Gundula und ihr gemeinsames Zuhause verlieren wollen.

„Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“: bezahlbarer Wohnraum, ein Problem unserer Zeit

Persönlich finde ich es sehr interessant, dass das Thema Wohnraum und Umzug, welches ein aktuelles Brennpunktthema ist, auch in diesem Film thematisiert wird.

Spannend ist allerdings auch die Frage, wie Andrea Sawatzki die die Romanvorlage für diesen Film schrieb, darauf kam, sich diesen Themas anzunehmen:“Naja, ich weiß aus eigener Erfahrung so ein bisschen etwas über Denkmalschutz und die Barrieren, die einem da auferlegt sind, was manchmal überhaupt nicht nachvollziehbar ist.

Was manchmal die Gebäude auch nicht unbedingt im schöneren Licht erscheinen lässt, wenn man manche ollen Sachen so lassen muss, wie sie da so sind. Und natürlich habe ich im Internet recherchiert.

Ich brauchte wieder etwas, wo die ganze Familie an einem sehr dünnen Seil zieht, um nicht in den Abgrund zu stürzen. Insofern fand ich das Thema für die Bundschuhs äußerst reizvoll. So kam das. Mehr möchte ich jetzt, mehr darf ich auch noch nicht verraten“, erzählt Andrea Sawatzki im Interview des ZDF.

Somit wird es aktuell Brennpunktthema auch hier wieder für einen gewissen Identifikationswert, denn eine alte Immobilie zu übernehmen, kann tatsächlich in manch einem Fall eine echte Alternative sein, allerdings sollte man vorab genau wissen, worauf man sich hier einlässt.

Familie Bundschuh zieht also vor die Tore von Berlin, dass bringt uns zur Frage des Drehortes.

„Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“:  Der Drehort

Gedreht wurde in der Zeit vom 14. April 2021 bis zum 13. Mai 2021 in Berlin und Umgebung. Tatsächlich könnte ich mir gut vorstellen, dass einige von euch ähnlich wie ich überlegen, wo genau dieser alte Gutshof liegt, der am Ende wohl die neue Heimat der Bundschuhs wird. Möglicherweise erkennt ihn ja einer von euch wieder.

Persönlich bin ich mir nämlich sicher, dass er keinesfalls so heruntergekommen wird, wie er im Film dargestellt wird. Die Restaurationsarbeiten und Renovierungen des Hauses bin ich aber trotzdem gespannt, da auch das sich ein Reiz des Films ausmachen wird.

„Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“: Die Besetzung

Da die Besetzung in den einzelnen Episoden sich kaum verändert, brauche ich hier keine großartigen Worte zu machen, denn die Stammzuschauer werden die Besetzung und ihre Rollen natürlich schon kennen und all jene, die neu hinzukommen, werden sich schnell zurechtfinden. Insgesamt fühlt es sich bei den Filmen um die Familie Bundschuh so an, als würde man selbst mit ihnen am Tisch sitzen oder in diesem Fall ganz konkret ein Haus renovieren.

Gundula Bundschuh wird von Andrea Sawatzki gespielt. Axel Milberg verkörpert Gundulas Mann Gerald. Zum Haushalt von Gundula und Gerald gehört außerdem auch noch Sohn Matz, den seit Jahren Levis Kachel spielt.

Gundulas Mutter Ilse Schultze wird von Thekla Carola Wied gespielt. Judy Winter hingegen spielt Susanne Bundschuh, die Mutter von Gerald.

Gundulas Bruder Hadi Schultze und seine Frau Rose werden von Stephan Grossmann und Eva Löbau verkörpert. Die Rolle des Herrn Mussorkski hat auch in diesem Jahr Uwe Ochsenknecht übernommen. Soweit sind also alle Mitwirkenden bekannt. Neu hinzu kommt Hella von Sternberg, die von Leslie Malton gespielt wird.

Somit muss man wohl sagen, dass die Besetzung selbst wenig überraschend ist, man weiß genau, was man bekommt. Eine herrlich überdrehte und charakteristische Familie, die sich stets vor neue Herausforderungen stellt und auch nicht vor ihnen zurückweicht.

Erwartungen an“Familie Bundschuh – Woanders ist es auch nicht ruhiger“

Habe ich in der Vergangenheit häufig geschrieben, dass ich mich bei den Filmen über die Familie Bundschuh auf herrlich turbulente Ereignisse neue, die zum größten Teil ein wenig überzeichnet sind.

So freue ich mich dieses Mal natürlich nicht minder auf einen turbulenten und somit absolut unterhaltsamen Film, der in seiner etwas stürmisch erscheinenden Art aber durchaus liebenswürdigen Art auch aktuelle Themen anspricht.

Gleichzeitig freue ich mich auch darüber, dass hier mehrere Generationen als Teil einer großen Familie vorgestellt werden. Das Konzept eines Mehrgenerationenhauses, wie es hier im Fall der Familie Bundschuh gelebt wird, verspricht darüber hinaus auch noch, dass man sich gut mit dem Film identifizieren kann.

Denn wer wünscht sich nicht, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein? Im Fall der Bundschuh benötigt jedes einzelne Familienmitglied aber sicher auch seine Möglichkeiten, sich zurückzuziehen. Mehrere Generationen in einem Haus, verspricht aber vor allem für uns als Zuschauer gute Unterhaltung. Hier sprechen auch die Einschaltquoten der vorangegangenen Filme für sich.

Darüber hinaus ist mit Sicherheit auch, dass es diesen Film im Anschluss auch in der Mediathek gibt, denn nach einem vielleicht etwas stressigen Weihnachtsfest, könnte dieser Film sich ebenfalls zum entspannen anbieten.

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4 Kommentare

  1. Der Film ist sehr gut gelungen, entspricht den wahren Tatsachen. Die Besetzung ist sehr gut gewählt, sehe ich mir garantiert noch einmal an. Mich würde interessieren, wo der Gutshof steht

  2. Hallo Rita,
    ja, ich fand den Film auch sehr gelungen und gar nicht so überdreht wie manchen Vorgänger und trotzdem so charakteristisch für die Bundschuhs. Freue mich jetzt schon auf weitere Fortsetzung. Der Gutshof steht übrigens laut Bahnhof im Film in Oehna, etwa eine Stunde vor Berlin.

  3. Der Film war super. Wir haben sehr gelacht. Gerne mehr solche Filme statt diese ganzen Spiel- und Castingshows. Werden uns die anderen Filme der Familie Bundschuh auf jeden Fall auch noch ansehen.

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