„Der Feuervogel – das Ballett nach Igor Strawinsky“

Voraussichtliche Lesezeit: 3 Minuten.

Heute stelle ich euch zum vorerst letzten Mal ein musikalisches Kinderbuch vor. Um eine Blogserie klassisch zu beenden, habe ich mir „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky ausgesucht. Es handelt sich hierbei um ein Ballett. Kindgerecht aufgearbeitet wurde das Bilderbuch ab fünf Jahren durch die Autorin Susa Hämmerle und die Illustratorin Maria Bogade.
Bei der Feuervogel handelt es sich um ein sehr farbenfrohes Ballett. Bin mir ziemlich sicher, dass dieses Ballett für klein und groß gleichermaßen geeignet ist. Mir persönlich gefallen solche farbenfrohen Ballette sehr gut, da sie den Zuschauer mitreißen können. Insbesondere neue oder junge Zuschauer fühlen sich durch die Farbenpracht nicht überfordert. Um das Bilderbuch sinnvoll zu ergänzen befindet sich auf der beiliegenden CD die Musik zum Ballett. Die Geschichte die im Rahmen des Balletts erzählt wird, möchte ich euch im folgenden vorstellen.

Der Feuervogel: ein russisches Märchen

Wie ich schon sagte, stellt dieses Bilderbuch das Ballett vor. Normalerweise tanzt man in einem Ballett auch, was natürlich beim Bilderbuch etwas schwierig umzusetzen ist. Wie will man ein Bilderbuch tanzen? Aus diesem Grund beginnt Susa Hämmerle zunächst mit einer kleinen Ansprache an die Leser und Zuhörer dieses Bilderbuchs. Ja, ihr habt richtig gelesen auch Zuhörer, denn die beiliegenden Audio CD ergänzt das Bilderbuch noch einmal mit Musik. Die klassische Musik von Igor Strawinsky rundet das Bilderbucherlebnis ab.

Dass es sich bei der Feuervogel um ein russisches Märchen handelt möchte ich an dieser Stelle vorwegnehmen. Viele Ballette kommen ursprünglich aus Russland und auch Igor Strawinsky war ein russischer Komponist. Doch worum geht es bei „Der Feuervogel“?

Der Feuervogel verzaubert

Der Feuervogel verzaubert zugegebenermaßen sowohl alte als auch junge Hörer. Fragt man sich jedoch, welche Geschichte das Ballett erzählt, so ist man schnell in einer Zaubermärchenwelt, denn das Märchen erzählt die Geschichte von Prinz Iwan, der einen Feuervogel fängt und ihn am liebsten für immer behalten würde. Jedoch traut er sich nicht, diesen stolzen Vogel in einen Käfig zu setzen und ihn dort zu belassen. Aus diesem Grund entscheidet er sich, lediglich eine Feder des Feuervogels zu behalten. Mit besagter Feder kann Iwan den Feuervogel jederzeit herbeirufen. Wenig später entdeckt Prinz Iwan, dass ein böser Zauberer am Rande seines Königreichs 13 junge Mädchen gefangen hält und verliebt sich natürlich in die Schönste unter ihnen. Bei dem Versuch sie zu befreien, gerät Iwan selbst Gefangenschaft. Wird der Feuervogel ihn und die Mädchen retten?

Stilistisch ansprechend und doch ganz anders

Stilistisch betrachtet ist dieses Bilderbuch wirklich ansprechend und auch die Bildsprache der Illustratorin ist farbenfroh und passend und doch unterscheidet sich dieses Bilderbuch grundlegend von den bereits vorgestellten musikalischen Bilderbüchern. Es erzählt nämlich nicht etwa über ein Genre oder einen Komponisten und ebenso wenig über die Entstehung eines Werkes, sondern es erzählt das Werk selbst. Unterstützt wird diese Vorgehensweise durch die beiliegende CD, die bei keinem der Bilderbücher fehlen darf, jedoch auch bei keinem anderen so wichtig ist wie bei diesem Punkt die Illustrationen weisen zwar in den Bildern auf Ballettbewegungen hin, jedoch wird dem jungen Leser erst beim Hören der Musik deutlich, dass sich diese Geschichte selbst an der Musik orientiert oder Musik an der Geschichte.

Genau wegen dieses Vorgehens unterscheidet sich auch das heute vorgestellte Bilderbuch von den übrigen. Denn natürlich macht es für mich als Leser einen Unterschied, ob mir eine Geschichte erzählt wird oder ob die Geschichte nur dazu da ist, etwas gezielt zu vermitteln. Tatsächlich scheint es bei diesem Bilderbuch so zu sein, als ob lediglich die Geschichte des Feuervogel erzählt wird und weniger auf die Charakteristika des Balletts eingegangen wurde. Dieser Eindruck wird erst durch das Hören der beiliegenden CD etwas entschärft.

Fazit

Im Vergleich zu dem bereits vorgestellten Bilderbüchern ist dieses Bilderbuch aufgrund seiner anderen Herangehensweise eher dazu geeignet dieses Buch als Vorbereitung zu nehmen. Möchtet ihr mit eurem Kind in einem Ballett gehen und hab zufälligerweise die Gelegenheit euch den Feuervogel von Igor Strawinsky anzusehen, so ist dieses Buch die perfekte Vorbereitung. Allerdings wird kaum auf die Charakteristika des Balletts eingegangen. Dies kann daran liegen, dass insbesondere Mädchen häufig schon in jungen Jahren Ballettunterricht nehmen und sie das Ballett besser kennenlernen. Dennoch lässt es das Bilderbuch gegenüber den anderen vorgestellten ein wenig schwächer erscheinen, obwohl es inhaltlich wie Bild sprachlich natürlich an die klassische Musik herangeführt. Je nachdem, welche Aufgabe dieses Buch erfüllen soll, bietet es sich als Einstieg in die klassische Musik des Balletts an.

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Der Feuervogel – das Ballett nach Igor Strawinsky
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2 Comments

  1. Kinderbuch-Detektive
    • Marie

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