Der Debütkrimi „Wiener Totenlieder“ von Theresa Prammer

Der Debütkrimi „Wiener Totenlieder“ von Theresa Prammer konnte mich mit seinem ungewöhnlichen Thema und seiner ungewöhnlichen Erzählweise davon überzeugen, einmal reinzuhören.
Ich gehe gern hin und wieder ins Theater und auch eine Oper hat gewissermaßen ihren Charme. Ein Hörbuch über Morde in einem Theater, mit Opern-Darstellern als Opfer, das war dann doch ungewöhnlich. Zunächst dachte ich mir auch, ach nein, das ist nichts für mich. Dann jedoch kam dieses Hörbuch und zog mich recht schnell in seinen Bann.

Wiener Totenlieder: Ein Wien-Krimi

Wie man schon vom Titel her ableiten kann, spielt dieses Hörbuch in Wien schon das fand ich recht ungewöhnlich, denn Hörbücher, die in Wien spielen, habe ich bislang nur selten erleben dürfen. Das nächste ungewöhnliche ist dann die Sache mit der Oper, die ich ja bereits erwähnt hatte. Weite Teile dieses Krimis spielen an der Wiener Oper und man merkt dem Hörbuch an, dass sich seine Autorin an diesem Ort sehr gut auskennt. Ja, sogar mehr als das. Sie weiß, wie die Abläufe an der Oper sind, sie kennt die Verhaltensweisen der Schauspieler und überträgt sie wunderbar in ein Konzept, das seinesgleichen sucht.

Ich persönlich muss zugeben, dass ich anfangs etwas verblüfft darüber war, worum es in diesem Hörbuch geht, den einen so ungewöhnlichen Plot hat man heute doch eher selten, aber umso mehr beeindruckte mich diese Idee. Obwohl ich anfangs kaum Erwartungen an dieses Hörbuch hatte, wurde ich schnell eines Besseren belehrt und muss meine Erwartungen wie eine Messlatte immer höher legen.

Aber warum waren meine Erwartungen eigentlich so niedrig? Nun, es war schließlich nicht nur ein ungewöhnliches Thema für einen Krimi, sondern zugleich auch noch ein Debüt. Ein Debüt, dessen Protagonisten so vielschichtig waren, dass man den Eindruck gewinnen konnte, sie wären lebendig, stünden leibhaftig im Raum und führten dort ein Eigenleben.

Anfangs treffe die Geschichte so vor sich hin, dann nimmt sie Fahrt auf, zieht einen in ihren Bann und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los. Selten hat mich ein Hörbuch so verblüfft ist dieses hier getan hat. Im positiven Sinne versteht sich.

Der Klappentext

Worum es geht, das verrät bereits der Klappentext recht umfangreich und darüber hinaus möchte ich euch eigentlich keine Auskunft geben, da euch ansonsten vielleicht der ein oder andere Spoiler die Spannung verderben würde.
“Ein Tenor wird mit seinem Kostüm ermordet, eine Soubrette unter einem Kulissenteil begraben und eine Sopranistin vergiftet. Und das am Wiener Opernhaus! Die Polizei ist machtlos und bittet Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore um Hilfe. Sie ist nicht nur eine gescheiterte Opernsängerin, sondern auch die Tochter der weltberühmten Sopranistin Maria Fiore. Carlotta wird als Statistin an der Oper eingeschleust. Ihr zur Seite steht Konrad Fürst, ein ehemaliger Kriminalkommissar, der sich als Clown durchschlägt, seit seine kleine Tochter vor langer Zeit verschwunden ist. Doch der Mörder lässt sich nicht aufhalten, sein nächstes Ziel: Carlotta Fiore.”

Fakt ist, dieses Buch sollte entweder gelesen oder gehört werden, denn es gehört sicherlich mit zu den besten Thrillern des Jahres 2015.
Alleine schon der ungewöhnliche Stil der Autorin ist bemerkenswert. Das es sich dabei um ein Debüt handelt, könnte man glatt vergessen. Getoppt wird dieses an sich schon Spannung erzeugende Gemisch noch durch die Sprecherin Vanida Karun. Kurz um, ich kann euch dieses Hörbuch nur wärmstens empfehlen, aber eine Kleinigkeit sollt ihr schon mitbringen, Interesse an klassischer Musik und spannungsgeladenen Büchern.

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Wiener Totenlieder von Theresa Prammer
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