DasErste, 20.15 Uhr: „Wo ist die Liebe hin“

DasErste, 20.15 Uhr: „Wo ist die Liebe hin“
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Entfremden sich immer mehr: Gregor (Roeland Wiesnekker) und Agnes (Ulrike C. Tscharre) © NDR/Sandra Hoever

„Wo ist die Liebe hin“ ist ein Film, der heute Abend um 20:15 Uhr in der ARD gezeigt wird. Dass es hierbei um das Scheitern einer Ehe geht, macht diesen Film nicht unbedingt zu einem spannenden Film, aber zu einem Film, mit dem sich wohl viele Zuschauer identifizieren können.

Tatsächlich scheitern heutzutage viele an dem Vorhaben der lebenslangen Gemeinschaft. Das Abenteuer Familie ist dabei meist weniger ein Problem, denn die meisten scheitern nicht als Familie, sondern als Paar. Infolgedessen werden die Ehen meistens geschieden und das einstige Paar wendet sich neuen Partnern zu.

So entstehen Patchwork-Familien, in denen jeder von neuem beginnt, sein Glück zu suchen. Mit diesem durchaus heiklen Thema beschäftigt sich letztlich auch der Film „Wo ist die Liebe hin“.

Worum geht es bei „Wo ist die Liebe hin“?

Agnes und Gregor führen seit 15 Jahren eine glückliche Ehe. Keine Krisen, keine Affären, kein Überdruss. Die haben sich gesucht und gefunden, sagen ihre Freunde Conny und Bernhard, die sich oft und viel streiten.

Wenn eine Ehe harmonisch ist, dann diese. Als Agnes sich jedoch neben ihrem Job sozial engagiert, gerät die über Jahre gut funktionierende Rollenverteilung in der Familie aus der Balance.

Die Veränderung in ihrer Beziehung führt Agnes und Gregor in ihre erste große Krise, mit der keiner von beiden umgehen kann. Erschrocken müssen sie feststellen, dass ihnen die Liebe droht abhanden zu kommen.

„Wo ist die Liebe hin“: Drehort

Gedreht wurde „Wo ist die Liebe hin“ in der Zeit vom 8. Oktober bis zum 8. November 2019 in den Städten Hamburg und Lübeck. Tatsächlich ist es aber bei diesem Film relativ gleich, wo er gedreht wurde, da sich die Handlung auf Familien aus ganz unterschiedlichen Regionen übertragen lässt.

Persönlich glaube ich auch nicht, dass wir in „Wo ist die Liebe hin“ besonders viel von den beiden Städten sehen, da es sich bei diesem Film um einen Film über eine Familie handelt und die Kulisse selbst mein weniger relevant erscheint. Trotzdem wird der eine oder andere Hamburger oder Lübecker Einwohner aber vielleicht den ein oder anderen Ort wieder erkennen.

„Wo ist die Liebe hin“: Besetzung

Die Besetzung erscheint mir bei diesem Film weit relevanter, denn „Wo ist die Liebe hin“ wurde mit starken und bekannten Schauspielern besetzt, die aber hier die Aufgabe haben, ein Allerweltsproblem gekonnt zu inszenieren.

In der Rolle von Agnes erleben wir zum Beispiel Ulrike C. Tscharre. Die Schauspielerin ist vielen noch aus ihrer Zeit bei der Lindenstraße bekannt, wo sie die Rolle der Marion gespielt hat.

Roeland Wiesnekker, der hier den Gregor spielt, dürfte insbesondere den Zuschauern bekannt sein, die gerne Krimis schauen. Da er bereits in zahlreichen Filmen wie zum Beispiel in der Serie „Marie Brand“ oder auch bei dem ein oder anderen Tatort mitgewirkt hat, könnte es sein, dass man mit seinem Gesicht eher das Krimi-Segment verbindet.

Ich selbst habe ihn aber auch schon in „Der Kotzbrocken“ in ganz andere Rolle erleben dürfen. Für mich persönlich ist Roeland Wiesnekker einer jener Schauspieler, die ganz unterschiedliche Figuren und ganz unterschiedliche Charakterköpfe spielen können.

Ulrike C. Tscharre und Roeland Wiesnekker hier gemeinsam vor der Kamera zu erleben, ist meiner Meinung nach eine gute Wahl, denn auf den ersten Blick wirkt es so, als würden beide ihre jeweiligen Rollen gut ausfüllen.

Tatsächlich freue ich mich beide Schauspieler in diesem Film zu erleben, da beide hier Charakterfiguren spielen, die ihrerseits authentisch sind, aber keinesfalls durch besondere Exzentrik auffallen. Somit handelt es sich also um eine für mich ideal erscheinende Besetzung.

Neben diesen beiden Rollen mussten aber auch noch einige andere Figuren besetzt werden, sodass auch ein Blick auf die ergänzende Besetzung sinnvoll erscheint.

Anneke Kim Sarnau spielt beispielsweise Heike Lohne. Auch Anneke Kim Sarnau ist für viele Zuschauer keine Unbekannte. Ich selbst habe sie schon in unterschiedlichen Rollen erlebt. Da sie aber auch im Polizeiruf 110 mit spielt, und dort eine dauerhafte Rolle hat (Sie spielt im Rostocker Polizeiruf 110 die fiktive Figur der Katrin König), ist sie ebenso wie auch Roeland Wiesnekker wohl insbesondere den Krimifreunden bekannt.

Helena Flemming wird von Emilie Neumeister gespielt. Der 23-jährige Schauspielerin habe ich ebenfalls durch den Film „Der Kurzbrocken“ kennengelernt. Sie spielte aber auch schon in anderen Serien Episoden Hauptrollen. So kennen sie vermutlich einige noch als Emmy, die Tochter von Butsch, aus Wolfsland.

Rainer Bock erleben wir in der Rolle von Bernhard. Ihn kenne ich zum Beispiel aus dem Film „Weihnachten im Schnee„, den viele von euch vermutlich noch in guter Erinnerung haben. Ich erinnere mich aber auch daran, dass er in „Terror – ihr Urteil“ mitgespielt hat und selbst wer ihn aus keinem der beiden Filme kennt, wird ihn vielleicht mit einer seiner zahlreichen anderen Rollen in Verbindung bringen. Bei diesem Schauspieler werden die meisten sagen, „Den kenne ich“ oder zumindest „Der kommt mir irgendwoher bekannt vor“.

Conny wird von Uygar Tamer verkörpert. Diese Schauspielerin habe ich schon einmal in „Der Lehrer“gesehen, wo sie eine Episodenhauptrolle gespielt hat.

Erwartungen an „Wo ist die Liebe hin“

Tatsächlich fällt es mir schwer, für den Film „Wo ist die Liebe hin“ eine Erwartung zu formulieren. Dies liegt nicht daran, sich bei diesem Film nicht wüsste, was mich erwarten könnte, sondern eher daran, dass ich nicht weiß, ob das Familiendrama, dass eine Trennung immer ist, am Ende für die Beteiligten positiv ausgehen wird oder er nicht.

Tatsächlich kann eine Trennung immer die Chance bedeuten, nach vorne zu blicken, sich etwas Neues aufzubauen, aber es kann auch bedeuten, dass einer von beiden auf der Strecke bleibt oder die Familie als Familie nicht mehr funktioniert.

Da ich nicht weiß, inwieweit diese Themen vertieft werden, bin ich selbst heute Abend sehr gespannt auf „Wo ist die Liebe hin“, da ich hoffe, dass er mich nicht nur gut unterhält, sondern auch die Tiefe besitzt, die ich bei solchen Fällen erwarten würde.

Persönlich bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieser Film tatsächlich etwas für jeden Zuschauer ist, denn obwohl der Film selbst ein hohes Identifikationspotenzial bietet, könnte ich mir vorstellen, dass er doch eher etwas für Menschen ist, die mitten im Leben stehen, die vielleicht selbst schon eine Scheidung erlebt haben oder in einer Patchworkfamilie leben.

Für alle, die sich also nicht ganz sicher sind ob sie „Wo ist die Liebe hin“ heute Abend schauen möchten, bietet sich alternativ an, den Film zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek anzuschauen. Ich selbst werde ihn heute Abend anschauen und bin schon sehr gespannt, ob die gute Besetzung hält, was die Handlung verspricht.

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