Zweiter Teil des Berichts über die Lesung: Außergewöhnlich…

… war jedoch nicht erst die Lesung, schon im Voraus gab es durch den Tourbus ein Spannungselement. In diesem Tourbus war es ganz dunkel und die Besucher konnten sich ein Teil des Buches in kompletter Dunkelheit anhören. Bei manchen löste diese Aktion beängstigende, ja möglicherweise sogar beklemmende Gefühle aus. Andere hingegen beschrieben es als sehr spannend in Erfahrung gemacht zu haben. Gestern habe ich mich mit einem Teil der Lesung befasst, die Lesung hielt jedoch neben einigen Informationselementen auch einige Spannungselemente (wie zum Beispiel den Bus) bereit.
Die Besucher die Lesung konnten sich zudem auch noch einige optische Täuschungen zeigen lassen, so dass man sich letztendlich fragte, wer hier eigentlich “blind” ist. Diese Erfahrung war keinesfalls abwertend gemeint gegenüber jenen die tatsächlich blind sind. Vielmehr ist es eine Erfahrung gewesen, die auf das Risiko der optischen Welt und ihrer Wahrnehmung hinweisen soll.

Ein weiterer Aspekt der Lesung waren jene Fakten orientierten Aspekte, in denen Sebastian Fitzek selbst einige Blinde und wichtige Aspekt ihres Lebens mithilfe von kurzen Videoclips oder Fotos vorstellte. Diesen Aspekt fand ich persönlich sehr spannend, da ich glaube, es ist schwer sich vorzustellen und Augen beziehungsweise ohne das Augenlicht zu leben. Viel zu sehr sind wir von unseren Augen in unserer Welt abhängig: wie viele Millionen Informationen nehmen wir tagtäglich über die Augen auf? Wie orientieren wir uns auf der Straße, und wie viele Komponenten filtern wir im Alltag und nicht durch eine Reizüberflutung überlassen zu werden, wie viele interessante Aspekte gehen uns dabei in unserem täglichen Leben verloren? Könnten wir uns ohne Augenlicht orientieren? Mir persönlich würde eine solche Vorstellung sehr schwer fallen. Alleine diese Aussage zeigt doch schon, wie abhängig wir von unserem Augenlicht sind.Für einige blinde gab es von vornherein keine sehende Wahrnehmung, für sie ist eine farbige Welt nicht als solche wahrnehmbar. Dennoch ist es ihnen natürlich nicht egal, wie sie aussehen. Sebastian Fitzek hatte auf seiner Lesung einen kleinen Apparat mit, der einer Fernbedienung nicht unähnlich sah. Diese Fernbedienung hielt er nun als Demonstration an seine Garderobe. Das Gerät sollte nun die Fragen ansagen. Die Farbe des Hemdes, schwarz, wurde sogar richtig durch das Gerät erkennt. Bei der Jeans wurde es dann schon schwieriger. Hier machte das Gerät einen Fehler. Statt blau erkannte das Gerät nämlich dunkel grün. Dennoch ist ein solches Gerät im Alltag sicherlich eine große Hilfe, wenn die Fragen erst einmal richtig eingelesen wurden. Ein solches Gerät ist jedoch auch nicht ganz billig mit etwa 200 €.

Auf einem Foto zeigte der Autor ebenfalls eine Armbanduhr, bei der man das Zifferblatt und die Zeiger abtasten kann.

So führte Sebastian Fitzek seine Leser in die Welt der Sehbehinderten ein. In der anschließenden Fragerunde ging gestern wieder mehr um den Werdegang des Autoren und die Tätigkeit des Schreibens. Auch wurde gefragt, was Sebastian Fitzek selbst gerne liest. Zu Beginn wurde sie gestellte Frage ein Weingummi-Autor an den Fragenden verteilt. Alles in allem war die Atmosphäre sehr stimmungsvoll. Die Atmosphäre war locker und entspannt, sogar die Fußballergebnisse und uns zwischenzeitlich immer mal wieder mitgeteilt. Zumindest, wenn sich etwas verändert hatte. Der Kommentator hat also relativ wenig zu tun, schließlich Italien gegen Paraguay während unserer Lesung nur 1: 0 gespielt. Die gelben Karten und roten Karten und uns nicht mitgeteilt. Aber immerhin haben wir immer mal wieder den Zwischenstand erfahren.

Eine Lesung von Sebastian Fitzek kann jedem Leser von Krimis und Thriller wärmstens empfehlen. Mir hat es dort wieder einmal sehr gut gefallen. Natürlich gab es auch noch die Möglichkeit auf ein Buch signieren zu lassen. Ach so, bevor ich es vergesse, natürlich habe ich auch Fotos gemacht, diese sind hoffentlich ohne technische Fehler in diesem Beitrag, sollte es Probleme geben, verlinke ich das Album gerne als Kommentar. Über eure Kommentare freue ich mich natürlich auch.

One Response

  1. Ela

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