“Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” (8) von Ben Rhodes

“Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” (8) von Ben Rhodes
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“Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” von Ben Rhodes weckt Erinnerungen an eine US-Regierung vor Donald Trump und macht deutlich, dass echtes Regieren mehr ist, als polarisieren und spalten.

Echtes Regieren sollte einen, verbinden und versöhnen, was uns trennt. Gleichzeitig sollte dieses Einen aber nicht zu Gleichmacherei führen, sondern die Vielseitigkeit und Diversität achten und wertschätzen.

Letztlich ist Regieren eine Verbindung aus Kommunikation, lösungsorientierem Handeln und dem immerwährenden Suchen und Finden eines Kompromisses mit dem alle Akteure zwar nicht unbedingt glücklich sein müssen, aber zufrieden sein können.

“The World as It Is. A Memoir of the Obama White House”: Warum der englische Titel treffender ist

Der englische Originaltitel verrät auch schon, worum es in “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” von Ben Rhodes geht.

Letztlich bedeutet “The World as it is” nichts anderes als “Die Welt, so wie sie ist”. Dies macht deutlich, dass Barack Obama die politische Lage und somit auch die Gesellschaft stets als gegenwärtig betrachtet hat und sie als das akzeptiert, was sie ist, unveränderlich aber stets mit dem Drang zum Fortschritt.

Ben Rhodes war dabei in den acht Amtsjahren nahezu ständig an seiner Seite und konnte beobachten, wie manche Entscheidungen, die Barack Obama traf, zu Veränderungen führten.

Manche dieser Entscheidungen sind dem früheren Präsidenten leichter gefallen als andere und auch das wird bei diesem biografischen Werk deutlich. Deutlich wird auch, dass die Präsidentschaft Obamas unterschiedliche Phasen durchlief.

“Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” von Ben Rhodes: Die Phasen der Präsidentschaft Obamas

Der Idealist Barack Obama wurde in den ersten drei Jahren seiner präsidialen Amtszeit, vor allem von Hoffnung getragen. Es ging ihm vor allem darum, die Welt in eine Richtung zu bewegen, die es der Bevölkerung seines Landes leichter machen würde, erfolgreich durchs Leben zu gehen.

Dabei ließ er sich vor allem von der Hoffnung leiten, dass seine politischen Ambitionen, die Menschen dabei unterstützten, erfolgreich zu sein. Das gesellschaftliche Streben nach Erfolg sollte dabei unabhängig vom gesellschaftlichen Rang und der gesellschaftlichen Stellung sein.

Der Schwerpunkt des informativen wie spannenden Sachbuchs “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ von Ben Rhodes liegt allerdings nicht nur auf der innenpolitischen Betrachtung, sondern auch und scheinbar schwerpunktmäßig auf der außenpolitischen Betrachtung.

Barack Obama ging es darum, die Beziehungen zwischen Nationen zu verbessern und Lösungen für langjährige Konflikte zu finden.

Bei all diesen unterschiedlichen Herausforderungen war Ben Rhodes stets an der Seite Barack Obamas, hat beobachtet und analysiert, stand als Gesprächspartner bereit. Die Erinnerungen an diese Zeit sind nun in “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ von Ben Rhodes festgehalten.

“Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ von Ben Rhodes: authentisch und treffend

Die Art und Weise, wie Ben Rhodes über die Jahre mit Barack Obama spricht und schreibt, zeigt, dass er ihm wirklich sehr nahe gestanden haben muss und vielleicht immer noch steht. Mit einem absolut geradlinigen und reflektierten Blick auf die Ereignisse gelingt es dem Autor nämlich, für mich als Leserin all jene Ereignisse zu betrachten, die Barack Obamas Präsidentschaft prägten.

Die auf den ersten Blick hauptsächlich außenpolitischen Aspekte lassen sich chronologisch geordnet in diesem Buch wieder finden und sind doch gleichzeitig viel mehr als eine Übersicht der Ereignisse.

Dieses Buch gibt Einblick in das Denken und Handeln des ehemaligen Präsidenten Barack Obama und macht deutlich, dass es zwar nach außen hin immer positiv und optimistisch wirkte, im Inneren aber durchaus auch Konflikte vorlagen.

Der Stil, in dem Ben Rhodes diese Ereignisse darstellt, gibt mir als Leserin den Eindruck, in den jeweiligen Situationen tatsächlich zugegen gewesen zu sein und sie irgendwo sogar miterlebt zu haben.

Als Leserin erlebe ich durch “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ von Ben Rhodes die einzelnen Ereignisse noch einmal. Allerdings bin ich dieses Mal viel näher dran, als wenn ich es nur den Nachrichten erfahre.

Wer Politik erleben möchte, der sollte nicht nur die Nachrichten konsumieren, sondern auch Bücher wie “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ von Ben Rhodes lese. Denn auf diese Weise erscheint Politik lebendiger. Noch lebendiger wäre sie wohl nur, wenn man selbst politisch aktiv wird.

Tatsächlich könnte man sagen, dass “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ eines jener Bücher ist, die am nächsten an der Situation Obamas dran sind. Noch näher sind wohl nur die Autobiografien.

Wer weitere Einblicke in die US-Politik erhalten  oder möglicherweise den Vergleich zu der Trump-Regierung wagen möchte, hat sicherlich in die Gelegenheit, auch Bücher wie “America First: Donald Trump im weißen Haus – Eine Bilanz” von Stephan Bierling zu lesen.

Wer sich intensiver mit der amerikanischen Gesellschaft beschäftigen möchte, aber weniger mit einem Sachbuch, könnte auch “Shitshow” von Richard Russo heranziehen. “Shitshow” von Richard Russo zeichnet nämlich ein recht anschauliches, aber auch eindringliches Bild der US-Gesellschaft, die sich unter der US-Regierung von Donald Trump zeigte.

Joe Biden als Obamas Vize

Wer sich fragt, warum ich “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama“ von Ben Rhodes jetzt vorstelle, bekommt von mir natürlich eine Antwort. Ich wage diesen Rückblick, weil der amtierende Präsident Joe Biden der Vizepräsident in der Obama-Regierung war.

Somit ist es sicherlich nicht weiter verwunderlich, dass ich der Meinung war, dieser Rückblick oder besser noch diese Empfehlung würde sich auch für Euch lohnen.

Über den Autor Ben Rhodes

“Ben Rhodes, geb. 1977 in New York, stieß 2007 als Redenschreiber zu Barack Obamas Wahlkampfteam. Später wurde er stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater und einer der engsten Mitarbeiter und Vertrauten von Obama.

Mit einer Ausnahme hat er ihn auf sämtlichen Auslandsreisen begleitet. Heute ist er Co-Chair der Organisation National Security Action und weiterhin als Berater für Barack Obama tätig.” (C.H. Beck)

Fazit zu “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” von Ben Rhodes

Wer an die US-Regierung Obamas zurückdenkt, könnte das Gefühl haben, die acht Jahre, die Barack Obama regiert hat, wären wie im Flug vergangen. Doch das sind sie nicht, denn bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass Obama nicht nur viel erreicht hat, sondern dass die Regierung Obamas durch viele Ereignisse (außenpolitische wie innenpolitische) geprägt wurde.

Genau aus diesem Grund lohnt sich ein Blick in das Sachbuch “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” von Ben Rhodes. Denn dieses ruft Erinnerungen wach, wertet und ordnet ein.

Gleichzeitig jedoch zeigt es auch, vor welche Herausforderungen Barack Obama gestellt wurde, denn auch seine Amtsszeit war alles andere als einfach und sicherlich stand der große Rhetoriker, der stets darauf bedacht war, geeignete Kompromisse zu finden, nicht nur einmal vor der Frage, welche Position man denn nun sinnvollerweise einnehmen sollte.

Wer glaubt, es sei schwierig, in einer Familie die Übersicht zu bewahren, der sollte niemals auf die Idee kommen, ein Land regieren zu wollen, denn das ist eine Herausforderung, an die sich sicherlich nicht jeder heranwagt.

Nach “Im Weißen Haus – Die Jahre mit Barack Obama” von Ben Rhodes hätte ich sogar Interesse daran, mir die einzelnen Biografien Obamas einmal anzusehen und sie Euch sogar vorzustellen. Und das, obwohl ich normalerweise eher selten Biografien lese und rezensiere.

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