„Hundeherz und Liebesglück“ (2.5) von Petra Schier

hundeherz und liebesglück "Hundeherz und Liebesglück" (2.5) von Petra Schier
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„Hundeherz und Liebesglück“ von Petra Schier ist ein Kurzroman aus Lichterhaven. In dieser kurzweiligen wie kurzen Geschichte machen wir gemeinsam mit Elke einen Ausflug in ihre Vergangenheit.

Heute an ihrem Geburtstag blickt sie nämlich zurück auf jenen Geburtstag, der so ganz anders verlief als erwartet und der maßgeblich für ihr heutiges Glück war.

An diesem Tag vor 16 Jahren reiste sie an und besuchte das erste Mal Lichterhaven. Eigentlich wollte sie ja einen sechswöchigen Urlaub in einem Wellnesshotel antreten, doch schon vor dem Eingang begegnen ihr Bauarbeiter und wenig später ist klar, dass der von ihr geplante Urlaub so nicht stattfinden kann.  Zurückreisen geht aber auch nicht.

Schließlich hat sie ihre Wohnung in Münster an ausländische Touristen untervermietet. Als der Empfangschef Flugbegleiterin Elke den Vorschlag macht, stattdessen auf dem Bauernhof der Familie Dennersen Urlaub zu machen, ist die genervt und gereizt. Schon den ganzen Tag leidet sie unter Kopfschmerzen und nun auch noch das…

Humorvoller Urlaubsroman

Die Lichterhaven-Romane laden immer zu einem Urlaub in diesem piktoresken Örtchen ein. Wie in jedem ihrer Bücher gibt Petra Schier auch hier jeder Figur seinen eigenen Charakter, dennoch ist „Hundeherz und Liebesglück“ vielleicht auch aufgrund ihrer Kürze ein wenig anders, denn Anias Gedanken kann man nicht mitlesen.

Das ist schade, denn die Stimmen der Hunde geben Petra Schiers Büchern normalerweise ihren ganz eigenen Humor. Doch dieses Mal zeigt sich die Bedeutung von Anja vor allem durch das Verhalten des Tieres, so dass man dennoch das Gefühl hat, genau zu wissen, was Ania fühlt und denkt.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass in dieser Geschichte eher eine zwischenmenschliche als eine tierische Geschichte. Da Elke und ihr Mann normalerweise immer wiederkehrende Nebenfiguren sind, freut es mich dennoch nun endlich auch ihre Liebesgeschichte kennen lernen zu dürfen.

Dass es sich dabei gleichzeitig auch um einen charmanten wie  humorvollen Liebesgeschichte handelt, rundet das Erlebnis, diesen Roman zu lesen ab, denn eigentlich wollte Elke selbst nur ihren sechswöchigen Urlaub dort verbringen. Was daraus geworden ist, sehen wir ja nicht zuletzt aufgrund der übrigen Romane.

Leise, aber herzliche Atmosphäre

Die Geschichte von Elke und ihrem Mann Bruno ist dabei gleichermaßen eine Liebesgeschichte wie eine Geschichte über Freundschaft. Beide erscheinen zunächst in ihren jeweiligen Lebensentwürfen festgefahren zu sein.

Elke liebt ihren Job als Flugbegleiterin, kann sich ein sich gar nicht vorstellen diesen aufzugeben und einen Hof zu bewirtschaften.

Erst durch ihren Urlaub erkennt sie, wie sehr sie ihr Alltag mit den vielen verschiedenen Orten und den wenigen Freunden stresst. Tatsächlich ist der Urlaub bei den Dennersen der erste seit einer langen Zeit und eine gute Möglichkeit wieder zu sich selbst zu finden.

Endlich gelingt es ihr die Erwartungen, die ihre Familie an sie richtet, wie ein zu klein gewordenes Kleid abzustreifen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Wie so oft erscheint die Geschichte, die erzählt wird, leise, frei von jeder Hektik, aber nicht minder herzlich. Lichterhaven hat dabei eine Atmosphäre, von der ich nicht erwartet hätte, dass sie so tiefenentspannt ist.

Genau diese Entspannung ist es aber auch, in diesem Kurzroman wieder entsteht. Petra Schiers Urlaubsromane sind in vielerlei Hinsicht die Abkehr von Stress und das Wiederfinden der eigenen Lebensfreude.

Außerdem ist es sicherlich auch positiv, dass es der Autorin gelingt, die typische Atmosphäre in ihren Lichterhaven-Romanen auch in dieser Kurzgeschichte aufzugreifen. Atmosphärisch dicht ist dieser Miniroman nämlich auf jeden Fall.

Wo wir schon über das Thema Entspannung reden, dieser Miniroman eignet sich für einen entspannten Abend oder vielleicht auch für die Mittagspausen, denn 100 Seiten lassen sich verhältnismäßig schnell lesen. Fakt ist aber auch, dass wir auf diesen 100 Seiten unbedingt die Komplexität zu erwarten haben, wie sie in einem Roman mit 384 oder mehr Seiten üblich wäre.

„Hundeherz und Liebesglück“ von Petra Schier: Das Zwischenstück einer Reihe

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Dass Petra Schier eine Kurzgeschichte schreiben kann, war für mich keine Überraschung. Die Überraschung war, dass sie eine Kurzgeschichte als ein Zwischenstück ihrer Lichterhaven-Reihe. Die Geschichte des Bauern-Ehepaars Dennersen ist genau zwischen „Vier Pfoten am Strand“, dem zweiten Teil der Reihe, und „Strandkörbchen und Wellenfunkeln“, dem dritten Teil der Reihe platziert.

Fragt sich, warum dieses Zwischenstück überhaupt entstand. Die Antwort auf diese Frage ist wohl in den Figuren selbst angelegt, denn die Geschichte von Bruno und Elke ist zwar genauso unterhaltsam und interessant, allerdings bei weitem nicht so komplex, wie man es von den Romanen kennt.

Die Geschichte selbst erscheint dabei einfach ein wenig weniger kompliziert und komplex, aber genauso herzlich und interessant, wie man es von der andere Teilen der Reihe gewohnt ist. Dass das Ehepaar Dennersen in vergleichsweise vielen Büchern dieser Reihe als Nebenfigur agiert, ist sicherlich zum einen ein Beleg dafür, dass die Nebenfiguren nicht unwichtig sind, zum anderen aber auch ihre ganz eigene Entwicklung haben.

Ich weiß, dass sich Kurzgeschichten sicherlich nicht für alle Leser gleichermaßen anbieten. Trotzdem oder gerade deshalb kann es sich lohnen, mit dieser Geschichte einmal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Um für einen Abend gute Unterhaltung zu bieten, muss es nicht immer gleich ein Roman 300 oder 400 Seiten sein, manchmal reicht auch eine Kurzgeschichte.

Über Petra Schier

„Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freue Autorin und Lektorin. Neben ihren zauberhaften Weihnachtsromanen schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.“ (Harper Collins)

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Fazit zu „Hundeherz und Liebesglück“ von Petra Schier

„Hundeherz und Liebesglück“ von Petra Schier ist ein Kurzroman entspricht genau dem, was ich erwartet hatte und es doch ganz anders.

Tatsächlich ist die Liebesgeschichte zwischen Elke und Bruno eine Zeitreise, die uns als Leser rund 16 Jahre in die Vergangenheit entführt, uns daran teilhaben lässt und uns dann wieder in unseren Alltag entlässt.

Dieser Roman ist ein Kurzroman, der mit knapp über 100 Seiten innerhalb eines Abends gelesen werden kann. Somit bietet er sich als perfekte Feierabendlektüre an. Es empfiehlt sich allerdings tatsächlich auch die anderen Lichterhaven-Romane zu lesen.

Denn auf diese Weise erhält man die vor Geschichten einiger Figuren. Man merkt aber auch schnell, dass alle Bücher, die in dieser Gegend spielen aufeinander Bezug nehmen. Somit ist das Lesen dieses Buches wieder eine Freude für alljene Leserinnen und Leser, die die Reihe kennen.

Gleichzeitig eignet sich dieses kurzweilige Zwischenstück um die komplette Reihe einmal kennen zu lernen. Somit bietet sich dieses Zwischenstück auch dazu an, die Neugier von Lesern zu wecken, die die Reihe bislang noch nicht kennen.

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