“Fräulein Millas Gespür für Tango” von Alice Golding …

Voraussichtliche Lesezeit: 4 Minuten.

… war eine Überraschung für mich. Die Autorin hatte gefragt,  ob ich nicht Lust hätte ihren neusten E-Book-Roman zu lesen und ich habe zugesagt, nicht etwa weil mir die Bucher ausgegangen wären,  sondern, weil ich an “Gesucht: Traummann mit Ente“, das ebenfalls von dieser Autorin geschrieben ist, so gute Erinnerungen habe.  Auch schon bei diesem Buch war ich jedoch in ein Fettnäpfchen getreten,  da ich den klassischen ChicLit-Roman erwartet habe.  Bei diesem ersten E-Book-Roman war ich froh, dass sich meine Annahme nicht bewahrheitet hatte.

Bei diesem E-Book-Roman folgte ich dann wiederum der irrigen Annahme,  es handele sich um einen ChicLit-Roman.  Abermals lag ich falsch. Es war kein ChicLit-Roman,  obwohl auch die Liebe eine nicht unwichtige Rolle in diesem Roman spielt.

Worum es tatsächlich geht

Ein leeres Marmeladenglas mit der Aufschrift „Meine Glücksmomente“ – damit beginnt Millas neues Jahr. Im letzten hat sie gerade mal sieben Zettelchen hineingesteckt, das soll sich dringend ändern. Immerhin hat sie nun einen neuen Job in einem wundervollen Teeladen, nachdem sie ihre Arbeit als Friseurin aufgeben musste. Wäre da nur nicht ihre Chefin Katha, die so gar keinen Gefallen an Millas Änderungsvorschlägen für den Laden hat. Zu gern würde diese ihr selbstgemachtes Gebäck dort verkaufen und Leute bewirten. Auch ein neuer Kunde, Mr. Grant, wie Milla ihn heimlich nennt, hat eine Schwäche für ihre Gebäckspezialitäten. Als Katha ihr berichtet, sie wisse sicher, dass dieser Mann gerade einen Tanzkurs besucht, wird Milla hellhörig. Hatte Katha nicht erzählt, sie selbst tanze leidenschaftlich gern? Auch ihre Chefin scheint Mr. Grant ins Auge gefasst zu haben. Es gibt nur eines, um ihrem Mann der Träume näher zu kommen. Dabei kann Milla doch noch nicht einmal einen Hampelmann! Bald stellt nicht nur Mr. Grant Millas Leben auf den Kopf, auch eine spontane Reise nach Wien steht an, die Milla zwar in ein Luxushotel, doch auch fast um ihren Verstand bringt. Ihr einziger Hoffnungsschimmer ist Russe Vadim. Doch auch dieser hat Geheimnisse, von denen Milla nichts ahnt.

Der Stil des Buches

Der Stil des Buches ist zugegebenermaßen für eine Komödie ein wenig gewöhnungsbedürftig, gewöhnungsbedürftig deshalb, weil er sich einerseits super leicht lesen lässt, andererseits aber auch nicht unbedingt selbst zum Lachen animiert. Vielmehr als über den Stil kann man persönlich über die Handlung lachen, aber zu der kann und möchte ich euch nicht viel mehr sagen als das, was Amazon als Klappentext angibt. Genau genommen ist diese kurze Info schon ein wenig zu ausführlich.

Der Schreibstil der Autorin bei dieser Komödie ist gewohnt sachlich, gewohnt nüchtern, möglicherweise auch ein wenig alltäglich, aber eigentlich ist es genau das was ich mir von einer guten Komödie erwarten würde.

Ich meine, wer will schon über den Stil eines Buches lachen? Sollte ein nicht viel eher die Handlung amüsieren, die bei der Entwicklung der Charaktere, vielleicht auch einzelne Episoden? Nun ja, wenn ein gutes Buch aus einer guten Handlung alleine bestünde, gäbe es sicherlich viel mehr gute Autoren. Ich für meinen Teil behaupte, dass ein gutes Buch aus beidem besteht einem guten Stil, der zur Handlung passt und aus der Handlung selber. Nur wenn beides miteinander zusammen spielt und harmoniert, wird aus einer guten Idee eine gute Handlung und aus einer guten Handlung ein guter Roman.

Alice Golding alias Ivonne Keller oder eher Ivonne Keller ist Alice Golding

Erst durch das Lesen dieses Buches wurde mir klar, dass Alice Golding tatsächlich ein Pseudonym ist. Ich hatte so etwas zwar schon vermutet, war mir nicht ganz sicher. Noch weniger sicher war ich mir wessen Pseudonym, diese Alice Golding ist. Doch in diesem E-Book gab es bei „Über die Autorin“ den Hinweis darauf, dass hinter Alice Golding tatsächlich Ivonne Keller steckte. Ich selbst wäre im Leben nicht darauf kommen, denn auch von Ivonne Keller habe ich ja bereits ein Buch als E-Book zu lesen begonnen, dann aber schnell aus den Händen gelegt.

Nun ja, die beiden Autorinnen, sofern man das Pseudonym der Autorin Ivonne Keller ebenfalls als Autorin sehen kann, unterscheiden sich vor allem durch das Genre und doch wäre im klassischen Sinne der Krimi, also das Genre von Ivonne Keller, meinem normalen Leseverhalten sehr viel näher als eine Komödie mit einem Hauch von Romantik ich kann euch also noch nicht mal sagen, warum es in diesem speziellen Fall so offenkundig und augenscheinlich anders zu sein scheint. Ich werde mich nun bei passender Gelegenheit noch mal mit dem mir vorliegenden E-Book „Hirngespenster“ beschäftigen um herauszufinden, ob sich die Bücher stilistisch wirklich so stark voneinander unterscheiden oder auch mein Problem vielleicht weniger der Stil von Ivonne Keller als vielmehr Handlung war.

Fazit

Fakt ist jedenfalls, sollte es weitere Bücher von Alice Golding geben, so bin ich sehr gespannt, worum es dann gehen wird. Ob ich weitere Bücher von Ivonne Keller lese, weiß ich noch nicht, da ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich ein inhaltliches Problem im Jahr 2012 war oder nicht doch eher eine Veränderung des Stils vorliegt…

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