Eine kleine Nachtmusik: Eine Geschichte zur Serenade von W. A. Mozart

Voraussichtliche Lesezeit: 4 Minuten.

Wer kennt sie nicht? Die kleine Nachtmusik aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart. In ihrem Buch erzählen Kristina Dumas und Julia Dürr die Geschichte der kleinen Nachtmusik und ihre Entstehung. So lernen die jungen Leser. Denn auch dieses Buch ist, wie das gestern vorgestellte „Beethoven“, für Kinder von 4-6 Jahren geeignet. Doch wie auch schon bei besagtem Beethoven-Buch können auch Erwachsene hier wieder eine Menge lernen. So erfahren wir bereits zu Beginn der Geschichte, dass es sich um eine andere Herangehensweise handelt als bei dem gestern vorgestellten Kinderbuch. So nehmen Dumas und Dürr die jungen Leser und ihre Eltern mit auf eine Zeitreise. Zu Beginn der Reise erfährt der junge Leser jedoch schon, dass Mozart ein Komponist 18. Jahrhundert war, der eine Vorliebe für Vögel hatte. Dieses Wissen erscheint auf den ersten Blick als sehr viel Liebe zum Detail. Doch bedenkt man dass es sich bei der kleinen Nachtmusik um eine Geschichte handelt, in der mit Papageno ein Vogel vorkommt, dass Mozart selbst pflegte eine tiefe Freundschaft zu einem Starr (also einem Vogel), als er mit der kleine Nachtmusik beginnt. Geplant ist dieses Stück für ein großes nächtliches Gartenfest.
Es soll ein fröhliches Stück werden, also ein Stück, das sind nur geschrieben wird. Zwei Geigen sollen darin vorkommen, eine Bratsche ein Cello und außerdem ein Bass.
Der Schwerpunkt dieses Buches liegt also nicht auf den Tast- und Streichinstrumenten. Zwar hatte sich auch Beethoven mit den Streichern beschäftigt, allerdings fanden sich in seinen Stücken mehr als einmal auch ein Klavier.

Aus dem Leben Mozarts und über die Entstehung der kleinen Nachtmusik

Mozart selbst komponiert ebenfalls am Klavier und ebenfalls ein paar Stücke für Klavier geschrieben. Unterhalten von seinem Freund dem Starr, beginnt er sich also an die Arbeit zu machen. So spielt einige Melodien vor sich hin. Dabei durchlebt er zahlreiche Erinnerungen, die sein Leben und das seines treuen Vogelfreundes prägten.
Ganz nebenbei lernen wir so nicht nur die Geschichte der kleine Nachtmusik kennen, sondern auch einige Aspekte über Wolfgang Amadeus Mozart. Auf äußerst amüsante Weise lernen wir mit Constanze sogar die Partnerin Mozarts kennen. Wir lernen ebenfalls das in Mozarts Leben nicht alles eitel Sonnenschein war und er auch einige Rückschläge erleben musste. Als Leser dieses Buches erleben wir die Geschichte jedoch aus Sicht eines geheimen Beobachters, wir sind also einerseits hautnah dabei und halten doch Abstand.

Mozarts Musik als Inspiration

Auch dass seine Musik selbst für Mozart eine Inspiration bedeutet erfährt der junge Leser durch das Buch. Musik regt die Fantasie an und verleitet zum Träumen. Was wäre, nicht fliegen könnte? Nun, auch dieser Frage widmet sich Mozart kreativ. So entsteht nach und nach nicht nur die kleine Nachtmusik sondern auch eine Geschichte über die kleine Nachtmusik.
Eine Komposition nicht nur etwas mit Können und Talent zu tun hat, sondern auch in einer Menge Disziplin und Kreativität. Das aber auch mit Rückschläge nicht aufzugeben, erfährt der Leser dieses Buches ganz nebenbei. Wir alle können durch die Erfahrungen dieses Buches profitieren und auch wenn es einerseits so ganz anders ist als das Buch über Beethoven, so weisen die beiden Bücher doch eine gewisse Ähnlichkeit zu einer auf.

Musikbeispiele

Neben der inhaltlichen Ähnlichkeit gibt es jedoch auch noch eine formale, denn auch dieses Bilderbuch bietet einen CD an, dass dem Leser die Geschichte ans Ohr trägt. Neben vielen Musikbeispielen, bekommen wir auch Szenen aus dem Buch selbst vorgelesen, sodass die CD insgesamt eine Spielzeit von 61 Minuten hat. Perfekt für Kinder, die sich auf kreative und abwechslungsreiche Weise auch ohne ihre Eltern mit der klassischen Musik beschäftigen möchten.

Fazit

Fragt man sich nun, ob man auch dieses Buch Kinder empfehlen kann, so muss ich deutlich sagen, dass ich auch dieses Buch ruhigen Gewissens empfehlen kann, denn es ist ein Buch, das sich kindgerecht mit dem Leben und den Werken Mozarts beschäftigt. Gleichzeitig jedoch widmet er sich den Themen Disziplin und Kreativität und gibt so jedem Kind die Möglichkeit, sich zu fragen, ob sie selbst ein Musikinstrument lernen möchten. Ähnlich wie auch schon bei Beethoven erfahren sie jedoch auch das ist nicht immer ganz einfach ist. Meiner Meinung nach sind beide Bücher sehr empfehlenswert, sie sind einerseits klassischen Musikgenre angesiedelt, ja, beide. Aber dennoch weisen unterschiedliche Facetten des Genres auf und beschäftigen sich obwohl sie für den jungen Leser augenscheinlich bei der ähnlich weit weg mit unterschiedlichen Facetten, ja unterschiedlichen Epochen der klassischen Musik.

Für jung und alt

Meiner Meinung nach bietet dieses Buch die perfekte Chance, sein Wissen über klassische Musik aufzubauen oder zu verbessern. So ist dieses Buch nicht nur etwas für Kinder, die sich im Bereich der musikalischen Früherziehung mit klassischer Musik beschäftigen möchte, sondern auch etwas für ihre Eltern, die vielleicht nie einen Zugang zur klassischen Musik hatten und nun feststellen das diese Musik facettenreicher ist als sie zunächst glaubten.

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Eine kleine Nachtmusik: Eine Geschichte zur Serenade von W. A. Mozart
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