Blogtour: “Engel der Themse” von Anne Breckenridge

Voraussichtliche Lesezeit: 5 Minuten.

Heute ist es nun also so weit, ich darf euch meine erste eigene Blogtour präsentieren. Für mich persönlich ist dies ein Highlight. Ich habe für euch auch. Meine erste komplett selbstorganisierte Blogtour beschäftigt sich mit dem Buch „Engel der Themse“ und ich hatte die ehrenvolle Aufgabe mich mit der Autorin Christiane Dieckerhoff alias Anne Breckenridge über das Buch und ihre Arbeit als Autorin zu unterhalten. Natürlich möchte ich euch an dieser Stelle nicht weiter zu Texten, sondern euch an diesem Interview teilhaben lassen. Weiter unten gibt es dann ein kleines Gewinnspiel. Macht doch mit!

Interview mit Christiane Dieckerhoff alias Anne Breckenridge

Hallo Christiane. Du hast unter dem Pseudonym „Anne
Breckenridge“ den Londonkrimi „Engel der Themse“ geschrieben. Einige der Leser
kennen dich jedoch auch als Autorin des Spreewaldkrimis „Spreewaldgrab“. Wie
entstand die Idee unter offenem Pseudonym zu schreiben?

Das Pseudonym war die Idee meiner ehemaligen Agentin. Nach
ihren Erfahrungen eignen sich englische Pseudonyme besser für bestimmte
Stoffe.  Wir haben es das erste Mal beim
„Vermächtnis der Piratin“ benutzt.

„Spreewaldgrab“ spielt in der Gegenwart, „Engel der Themse“
in der Vergangenheit. Wie hat dir die „Zeitreise“ gefallen?

Ich liebe Zeitreisen. Mein erster –leider nie
veröffentlichter – historischer Roman spielte im 9. JH in Frankreich, England und
Italien. Danach trieb ich mich mit dem „Vermächtnis der Piratin“ in der Karibik
herum und bin nun mit dem „Engel der Themse“ wieder in England gelandet

„Engel der Themse“ ist atmosphärisch dicht und absolut
authentisch geschrieben. Wie war die Recherche zum Buch? Was hat dir besonders
viel Spaß gemacht? Was würdest du heute anders machen?

Danke für das Lob, liebe Marie. Ich lese viel und da ich
Englisch zumindest recht fließend lesen kann, stehen mir natürlich außer den
Klassikern wie Dickens, Doyle oder Austen auch andere Quellen, wie das
britische Newspaper Archiv, oder Rechercheseiten der BBC offen.  Am meisten Spaß macht es mir dann immer, neue
Quellen zu entdecken.

Die Frage nach dem „anders machen“ ist immer schwierig zu
beantworten. Es gibt wahrscheinlich dutzende Sachen, die ich heute anders
machen würde. Einzelne Sätze, oder Worte. Aber, man schreibt ja nur sehr
bedingt „alleine“. Geht die erste Fassung erst an den Verlag, kommen noch
andere Meinungen dazu und im Endeffekt ist das Buch dann ein Produkt diverser
Kompromisse zwischen Autorin, Verlag und Lektorat. Was sicherlich  gut, aber manchmal auch schmerzhaft ist. Insgesamt
glaube ich, haben wir einen guten  Job
gemacht.


Deine Figuren wirken aus dem Leben gegriffen. Gibt es reale
Vorbilder?

Mir ist es wichtig, dass meine Figuren in ihrer Art
authentisch und vor allem kongruent sind.
Sie müssen wirklich in ihrer Zeit leben. Deshalb habe ich viel
Originalliteratur gelesen. Gerade für das Entwickeln meiner Protagonisten waren
die Bücher „Voices of London“ und „The London Underworld“, die sehr viele
Originalzitate enthalten, sehr hilfreich.

Wie bist du auf die Idee gekommen, „Gladys Geschichte“ zu
erzählen?

Gladys und Tom waren von Anfang an dabei. Die ganze Idee ist
ja als Serie angelegt und ich wollte unbedingt den Spagat zwischen der
Unterwelt (repräsentiert durch Tom) und der kleinbürgerlichen Lebenswelt von
Emma und Kelly und das verbindende Glied ist Gladys.

Viele Leser der Geschichte stolpern auch über solche Details
wie den Verkauf der Brunnenkresse.

Wie kamst du auf diese Details? Gibt es
geschichtliche Hintergründe, die dich inspiriert haben?

Stolpert man darüber? Wie interessant. Details wie die
Brunnenkresse, oder die Wellhornschnecken springen einen geradezu an, wenn man
sich mit dem viktorianischen Straßenhandel beschäftigt. Und gerade die
Brunnenkresse war oft außer Bier die einzige Vitaminquelle, die die Leute
hatten. Natürlich wussten die Menschen der damaligen Zeit das nicht.  Aber der Körper holt sich, was er braucht,
also hat er den armen Leuten Appetit auf das frische Grün der Brunnenkresse
gemacht, die anspruchslos, vitaminhaltig und schnellwachsend ist.

Einige kreative Kinder träumen davon, wenn sie groß sind,
Autor oder Autorin zu werden. Wie kamst du zum Schreiben?

Ich würde jetzt gerne sagen, ich habe schon immer
geschrieben und in einer geheimen Kiste auf dem Speicher lagern meine
Tagebücher und warten nur darauf, der Nachwelt zugänglich gemacht zu werden.
Mal davon abgesehen, dass das nicht stimmt, würde auch nicht viel Interessantes
drinstehen. Mein Leben war eher ereignislos. Deshalb habe ich schon früh
angefangen, mir Geschichten auszudenken. So nach dem Motto Pimp my life.

Schon als Kind habe ich sehr viele Geschichten erzählt, nur
hieß das in den 60igern nicht phantasievoll, sondern verlogen und wurde
entsprechend sanktioniert. Also habe ich gelernt, sie für mich zu behalten.  Als junge Mutter hatte ich dann ein sehr
dankbares Publikum, aber dann wurde es halt wieder weniger mit den
Möglichkeiten, die Geschichten, die durch meinen Kopf geisterten, auch zu
erzählen. So ist halt der Lauf der Dinge. Heutzutage erzählt man sich eben keine
Geschichten mehr am Kamin. Das hat wohl zu einem Stau in meinen Hirnwindungen geführt,
der mich dann zum Schreiben gebracht hat.

Hast du einen Tipp für angehende Autoren?

Ein Autor sollte leidenschaftlicher Leser und leidensfähig
sein.

Und abschließend: Worauf dürfen sich deine Leser als
nächstes freuen?

Im Februar 2017 erscheint Spreewaldtod, der zweite Band der
Klaudia Wagner Reihe.  Wer mehr wissen
will, kann in diesen Clip reinhören. https://www.youtube.com/watch?v=7yeWJzu25v4

Danke, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen
hast.

Vielen Dank für die Fragen liebe Marie.

Das Gewinnspiel

Da es sich bei allen Blogtouren so eingebürgert hat, möchte auch ich gern ein Gewinnspiel in Kooperation mit dem Dryas Verlag veranstalten. Eine Kleinigkeit jedoch ist neu. Heute erfahrt ihr mal nicht, was ihr eigentlich gewinnen könnt. Obwohl es uns allen, die mitgewirkt haben, natürlich bekannt ist. Den Gewinn werde ich erst am Ende der Blogtour auflösen. Ihr dürft also gespannt sein.

Eine Kleinigkeit jedoch ist so wie bei jedem Gewinnspiel. Ihr müsst teilnehmen um etwas zu gewinnen. Bei eurer Teilnahme erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und den Lostopf. Was ihr tun müsst um mit den Lostopf zu gelangen? Nun, eigentlich ist es ganz einfach: beantwortet mir doch bitte die Frage: Welche Frage hättet ihr Christiane Dieckerhoff alias Anne Breckenridge gestellt, wenn sich euch die Gelegenheit böte?

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Heute ist es nun also so weit, ich darf euch meine erste eigene Blogtour präsentieren. Für mich persönlich ist dies ein Highlight.
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10 Comments

  1. Tiffi2000

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