“Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich

“Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich
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Mit “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich starte ich in die Winter- und Vorweihnachtssaison und das, obwohl die entsprechend besinnliche Stimmung noch nicht Einzug gehalten hat. Obwohl dieser Roman auf den ersten Seiten eine winterliche Stimmung verspricht, entsteht nicht direkt eine kitschige weihnachtliche Stimmung, sodass sich “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich perfekt für den Einstieg in die Wintersaison anbietet.

Obwohl zu Beginn noch keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen will, besitzt “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich doch ein gewisses Ambiente. Für meinen Geschmack ist es genau die richtige Mischung um sagen zu können, dieses Winterbuch gefiel mir gut. Auch dass die winterliche Stimmung sich nach und nach in eine weihnachtliche Stimmung verwandelt, finde ich ausgesprochen gut.

Dass es sich bei diesem Roman um eine Liebesgeschichte handelt, hatte ich von Anfang an so erwartet, trotzdem tropft hier nicht der Kitsch aus dem E-Book Reader, sondern macht einfach Lust aufs Weiterlesen. Die Geschichte selbst ist nämlich einigermaßen romantisch, aber weiß auch mit Humor zu bezeugen.

Sophies Motivation: Das Erbe ihrer Mutter retten

Nach dem Tod von Sophies Mutter hat Sophie das Ferienhaus Talblick geerbt und versucht alles um das Ferienhaus zu erhalten.

Doch die Zeiten sind durchaus ein wenig härter geworden, denn im Nachbarort werden bereits von Investoren große Hotels gebaut. Nun haben Investoren ist auf die Grundstücke der Region abgesehen, doch soll nicht erhalten werden, sondern luxuriöse Neubauten dazu einladen, in der Region Urlaub zu machen. Sophie scheint die einzige zu sein, die etwas dagegen hat, denn selbst der Bürgermeister die Gewerbesteuern.

Einzig die aktuelle Feriengast Lennart scheint sie zu verstehen. Doch ist er wirklich der, für den er sich ausgibt?

Lennarts Motivation: Das Ferienhaus auszuspionieren

Fragt man sich nun, was eigentlich Lennarts Motivation ist, so ist ab der ersten Seite, die aus Lennarts Perspektive erzählt wird, klar, dass er eigentlich nur aus Pflichtgefühl Urlaub macht. Das Pflichtgefühl gilt allerdings zunächst nicht Sophie, sondern seinem Schwiegervater in Spe.

Ihm gehört nämlich ein großer Hotelkonzern und Lennart soll diesen nach der Hochzeit mit der Tochter seines Chefs übernehmen. Der alte Patriarch plant bereits seinen Ruhestand und Lennart möchte Sophies Vertrauen gewinnen. Ob ihm das gelingt, zeigt sich im Verlauf des Romans.

Trotzdem scheint sein Unterfangen gewissermaßen aussichtslos, der mit Sophies Motivation ist der letztlich doch irgendwie überfordert. Doch irgendwie überfordert ist auch sein Schwiegervater entsteht, weil Lennart sich immer weniger für dessen Interessen begeistern kann.

Was aus seiner anfänglichen Motivation, das Ferienhaus aus zu spionieren geworden ist, ist klar, Sympathie für Sophie. doch wird das den beiden letztlich vermutlich eher im Wege stehen, denn ihre Motivationen sind gewissermaßen gegensätzlich.

“Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich: Ein Roman mit Perspektivwechseln

Bemerkenswert ist, dass “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich mit wechselnden Perspektiven erzählt wird, sodass ich als Leserin dieses Romans stets etwas mehr weiß, als die beiden Protagonisten. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat es mir als Leserin Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen.

Tiefe hatte ich bei dieser Geschichte keinesfalls erwartet. Spannung hinsichtlich der Entwicklung einer Liebesromanze natürlich schon. Die Perspektivenwechsel dienten jedoch vor allem dazu, dass emotionale Gefühlswirrwarr beider Protagonisten gleichermaßen zu betrachten, denn beide erleben Höhen und Tiefen.

Sollte ich nun behaupten, dass mir dieses emotionale ein wenig zu weich gespült und zu unproblematisch war? Nein, das kann ich nicht, denn hätte es mehr Herausforderungen gegeben, wäre es kein so wunderbar leichter Winterroman gewesen, den man hätte genießen können.

“Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich: Alles eine Stimmungsfrage?

Der Grund, warum ich keinen Tiefgang erwartete, liegt in der Frage begründet, was ich eigentlich von diesem Buch erwartet hatte. Gerade habe ich bereits gesagt, ich erwartete einen wunderbar leichten Winterroman und genau den habe ich bei “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrichauch bekommen.

Gleichzeitig kann ich jedoch feststellen, dass es insbesondere die Emotionen der beiden Protagonisten waren, die mich besonders gut unterhalten konnten, sowie die Dialoge, die gleichzeitig mehr verrieten als verheimlichten und trotzdem blieb das Wesentliche schon gesagt, nämlich zum einen, dass Lennart verlobt ist und zum Anderen, dass Sophie eigentlich einen Neustart für das Ferienhaus ihrer Mutter benötigt und er dazu das nötige Kleingeld fehlt. Doch fehlt dennoch weitaus mehr, nämlich ein Konzept, wie sie auch in Zukunft Gäste ansprechen kann.

Persönlich mag ich solche Geschichten ja sehr gerne, nur mit Upcyclen und Restauration versucht, ein Unternehmen zu retten. Trotzdem fehlte mir bei diesem Roman gewissermaßen ein wenig thematisches Eintauchen, sodass der Kauf des Ferienhauses und das fehlende Konzept Sophies mehr und mehr in den Hintergrund traten.

Persönlich bin ich mir da nicht ganz sicher, ob mich “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich nun in Gänze überzeugen konnte. Fakt ist aber, dass er mich für einige Stunden gut unterhalten hat.

Über die Autorin Janka Friedrich

“Janka Friedrich lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe des Edersees. Sie schreibt romantische Liebesgeschichten und genießt es, mit ihren Protagonisten zu lieben, zu leiden und sie zu einem gefühlvollen Happy End zu begleiten. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie schon vor längerer Zeit entdeckt. Ihre Ideen entstehen meist bei ausgedehnten Spaziergängen in der Natur, oder sie holt sie sich aus dem wirklichen Leben.” (Feuerwerke Verlag)

“Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich: eine Geschichte mit Happy-End-Garantie?

Als ich damit begann, diesen Roman zu lesen, ahnte ich schnell, dass es Janka Friedrich gelingen würde, die Geschichte zu einem Happy End zu führen, trotzdem konnte ich mir nicht vorstellen, dass am Ende alle glücklich werden. Dann jedoch wurde mir bewusst, dass es gar nicht darum gehen müsste, alle glücklich zu machen, das wäre unglaubwürdig.

Vielmehr musste es doch darum gehen, beide Protagonisten glücklich zu machen. Dass Lennart und Sophie am Ende dieses Romans ihr Glück gefunden hätten, war immerhin realistisch und möglich.

Allerdings glaube ich, das wird manch einer denken mag, dass diese Geschichte dann doch sehr vorhersehbar ist. Für mich war nicht das Ziel selbst Ziel des Buches, sondern vielmehr der Weg zu diesem Ziel, denn Film mit Happy-End-Garantie kennen wir alle bereits zur Genüge vom Herzkino, dass es das ganze nun auch als Wohlfühlroman gibt, finde ich gewissermaßen überaus entspannend.

Es ist somit genau das richtige, was wir jetzt in Vorbereitung auf die Adventszeit überaus gut gebrauchen können. Denn nach einem über stressigen sehr ambitionierten Jahr brauchen viele von uns vermutlich ein wenig länger um in eine vorweihnachtliche Besinnlichkeit zu gelangen.

Fazit zu “Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich

“Winterzauber im Ferienhaus Talblick” von Janka Friedrich ist ein winterlicher Roman, der mich gewissermaßen dazu zwingt, mal einen Gang zurück zu schalten. Somit war es perfekt, diesen Roman abends zu lesen, denn tatsächlich hatte ich das Gefühl, durch das regelmäßige Lesen wieder ein wenig zu entschleunigen.

Gleichzeitig jedoch merkte ich fast ebenso schnell, dass mir bei diesem Roman irgendwie etwas fehlte und das war eine Geschichte neben der romantischen Liebeskomponente. Zwar war mir bewusst, dass es sich um eine Liebesroman handeln würde, aber dennoch hatte ich erwartet, dass auch das Ferienhaus selbst nicht allzu kleine Rolle spielen würde.

Schade, dass dieser Aspekt immer mehr und mehr in den Hintergrund gerät, sobald sich die Figuren einander annähern. Versteht mich nicht falsch, ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und bin durchaus auch zufrieden, glaube allerdings auch, dass man aus dieser Geschichte noch ein wenig mehr hätte machen können.

Ich bin gespannt, ob ich in diesem Jahr so etwas wie eine echte Weihnachtsstimmung wahrnehmen werde, glaube allerdings auch, dass mir zahlreiche Romane, die mich in den nächsten Tagen und Wochen erwarten auf die vorweihnachtliche Spur bringen werden. Ich freue mich besonders, dass sich in diesem Jahr nicht nur Weihnachtsromane der Gegenwart lese, sondern auch so etwas wie “Der kleine Lord”.

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