„Wild Cards I – Das Spiel der Spiele“…

Voraussichtliche Lesezeit: 5 Minuten.

… ist ein Buch von dem ich mir anfangs sehr viel versprochen hatte. Es soll das erste Buch von einer Reihe von Autoren werden, die eine Geschichte gemeinsam erzählen. Als Herausgeber steht George R. R. Martin auf dem Cover und das ist wohl auch für viele Leser der Grund, dieses Buch zu kaufen.
Bei mir war allerdings nicht der Herausgeber der Grund, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte, sondern eigentlich die Geschichte selbst. Diese klingt auf den ersten Blick sehr interessant und sehr spannend. Doch bereits nach knapp 100 Seiten stoppte ich das erste Mal, denn ab hier zog sich die Geschichte, die anfangs recht spannend war, doch sehr. Das Ganze erinnerte mich eine Mischung aus “Die Tribute von Panem” (jaja, ich weiß ein Jugendbuch, aber eigentlich sehr spannend), Marvel Avengers und noch einigen anderen Actionhelden…

Da ich besagte „Tribute von Panem“ eigentlich sehr gerne gehört habe, versprach ich mir nun auch von diesem Buch eine Menge, schließlich klang die Geschichte ja recht ähnlich, aber eben für Erwachsene: eine ganze Reihe von Helden, die gegeneinander antreten um den persönlichen “American Hero” zu ermitteln, der der stärkste von allen ist.

“The World’s next SUPERHERO!
Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.” (Quelle: Amazon)

Nachdem ich anfangs auch gar keine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, fing es nach den ersten gelesenen Seiten an, schwierig zu werden. Die Handlung ging zwar immer weiter voran, doch die vielen Figuren waren in der Handlung kaum noch voneinander zu unterscheiden. Viele dieser Figuren waren sich dabei auch noch sehr ähnlich und für mich irgendwie überhaupt nicht greifbar. Ein weiteres Problem ergab sich auch durch die vielen Perspektivsprünge, denn kaum hatte ich mich an eine Perspektive gewöhnt kam, auch schon wieder die nächste.
Da ich zunächst vermutete, dass dieses Problem der Geschichte möglicherweise mit Stress zu tun hat, dachte ich mir: „Gut, dann versuchst du es mal mit dem Hörbuch!“ Doch auch hier ließ sich das Problem nur bedingt lösen, zwar habe ich mittlerweile das ganze Buch gehört beziehungsweise gelesen (ich habe immer mal wieder abwechselnd das Hörbuch gehört und das Buch gelesen), aber in die Geschichte bin ich irgendwie nicht hineinkommen.
Bislang habe ich noch kein einziges Buch von George R. R. Martin gelesen, glaube jedoch, dass dieses Buch seinen Fans sehr gut gefallen wird. Ich selbst habe in anderen Rezensionen auch sehr viel Gutes zu diesem Buch gelesen, konnte es in Teilen sogar nachvollziehen, aber mich hat dieses Buch nicht gänzlich überzeugen können.

Ja, es hat etwas von „Die Tribute von Panem“ und auch die Actionhelden ähneln jenen, die man so kennt. Mich konnte dieses Buch leider auch nicht überraschen, denn in großen Teilen war es für mich nicht nur nicht überraschend, sondern vorhersehbar. Ich weiß noch nicht genau, was mir in diesem Buch eigentlich nicht gefiel, möglicherweise war es eine Mischung aus vielen Dingen. Die wechselnden Schreibstile der Autoren, die ständigen Perspektivwechsel, die wenig vielschichtigen Figuren, die man alle zwei irgendwie kennt aber wirklich bekannt sind sie einem nicht geworden.
Was soll ich euch zu einem Buch sagen, dass mich zwar zu Beginn abholen konnten, dann aber irgendwo in der Mitte gänzlich verlor.
Ich gehöre nicht zu denjenigen Lesern, der im Buch leichtfertig abbrechen, aber diesem Buch musste ich mich schon wirklich schwer am Riemen reißen es nicht ständig in die Ecke zu legen und zu sagen „ich lese nicht weiter!“ Ich möchte an dieser Stelle gar nicht sagen, das Buch ist schlecht, sondern lediglich darauf hinweisen „Für mich war das Buch nichts.“ Es gibt sicher Leser die von diesem Buch absolut begeistert sein werden, aber ich gehöre nicht dazu.
“George R. R. Martin gehört nicht nur in den USA zu den prominentesten Science-Fiction-Autoren. Den weltweiten Durchbruch schaffte er mit dem mehrbändigen Werk “Das Lied von Eis und Feuer”. Er schrieb anfangs Kurzgeschichten, arbeitete dann erfolgreich als Drehbuchautor und Fernsehproduzent. Doch das Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen entspricht seinem Vorstellungsvermögen und seinen schriftstellerischen Neigungen am meisten. Der 1948 im US-Staat New Jersey geborene und studierte Journalist lebt in Santa Fe, New Mexico. Er wurde mehrfach mit dem “Hugo Award” ausgezeichnet.” (Quelle: Amazon.de)
Das wirklich interessante bei der Geschichte zu dieser Geschichte ist eigentlich mehr die Geschichte hinter der Geschichte. Man sollte sich einer Fragen, wann dieses Buch eigentlich erschienen ist. In Deutschland 2014. In den USA jedoch schon erheblich früher. Denn diese Sammlung von Kurzgeschichten, die gemeinsam eine Geschichte erzählen, entstand schon lange vor den bekannten Geschichten wie “Ein Lied von Eis und Feuer”.
Ist es somit eine seiner ersten Geschichten unter deshalb so einen ganz anderen Stil als man es von ihm gewohnt ist. Ja, ich selbst habe bislang nie eines seiner Bücher gelesen, allerdings habe ich mir sagen lassen, dass viele seiner Bücher mit einem besonderen Detailreichtum und einer eigens dafür erdachten Welt stattfinden. Möglicherweise war Wildcards also nur ein Projekt zum Üben. Möglicherweise sind diese frühen Werke des Autors auch für einige Fans deshalb von größerem Interesse als für mich, die nie ein Buch von George R. R. Martin gelesen hat.
Solltet ihr also Fan dieses Autors sein, so kann sich ein Blick in dieses Frühwerk des Autors durchaus lohnen, insbesondere dann, wenn man den Vergleich zwischen den heutigen und den früheren Büchern ziehen kann. Diese Möglichkeit habe ich leider nicht.
Erschienen ist Wild Cards I übrigens im Penhaligon Verlag. Es hat 544 Seiten und kostet 15 Euro.

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„Wild Cards I – Das Spiel der Spiele“
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