„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren

„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren
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„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren ist das zweite Buch der Autorin. Nachdem mich „Sehnsucht nach Rose Cottage“ positiv überrascht hat, wurde mir schnell klar, dass ich die Autorin im Auge behalten werde. Von Hanna Holmgren erwarte ich noch einige gute Geschichten, wenn es um Liebesgeschichten mit starker Urlaubskulisse geht.

Dieses Mal reisen wir aber nicht in die schottischen Highlands, sondern mit einer neuen Protagonistin nach Rügen. Bei dieser Protagonistin handelt es sich um die 33-jährige Maja. Sie ist Fotografin und arbeitet in der Agentur ihrer besten Freundin. Das verschafft ihr gewissermaßen räumliche Freiheit, die sie nutzt, als sie bemerkt, dass ihr Freund sie mit seiner Sekretärin betrügt.

Was klingt wie ein Klischee stellt sich als ein überaus unterhaltsamer Einstieg in die Geschichte dar und erklärt, wie Maja aus dem Ruhrgebiet nach Rügen kommt.

„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren: liebenswürdige Figuren

Erst mit Majas Ankunft auf Rügen lernen wir als Leserinnen und Leser weitere relevante Figuren kennen. Neben Maja gibt es nämlich auch noch Bent und seine Tante Fine.

Während Bent zu Beginn ein echter Griesgram zu sein scheint, zeigt sich im Verlauf, dass er eine Figur mit Vergangenheit ist. Weiterhin zeigt sich, dass er Maja gar nicht so unähnlich ist. Dennoch gibt es zwischen beiden nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch ordentliche Reibereien.

Tante Fine ist 80 und erscheint auf den ersten Blick die Freundlichkeit in Person. Das wird sich auch im Verlauf der Geschichte nicht groß ändern. Allerdings zeigt sich, dass sie leider nicht mehr so fit ist, wie sie es gerne wäre.

Maja ist die liebenswürdige aber manchmal etwas tüddelige ältere Dame, die so tolle traditionelle Gerichte in ihrer Küche zubereitet, gleich sympathisch. So kommt es, dass Maja nicht nur auf der Insel einen größeren Auftrag annimmt, sondern auch Fine tatkräftig unterstützt, als diese Majas Hilfe benötigt.

Generell kann ich als Leserin dieses Romans sagen, dass es Maja in den vier Woche auf Rügen nicht langweilig wird, da sie viel von der Insel kennenlernt und sich irgendwo zwischen Reet gedeckten Dächern und Strandspaziergängen auch selbst entdeckt.

„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren: Rügen, eine entspannende Kulisse

Dass Rügen eine vergleichsweise ruhige und tatsächlich entspannende Kulisse darstellt, hatte ich mir gleich zu Beginn des Romans gewünscht. Trotzdem hoffe ich sehr darauf, dass diese Geschichte keinesfalls langweilig wird und man einige Eindrücke vom Leben auf der Insel mitbekommen würde.

Vom Inselleben selbst erfährt man in diesem Roman jedoch zunächst relativ wenig, da Maja zu Beginn der Geschichte eher noch Touristin ist. Allerdings lernen wir als Leserinnen und Leser einige spannende Orte kennen und tatsächlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen.

Wer gerne auf Rügen Urlaub macht, wird mit diesem Roman definitiv seine helle Freude haben, da man sich tatsächlich von diesen Roman inspirieren lassen kann und zum Beispiel auch einmal einen Ausflug nach Hiddensee machen könnte.

Meiner Ansicht nach passt sowohl Hiddensee als auch Rügen gut zu dieser Geschichte, da sich Maja bekanntermaßen eine Auszeit nehmen möchte. Somit ist dieser Roman insgesamt herrlich entspannend und das, was man gemeinhin als einen echten Wohlfühlroman bezeichnet.

„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren: eine Liebesgeschichte mit Wohlfühlcharakter

Wer jedoch glaubt, dass bei dem Roman nur um einen Urlaubsroman geht, der irrt, denn Hanna Holmgren habe ich bereits weiter oben als Autorin für Liebesromane bezeichnet und genau das ist passend, denn wie auch schon ersten Band aus ihrer Feder ist auch diese Geschichte wieder eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Wohlfühlroman.

Ursächlich ist hierfür neben der schönen Kulisse und der reinen Liebesgeschichte vor allem die Tatsache, dass es ihr gelingt, ihre Figuren während der Reise in den jeweiligen Ort integrieren. Das ist mir schon bei „Sehnsucht nach Rose Cottage“ positiv aufgefallen. Nun jedoch zeigt sich, dass es auch im zweiten Roman der Autorin genauso entspannt überaus herzlich weitergeht.

„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren: Stilistisch leicht

Stilistisch erscheint dieser Roman überaus leichtfüßig und perfekt um am Rügener Strand während eines Urlaubs gelesen zu werden. Meiner Ansicht nach ist es jedoch keinesfalls einfach, jeder Figur ihre ganz eigene Stimme zu geben, die den Charakter unterstreicht. Tatsächlich ist auch die Entwicklung der Charaktere durch die Stimme deutlich hervorzuheben.

Meiner Ansicht nach ist es der Autorin gelungen, diese leichte Unterhaltung trotzdem mit einer guten Geschichte zu versehen, die nicht langweilig wird.
Dass es gewisse Ähnlichkeiten zum ersten Roman gibt, erscheint da eher zufällig, noch dazu, weil diese scheinbare Ähnlichkeit lediglich in der Tatsache besteht, dass es wieder um eine Ferienunterkunft geht, die längst ihren Glanz verloren hat und aufgearbeitet werden muss.

Genau diese Parallele finde ich allerdings keinesfalls nachteilig, sondern würde sie als einen gewissen Wiedererkennungswert für diese Autorin bezeichnen. Bislang habe ich es außer bei ihr noch in keinem anderen Roman erlebt, dass es darum geht, alte Häuser oder Kleinunternehmen wieder aufzubauen und ihnen dabei zu helfen, den Glanz alter Tage zurückzuerhalten.

Aber genau dieser Aspekt ist es für mich auch, der den Reiz eines Romans von Hanna Holmgren ausmacht.

Über die Autorin Hanna Holmgren

„Hanna Holmgren liebt das Leben – an bunten und an grauen Tagen. „Es liegt schließlich an uns selbst, welche Tage wir an uns heranlassen“, ist ihr Motto. Schon als Kind begann Hanna, ihre Erinnerungen an wunderbare Orte und Momente in einem Reisetagebuch festzuhalten und formte bleibende Geschichten daraus.

Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich zu vollwertigen Romanen und wurden schließlich zu ihrer größten Leidenschaft. Heute bedeutet das Schreiben für sie pure Entspannung. Es bringt ihr Sonnenstrahlen, Sandkörner und Meeresrauschen in ihr heimisches Arbeitszimmer und lindert das ständige Fernweh bis zur nächsten Reise, die ihr noch immer als wichtigste Inspirationsquelle dienen.

Seit Hanna Holmgren ihr früheres Berufsleben hinter sich gelassen hat, widmet sie sich voll und ganz dem Schreiben von romantischen Wohlfühl-Romanen.“(Feuerwerke Verlag)

Fazit zu „Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren

„Immer der Liebe entgegen“ von Hanna Holmgren ist ein unterhaltsamer Wohlfühlroman mit Liebesgeschichte.

Aufgrund der starken Atmosphäre machte der Roman noch Lust, einmal selbst nach und sich die Insel selbst anzuschauen oder wenn man schon einmal dort gewesen ist, den nächsten Urlaub dorthin planen.

Wer hier aber romantischen Kitsch erwartet, der liegt falsch, denn obwohl es sich um eine Liebesgeschichte handelt, ist es Hanna Holmgren gelungen, ihre Geschichte keinesfalls kitschig, sondern eher realistisch und authentisch zu erzählen.

Die Nähe zu ihren Figuren ist hier dennoch gegeben, dass spritzige Dialoge dafür sorgen, dass man auch das Innenleben der Figuren gut kennen lernt. Ich freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

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