“Carlotta: Film ab im Internat” von Dagmar Hoßfeld

Voraussichtliche Lesezeit: 3 Minuten.

“Carlotta: Film ab im Internat” ist der Titel des Hörbuch-Abenteuers, welches Carlotta im 7. Schuljahr erlebt und diesmal wird es richtig turbulent. Auf dem Gelände von Prinzensee soll ein Film gedreht werden und dann ist da ja auch noch die Ausstellung für die Multimedia-AG, die Marmeladentage und einiges mehr.

Mädchenthemen und Filmgerüchte

In diesem dritten Teil der Internatsreihe dreht sich vieles um klassische Mädchenthemen. Denn bereits zu Beginn zickt Manu rum und regt sich ich über ein gewisses “PMS” auf. Carlotta hat keine Ahnung, wovon Manu da spricht, doch Sophie hilft ihr auf die Sprünge: “Manu bekommt ihre Tage.”

Wenig später ist das Chaos im Internat nicht nur in der Clique um die drei Mädchen groß, denn im Internat macht das Gerücht die Runde, dass “Bella” auf dem Gelände des Internats gedreht werden soll und die Produktionsfirma noch Komparsen sucht.

Als sich das Gerücht wenig später bewahrheitet, bewerben sich viele der Internatsschüler, außerdem auch Calottas Sportlehrer, den alle nur den “Spargel” nennen, und Jonas. Carlotta bewirbt sich eigentlich nur um Manu zu unterstützen. Ein Freundschaftsdienst, mehr nicht.

Doch dann wird sie tatsächlich ausgewählt und das Abenteuer “Film” beginnt.

Stilistisch mitreißend

Dagmar Hoßfeld hat einen sehr lebendigen Stil, der die Geschichte sehr authentisch macht. Gleichzeitig hat ihr Stil sehr viel Feingefühl. Sie lässt die Protagonisten einerseits die klassischen Probleme eines Teenagers durchleben, kombiniert diese Aspekte aber geschickt mit kleinen und großen Abenteuern, die allerdings ebenfalls glaubwürdig dargestellt werden. Dabei besitzt Dagmar Hoßfeld das Talent ihre Hörerinnen mitzureißen. Über die Wahl ihrer Sprache und in dem sie jedem Protagonisten seine eigene Stimme gibt, schafft sie außerdem eine Atmosphäre, die tatsächlich an den Alltag in der Schule und die Probleme während der Pubertät erinnern.

Identifikationspotentiale?

Auch auf der Beziehungsebene scheint jeder Charakter eine Rolle zu haben und sich in dieser weiterzuentwickeln. Sophie, die zu Beginn sehr schüchtern wirkte, hat seit dem letzten Hörbuch deutlich an Farbe gewonnen. Zwar ist sie von den drei Mädchen immer noch die Ruhigste, aber doch voller Tatendrang und lebendig.

Manu erschien zu Anfang der Reihe zunächst ein wenig burschikos. Nun jedoch erscheint dieses burschikose eher Selbstbewusstsein und Robustheit zu signalisieren. Auch sie beginnt ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Carlotta ist irgendwie genau zwischen diesen beiden Mädchen. Sie ist mal laut, mal leise, aber immer offen und ehrlich. Auch diese Charaktereigenschaften sind in ihrer Darstellung beständig. Dennoch entwickelt auch Carlotta ihre Eigenheiten und wird so zur absolut greifbaren Identifikationsfigur.

In einer der drei Mädchen wird sich wohl jede Hörerin wiederfinden.

Über Dagmar Hoßfeld

“Dagmar Hoßfeld wollte als Kind Tierärztin, Bäuerin oder Gestütsbesitzerin werden. Dass sie sich anders entschieden hat, hat sie ihrem Sohn zu verdanken: Als er ungefähr ein halbes Jahr alt war, bekam sie Lust, ein Kinderbuch zu schreiben. Sie setzte sich an den Schreibtisch – und hörte mit dem Schreiben einfach nicht mehr auf. Zum Glück! Mittlerweile sind viele wunderbare Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen.

Geboren wurde Dagmar Hoßfeld 1960 in Kiel. Heute lebt sie in einem kleinen Dorf zwischen Ostsee und Schlei und hat, wie sie selbst sagt, den schönsten Beruf der Welt: Autorin.” (Carlsen)

Über Marie Bierstedt

“Marie Bierstedt wurde 1974 in Berlin geboren. Mit 5 Jahren stand sie das erste Mal vor der Kamera, im Alter von 11 Jahren begann sie zu synchronisieren. Heute leiht sie Schauspielerinnen wie Anne Hathaway, Kirsten Dunst und Kate Beckinsale ihre Stimme. 2008 wurde sie als beste Hörspielsprecherin mit dem Ohrkanus ausgezeichnet.” (Hörbuch Hamburg)

Die bereits angesprochene individuelle Stimme jedes Protagonisten  wird von Marie Bierstedt nicht nur erwähnt, sondern tatsächlich verkörpert. Diese Form zu Lesen hat mir ausgesprochen gut gefallen, verstärkt sie doch die Identifikation mit der Figur.

Fazit

“Carlotta: Film ab im Internat” ist ein Hörbuch, das sich ganz gezielt mit seiner Zielgruppe auseinander gesetzt hat und ihre Erlebnisse nun gekonnt darstellt. Das alles macht dieses Hörbuch überaus lebendig und zu einem echten Hörspaß.

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