ZDF-Herzkino, 20.15 Uhr: “Ein Sommer an der Algarve”

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Sommer an der Algarve" (c) ZDF/Pierre Guibert” width=”300″ height=”200″ /> Dr. Julika Bergmann (Bea Brocks) ist gerade erst an der Algarve angekommen und hat in Miguel Silva (Giovanni Funiati) schon gleich einen Bewunderer und potentiellen Surflehrer gefunden.
(c) ZDF/Pierre Guibert

Das ZDF-Herzkino zeigt den romantischen Aussteigerfilm “Ein Sommer an der Algarve” mit Bea Brocks und Giovanni Funiati. Auf diese Weise holt uns der Film, die Erinnerung an einen Sommer zurück, der langsam in die Vergangenheit entschwunden ist und uns nun einen bis jetzt fabelhaften Herbst präsentiert. Die Algarve stellt eine ebenso schöne wie interessante Kulisse dar, die ich bereits in den Sommerkrimis von Carolina Conrad kennen lernen durfte.

Ich könnte mir also vorstellen, dass der aktuelle Herzkino-Film “Ein Sommer an der Algarve” ebenfalls von dem Ambiente und dem Lebensgefühl der Algarve profitiert. Das Genre des Aussteigerfilms lässt darauf hoffen, dass die Figuren im Film während des Films eine ziemliche Entwicklung erleben und durchlaufen. Dieses ist auch eine Sache, die ich an den Aussteigerfilmen besonders schätze.

Was erwartet uns bei “Ein Sommer an der Algarve”?

Meeresbiologin Dr. Julika Bergmann hat ihren Job und ihre Beziehung in Deutschland gekündigt. Denn ihr Freund Ansgar hat sie auch beruflich hintergangen und sich ihre Forschungsergebnisse angeeignet. Nun hofft Juli, sich für ein paar Wochen bei ihrer Freundin Natalie an der Algarve ausruhen zu können.

In Portugal angekommen, kann sie ihre beruflichen Ambitionen allerdings dennoch nicht ruhen lassen: Geschäftsmann Simon Grevers spricht sie auf ihr Spezialgebiet, die Rote Koralle, an. Grevers leitet ein Projekt zur Renaturierung vorgelagerter Riffe und braucht Julis Know-how – nicht nur um EU-Gelder für sein Projekt zu beantragen. Juli kann kaum glauben, dass ihr an den bizarren Felsenformationen und wunderschönen Stränden der Algarve ein beruflicher Neuanfang gelingen soll.

Freundin Natalie und Surflehrer Miguel sind hingegen weniger begeistert von Grevers Projekt. Während sich Natalie um Juli sorgt und ihr eine wirkliche Auszeit gönnen würde, stellt Miguel die Absichten Grevers in Frage: Für ihn ist Grevers ein Geschäftsmann, der unter dem Deckmantel des Umweltschutzes seine Gewinnsucht verbergen will. Tatsächlich stellt sich heraus, dass Miguel mit seiner Vermutung recht hat. Grevers verfolgt die Renaturierung lediglich aus geschäfltlichem Interesse: Er will so eine Hotelanlage und Tauchschule finanzieren. Die Umwelt ist ihm dabei ziemlich egal.

Erneut fühlt sich Juli betrogen und benutzt. Zudem steht sie beruflich wieder einmal vor dem Aus. Doch dieses Mal will sie nicht weglaufen, sondern sich der Situation stellen. Gemeinsam mit Natalie und der Anwältin Riva schließt sie sich zu einem unschlagbaren Frauen-Trio zusammen.

Wo wurde “Ein Sommer an der Algarve” gedreht?

Der Aussteigerfilm “Ein Sommer an der Algarve” entstand vom 10. Mai 2018 bis 6. Juni 2018 in Portugal für das ZDF-“Herzkino”.

Die Besetzung des Films “Ein Sommer in der Algarve”

Für die beiden Hauptdarsteller Bea Brocks und Giovanni Funiati ist es der erste Auftritt im “Herzkino”. Matthias Schloo war bereits in “Rosamunde Pilcher: Wind über dem Fluss (2001), “Rosamunde Pilcher: Sommer des Erwachens” (2006), “Rosamunde Pilcher: Der Mann meiner Träume” (2007) sowie “Dora Heldt: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!” (2014) zu sehen.

Die in diesem Film spielenden Schauspieler kenne ich bislang noch nicht. Einzig bei Matthias Schloo bin ich mir nicht ganz sicher, da ich meine, zu erinnern, den Dora-Heldt-Film “Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!” Damals geschaut zu haben. Da das ganze aber nunmehr fünf Jahre her ist und ich damals noch nicht über das Herzkino gebloggt habe, bin ich mir diesbezüglich nicht ganz sicher.

Erwartungen an den Film “Ein Sommer an der Algarve”

Das Thema Umweltschutz scheint aktuell allgegenwärtig und so es nicht weiter verwunderlich, dass auch in aktuellen Herzkino thematisiert wird. Ich vermute allerdings, dass dieses Thema hinter der Urlaubsatmosphäre, die die Algarve von sich aus natürlich ausstrahlt, zurücktreten wird. Schließlich ist das Herzkino traditionell eher unpolitisch.

Die Frage die wir uns stellen müssen, wäre also, was wir eigentlich mit der Algarve verbinden. Nun die Algarve die Küstenregion Portugals. Folgerichtig verbinden wir alle mit ihr das Meer. Wir verbinden aber auch eine Art Felsenregion, mit engen Straßen und einem zum Teil eher ländlichen Umfeld.

Gleichzeitig jedoch entspricht die Algarve für viele von uns der Vorstellung eines Traumurlaubs. Die bereits angesprochene Urlaubsatmosphäre ist also keinesfalls unwahrscheinlich. Portugal ist aber auch das Land der Sehnsucht und der Melancholie diese Mischung könnte den Film in die eine oder andere Richtung beeinflusst haben.

Ich persönlich verbinde mit der Landschaft aber auch so etwas wie die Notwendigkeit des Naturschutzes, der mit dem Anstieg des Meeresspiegels sind immer mehr bedroht.

Sollte das Thema Umweltschutz also wirklich umfangreich thematisiert sein, so würde ich mich freuen, glaube aber nicht unbedingt daran. Wie allerdings kommt man auf die Idee, dass man mit Umweltschutz Geld verdienen kann, wie der Film es ja annimmt? Nun, tatsächlich scheint Umweltschutz mittlerweile ein reichlich profitables Thema zu sein. Man kann gutes Geld damit verdienen.

Das ganze wäre keinesfalls kritisch, würde man bei aller Rentabilität tatsächlich den Umweltschutz im Blick behalten. Doch tatsächlich zeigt die Realität, dass sich das Label Umweltschutz mittlerweile einfach vermarkten lässt. Und sind wir mal ehrlich, glauben wir nicht den Aufdrucken beim Einkauf. Dass es qualitative Unterschiede im Umweltschutz gibt, nehmen die wenigsten wirklich ernst. Obwohl, ich muss schon zugeben, dass sich immer mehr Menschen mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen möchten.

Ich hoffe also darauf, dass das Herzkino heute Abend zum Beispiel zeigt, wie Müll aus dem Meer gefischt wird, oder zumindest vom Strand eingesammelt. Möglicherweise wird so nämlich am Ende deutlich, dass der Umweltschutz tatsächlich eine anzunehmende Thematik. Ich persönlich würde mich darüber sehr freuen, denn Nachhaltigkeit ist ein großes Thema mit einem breiten Spektrum.

Gefreut habe ich mich auch darüber, dass sich in der Vorstellung des Films eine Andeutung fand, dass sich die Frauen solidarisieren meiner Meinung nach ist ein gut zusammenarbeitendes Netzwerk nämlich durchaus begrüßenswert. Insgesamt scheint es in der Gesellschaft aber immer mehr so sein, dass man mit Ellenbogen und einem raueren Ton weiter zu kommen scheint, als mit einem freundlichen miteinander und einem etablierten Netzwerk. Dabei zeigt sich, dass die wirklich erfolgreichen Menschen zumeist über ein großes Netzwerk verfügen. Insoweit freue ich mich, dass auch dieses Thema angesprochen wird.

Insgesamt erscheint es mir fast so, als wäre der Film heute Abend tatsächlich einmal ein wenig politischer, als wir es von Herzkino gewohnt sind. Ein Fortschritt? Vielleicht, wir werden sehen.

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