ZDF, 20:15 Uhr: „Neben der Spur (6) – Erlöse mich“

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Ruiz (Jürgen Maurer), Joe (Ulrich Noethen). (c) ZDF/Marion von der Mehden

Mit „Neben der Spur – Erlöse mich“ zeigt das ZDF heute Abend um 20:15 Uhr einen neuen Film nach Michael Robotham. Es ist mittlerweile der sechste Film, in dem Ulrich Noethen in die Rolle von Dr. Joe Jessen schlüpft.

Ich selbst habe schon einige Teile dieser Reihe im Fernsehen gesehen und hatte mir eigentlich immer vorgenommen, diese Reihe auch irgendwann als Buch zu lesen. Bislang ist mir das noch nicht gelungen, aber ich freue mich darauf, dass heute Abend endlich wieder ein neuer Teil gezeigt wird. Der Fall selbst verspricht nämlich einiges an Spannung und auch die Besetzung klingt überzeugend.

Worum geht’s bei „Neben der Spur – Erlöse mich“?

Psychiater Joe Jessen muss sich nicht nur mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er jüngst einen Menschen erschossen hat. Auch die Trennung von seiner Frau Nora und seine Parkinson-Erkrankung machen ihm schwer zu schaffen. Als dann noch seine Praxis von einem Einbrecher verwüstet wird, scheint Joes mühsam aufrecht erhaltene Fassade endgültig zu bröckeln.

Bei dem Einbruch wurde die Patientenakte von Milena Lorenz, deren Ehemann David vor einem halben Jahr spurlos verschwand, gestohlen. Sie wird von dem Spielhallen-Besitzer Hasim Klaudiusz gezwungen, Davids Spielschulden als Prostituierte abzuarbeiten. Als der Fahrer des Spielhallenbesitzers ermordet wird, gerät Milena Lorenz ins Visier von Kommissar Vincent Ruiz. Joe Jessen glaubt nicht daran, dass sie fähig ist, einen Mord zu begehen. Als aber weitere Menschen in Milenas Umfeld sterben, kommen auch ihm Zweifel. Von einem Kinderpsychiater, der Milena vor vielen Jahren behandelte, erfährt Joe Unglaubliches. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Joe muss sowohl sein kriminalistisches Talent als auch sein Können als Psychiater unter Beweis stellen, um eine Tragödie zu verhindern.

„Neben der Spur – Erlöse mich“: Anna Bederke spielt Milena Lorenz

Auch die Besetzung ist bei dieser Episode ein wenig ungewöhnlich, denn die Rolle der Milena Lorenz wurde von Anna Bederke übernommen. Sie ist dafür bekannt, nur in einigen wenigen TV-Projekten mitzuwirken.

Vom Reiz bei „Neben der Spur – Erlöse mich“ mitzuwirken, erzählte die Schauspielerin Dagmar Landgrebe vom ZDF: „Beim Fernsehen wird oft anders gearbeitet als bei Kinoproduktionen. Es ist meistens eine andere Art, sich Inhalten und Figuren zu nähern. Mich interessieren in Geschichten hauptsächlich die Menschen und nicht in erster Linie der Plot, und Milena Lorenz war eine Figur, die ich kennenlernen wollte.“

Auch die Frage, warum sie diese Figur unbedingt kennenlernen wollte, und was das geheimnisvolle an Milena Lorenz sein könnte, hat die Schauspielerin Dagmar Landgrebe verraten.

„Geheimnisvoll, ich weiß gar nicht. Das, was Menschen von sich zeigen und was man glaubt, über sie zu wissen, ist ja immer nur ein kleiner Teil im Verhältnis zu all dem, was im Verborgenen bleibt. Das vermeintlich Rätselhafte entschlüsselt sich dem Zuschauer ja im Laufe der Geschichte. Und es lässt sich nachvollziehen, warum Milena so ist, wie sie ist, und so entscheidet, wie sie es tut. Jedenfalls ging es mir so. Sie ist traumatisiert und versucht bei all den verstörenden Dingen in der äußeren Welt, irgendwie die Kontrolle zu behalten.“

Darüber hinaus verletzte sich die Schauspielerin während des Drehs am Fuß. Zum Fortsetzen des Drehs musste sie mit einem Körperdouble arbeiten.

„Ja, ich hatte meinen Zeh am Mittelfußgelenk gebrochen. Hört sich harmlos an, aber laufen geht dann erstmal nicht mehr, und man ist plötzlich sehr abhängig von anderen. So etwas ist für alle eine Herausforderung: Über Nacht musste ein Körperdouble her – sie war einen Kopf kleiner, hatte eine andere Statur. Kostüme mussten geändert, Kompromisse gefunden werden. Da zeigt es sich umso mehr, wie wichtig es ist, ein gutes Team zu haben, in dem man sich aufeinander verlassen kann, damit jeder seine Arbeit bestmöglich machen kann“, so die Schauspielerin im Interview mit Dagmar Landgrebe vom ZDF.

„Neben der Spur – Erlöse mich“: Joe Jessen – Ermittler mit Herz, Hirn und Problemen

Dass es sich bei Joe Jessen um einen ganz besonderen Ermittler handelt, wird schnell bewusst, wenn man sich einmal anschaut, wie seine Fälle aufgebaut sind. Als Psychotherapeut arbeitet er mit Patienten und stolpert so mehr oder weniger unfreiwillig in den einen oder anderen Fall. Diese Fälle geht er zumeist sowohl mit Herz als auch mit Hirn an.

Allerdings stellt ihn sein Körper dabei manchmal vor ein Problem, denn Joe Jessen ist an Parkinson erkrankt und zeigt bereits erste Symptome.

Zum Hintergrund der Reihe „Neben der Spur“

Die Figur des Joe Jessen basiert im Original auf den Büchern von Michael Robotham. Dieser hat Joseph O’Loughlin in einer ganzen Reihe von Fällen ermitteln lassen. Die Fernseh-Reihe, die nun im ZDF gezeigt wird, basiert im Großen und Ganzen auf dieser Reihe, wurde jedoch im Rahmen der Adaption ein wenig verändert.So spielt die Buchreihe, auf der diese filmische Umsetzung basiert, nicht in Hamburg, sondern in London. Gedreht wurde natürlich wieder in Hamburg.

Erwartungen an „Neben der Spur – Erlöse mich“

„Neben der Spur – Erlöse mich“ ist die sechste Episode dieser Reihe, von der ich sicher schon drei oder vier gesehen habe. Somit weiß ich bereits, dass dieser Film vor allem psychologisch ist. Die ungewöhnliche Perspektive des Psychotherapeuten ist für mich also keine Überraschung mehr, aber dennoch sicherlich eine positive Sache. Darüber hinaus gibt es an der Figur von Joe Jessen einige Besonderheiten.

Ich glaube, dass man sich bei diesem Film auch wieder auf spritzige Dialoge zwischen Kommissar Ruiz und Joe Jessen freuen kann. Denn auch dies ist ein besonderer Reiz dieser Reihe, Ruiz und Jessen geraten nämlich öfter einmal aneinander, weil sich Jessen schon wieder ungefragt eingemischt hat, doch der sieht in dieser Sache gar kein Problem, führen doch seine eigenen Ermittlungen in meist zum richtigen Täter.

Meiner Meinung nach bietet „Neben der Spur – Erlöse mich“ gute Unterhaltung und viel Spannung, sodass ich sagen kann, ich schalte auf jeden Fall ein.

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