Paul McCartney: Less Meat, Less Heat – Ein Rezept für unseren Planeten

Voraussichtliche Lesezeit: 5 Minuten.

Sir Paul McCartney stellt in seinem Buch “Less Meat, Less Heat” ein Konzept dar, wie man nicht nur selbst gesünder lebt, sondern gleich dazu etwas für den Umwelt- und tun kann. Tatsächlich zwingt er niemanden, selbst zum Vegetarier oder gar Veganer zu werden, obwohl er selbst durch seine verstorbene Ehefrau Linda zum Vegetarier wurde. Stattdessen empfiehlt er, den persönlichen Fleischkonsum dauerhaft ein wenig zu reduzieren. Durch Initiativen, wie dem von ihm initiierten Meat Free Monday, zu deutsch dem fleischlosen Montag, könne man nicht nur seiner eigenen Gesundheit etwas Gutes tun, sondern auch der Umwelt.
Durch die Fleischproduktion entsteht nämlich viel CO2-Emission. Reduziert man seinen persönlichen Fleischkonsum an nur einem Tag in der Woche auf Null, so könnte man die Treibhausgase, die den Klimawandel verstärken, deutlich reduzieren. Der Tierzucht werden nämlich mit mindestens 14,5 % ein deutlicher Teil der Treibhausgasemissionen zugeschrieben. Müsste man nicht extra für den Verzehr des Fleisches derart viele Tiere züchten und aufziehen, würde das Ganze also langfristig zu einer Verbesserung der Luftqualität, Verringerung der Verschmutzung des Grundwassers und der Böden, sowie eben zur Reduktion der Treibhausgasemission führen, ohne dass wir tatsächlich auf etwas Wesentliches verzichten müssten.

Weniger Fleisch nicht nur für den Umweltschutz

Tatsächlich sollte man aber nicht nur der Umwelt zuliebe an lediglich drei Tagen die Woche Fleisch konsumieren, wie manche Ärzte vorschlagen,  sondern auch um seinem eigenen Körper und somit seiner eigenen Gesundheit auf die Sprünge zu helfen. Wer ganz gesund leben möchte, isst möglicherweise an drei Tagen die Woche Fleisch, bestenfalls vom Biobauern, an einem Tag die Woche Fisch und an drei Tagen fleischfrei. Dadurch lässt sich seine eigene Lebenszeit verlängern, ohne an Lebensqualität zu verlieren.

Der Fleischverzicht bedeutet wohlgemerkt nicht, dass man dabei auf etwas anderes als Fleisch verzichtet. Der Verzehr von Eiern, Milch, Käse, Honig und sonstigen tierischen Produkten ist ja weiterhin nicht ausgeschlossen, sollte an diesem Tag aber auch in den Hintergrund treten.

Doch was bedeutet der Verzicht von Fleisch nun tatsächlich? Genau genommen, verändert sich durch den Verzicht auf Fleisch weder unser Frühstück noch unser Abendessen, sofern wir nicht ausgerechnet Wurst auf unseren Broten essen wollen. Einzig das Mittagessen könnte durch den Verzicht auf Fleisch anders aussehen. Aber ganz ehrlich, der Mensch schwört auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, täglich Fleisch muss da nicht zwingend sein.

Selbst kein Vegetarier

Ich selbst ernähre mich übrigens weder vegetarisch noch vegan, sondern achte auf den bewussten Fleischkonsum. Wusstet ihr eigentlich, dass es vegane Weine gibt? Vielleicht mag der eine oder andere von euch sich denken, dass Wein immer vegan ist, aber tatsächlich kommt im Filterprozess Gelatine zum Einsatz. Und von dieser Gelatine bleiben immer geringe Rückstände im Wein enthalten! Bei Apfelsaft und anderen Säften ist dies ebenso.
Ich selber gebe lieber ein wenig mehr Geld aus für mein Fleisch, auch weil es dann besser schmeckt, dafür weiß ich, dass das Fleisch aus guter Tierhaltung kommt und ich mir keine Sorgen machen muss um ungesunde Futtermittel oder Antibiotika im . Gleichzeitig verzichte ich damit auf den täglichen Fleischkonsum, weil ich weiß, dass die Budgets anders kalkuliert werden müssen. Somit praktiziere ich eigentlich das von Paul McCartney vorgeschlagene Konzept des Meat Free Monday nicht unbedingt am Montag, sondern an einem x-beliebigen Tag der Woche, denn welchen Tag ich dafür nehme, ist eigentlich egal. Gleichzeitig kann ich mir aber auch vorstellen, dass es schwieriger ist, sich beispielsweise in Kantinen vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren. In vielen Kantinen gibt es anstelle eines fleischlosen Gerichts eine Salatbar und die Möglichkeit, sich selbst mitgebrachtes in einer Mikrowelle aufzuwärmen.

Die Meatless-Monday-Bewegung und Paul McCartneys Buch

Nun könnte man meinen, dass es in diesem Betrag hauptsächlich um vegetarische Ernährung geht, doch das Buch ist der Abdruck einer Rede ist, die er vor den Vereinten Nationen gehalten hat. Das Büchlein umfasst dabei selbst nur 64 Seiten in verhältnismäßig großer Schrift, ist dabei aber authentisch und lebensecht und zeigt, dass bewusste Ernährung nicht nur mit der eigenen Gesundheit zu tun hat, sondern auch mit der Umwelt und der Herkunft der Lebensmittel und Produkte (Regionalität), ihrer Schlachtung und ihrem Transport.  Möchten wir unseren ökologischen Fußabdruck klein halten und mit unserer Umwelt in Einklang leben, so ist es ein erster Schritt, auf eine bewusste und ökologisch wie gesundheitsfördernde Ernährung zu achten.

Der Stil einer Rede

Der Stil, in dem Paul McCartney diese Rede vor den Vereinten Nationen hielt, ist sicherlich anders, als man dies in einem Buch erwartet und doch fällt bei diesem Text kaum auf, dass es sich um eine Rede handelt, denn auch wenn diesem Buch eine Rede zu Grunde liegt, richtet er sich doch allgemein an die Leser dieses Buches, die als Mitmenschen und potentielle Klimaschützer auf der Suche nach einer Lösung sind. Angesichts der aktuellen Lage ist das Klima ein Thema, das uns alle angehen sollte, denn sofern wir es nicht zeitnah schaffen, unser Leben an der Umwelt anzupassen, wird die Umwelt hinsichtlich des Klimawandels immer problematischer. Heiße Sommer, häufigere Extremwetterlagen und Erderwärmung sind dann kein kurzzeitiges Ereignis, sondern unsere langfristige dauerhafte Zukunft.

Dennoch möchte Paul McCartney mit seinem Buch keinesfalls belehren, sondern eher beraten. Er informiert objektiv und fundiert. Gleichzeitig appelliert er vor allem an den gesunden Menschenverstand eines jeden Lesers. Zum Vegetarismus bekehren will er dabei nicht. Letztendlich gehört dieses Buch und somit auch seine Rede zu jenen Büchern und Vorträgen, die ein jeder kennen sollte.

Fazit

Die Idee dieses Buches rettet sicherlich nicht alleine den kompletten Planeten, bietet aber eine Basis dafür, sich den einzelnen Problemen, die den Klimawandel begünstigen, Schritt für Schritt zu widmen. Sofern wir einen Schritt nach dem anderen gehen, könnte dieses Buch tatsächlich eine erste Inspiration sein, was jeder einzelne, ohne viel Aufwand, für den tun könnte.

Sicherlich gibt es eine Menge Aspekte, die man zusätzlich zur Ernährungsumstellung tun könnte und sollte, dennoch muss man immer irgendwo mit dem ersten Schritt beginnen. Warum also nicht mit der eigenen Ernährung mit der Problemlösung anfangen? Dies fördert die Gesundheit, das eigene Wohlbefinden und kann sogar Geld sparen. Und dazu nebenbei noch das Klima schützen. Es gibt so viele weitere Probleme, die auch angegangen werden müssen: Plastik, Pestizide, Pflanzenschutz und das damit verbundene Insekten- und Tiersterben. Aber dies sind alles Probleme, die der Einzelne nur schwierig selber angehen kann. Warum also nicht da beginnen, wo es uns ohne Probleme möglich ist?

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