Krimitour: “Erntedank in Vertikow” – Thema heute: “Wer hilft schon einem Zugereisten?”

Vertikow Krimitour: "Erntedank in Vertikow" - Thema heute: "Wer hilft schon einem Zugereisten?"
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6 min read

Aktualisiert am 16. Februar 2017 von Marie

Hallo und herzlich willkommen zur Krimitour: „Erntedank in Vertikow“, dem neuen Krimi von Frank Friedrichs, den ihr am 1. Tag der Krimitour, bei Bianca, kennengelernt habt. Mit Peer Wesendonk hat sich der Autor bewusst für eine Figur entschieden, die in mehr als einer Hinsicht speziell ist.

Denn Peer ist querschnittsgelähmt, infolge eines Unfalls, der sich noch lange nicht mit seiner neuen Situation arrangiert hat. Erst kürzlich aus der Reha zurückgekehrt und noch ohne jede Akzeptanz einer geänderten Situation (ihr konntet die Ausgangslage an Tag 2 der Krimitour bei Nadja nachlesen) beobachtet Peer einen Mord, der nach Meinung der Polizei eher ein Unfall war. Somit stellte sich die Frage, ob überhaupt etwas passiert ist, über das man einen Krimi schreiben könnte. Die Faktenlage und Indizien konntet ihr gestern bei Jaqueline nachlesen.

Stellt sich die Frage, ob wir einen Fall haben. Diese Frage können wir an dieser Stelle nicht mit absoluter Gewissheit beantworten. Es gibt sehr viele Anhaltspunkte, die genau darauf hinweisen. 100% sicher sein kann man sich nicht, aber Peer wittert auf jeden Fall einen Fall und wäre sehr enttäuscht, wenn es sich nur als Unfall entpuppen würde. Stellt sich also die Frage, wie Peer den Fall lösen könnte, wenn es einen Fall gäbe.

Einfache Frage, einfache Antwort, aber…

Nun zunächst könnte Peer zusammentragen, was man im Dorf so erfährt. Er könnte mit Dorfbewohnern ins Gespräch kommen. Indizien zusammenstellen und so Steinchen für Steinchen den Fall zusammenstellen, wie ein Mosaik.
Alles wäre so viel einfacher, wenn er nicht behindert wäre. Dann könnte er… Oder mit Unterstützung, aber woher nimmt man die?

Ländliche Provinz – dörfliche Idylle

Und damit widmen wir uns heute an Tag 4 der Frage: „Wer hilft schon einem Zugereistem?“ Nun ganz nebenbei klang bereits, dass Peer ursprünglich aus Hamburg stammt, einer Großstadt also, was das Leben für ihn als Rollstuhlfahrer sicher einfacher und barrierefreier gemacht hätte, wenn er immer noch dort Leben würde. Ist aber leider nicht der Fall, aber ein Umzug zurück, nein daran verschwendet er keinen Gedanken, obwohl es in einem Dorf mit knapp 300 Einwohnern an vielem fehlt, an Barrierefreiheit und aufgrund der Tatsache, dass die Dorfbewohner ihn immer noch als Fremdling betrachten, auch an ein wenig Unterstützung.

Eine Ehefrau ist eine seelische und moralische Stütze, keine Hilfskraft

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Nach Peers Rückkehr ist es vor allem Ehefrau Sascha (eigentlich Alexandra) , die ihn aufzubauen versucht. Doch eine echte Hilfe kann sie ihrem Mann gar nicht sein, da sie selbst viel zu stark involviert ist und Peer sich selbst durch veränderte Situation auch anders wahrnimmt. Er leidet, versinkt geradezu in Selbstmitleid und empfindet sich als unvollständig und als Krüppel, der er, wie sich später zeigt, gar nicht ist. Aber auf dem Weg zurück ins Leben benötigt Peer die Hilfe von Außenstehenden. Doch hier stellt sich die Frage: „Wer hilft schon einem Zugereisten?“

Eine kleine Auswahl möglicher Helfer

Peggy Duwe

Peggy ist mit Werner verheiratet, dem Dorfpfarrer. Sie arbeitet als Gemeinde Sekretärin und so etwas wie die gute Seele des Dorfs. Dabei redet sie mit allen, kennt die Bewohner und ist eine resolute, wie patente Person.

Sie ist freundlich und offen zu allen und jedem und dennoch keinesfalls naiv. Dies zeigt sich auch in Zitaten wie:

»Wie gut, dass wir nicht wissen, was passiert. Ob Gott die Menschen erschaffen hätte, wenn er gewusst hätte, was für Arschlöcher daraus werden?« (Aus: Erntedank in Vertikow, Seite 167)

Herrmann Stellmacher

Herrmann Stellmacher, Jahrgang 1931 und gebürtiger Vertikower. Er ist Schmied und bei Bedarf auch der Bürgermeister von Vertikow. Für Peer ist er ein guter Ratgeber, der ihm des Öfteren den Kopf gerade rückt. Er hat in seinem langen Leben schon viel erlebt und relativiert die Dinge, wie in fogendem Zitat: »England damals, Mecklenburg heute – ist das so’n großer Unterschied?« (Aus: Erntedank in Vertikow, Seite 43)

Raffael Leineweber

Raffael gehört mit zu den jüngsten Dorfbewohnern. Er ist Jahrgang 1986 und Maler. Darüber hinaus ist er Peers bester Freund. Als solcher möchte er natürlich, dass sein Kumpel schnell wieder optimistisch am Alltag teilnimmt und freut sich als Peer sich entschließt auf eigene Faust zu ermitteln. Dennoch ist er besorgt und skeptisch. Dies zeigt sich in: »Oh my god! Ich sag’s doch: Du bist Musiker, kein Detektiv.« (Aus: Erntedank in Vertikow, Seite 229)

Nun habt ihr ein paar Bewohner des Dorfs kennengelernt, aber natürlich gibt es noch einige mehr. Eine Frage jedoch bleibt offen:„Wer hilft schon einem Zugereisten?“

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Gewinnspiel

Genau diese Frage möchte ich heute im Rahmen des Gewinnspiels an euch weiter. Denkt einfach mal an ein ganz normales Dorf und macht Vorschläge, wen Peer um Unterstützung bitten könnte. Seid kreativ und nennt mir bitte nicht nur die Polizei, denn die nimmt unseren lieben Peer ja doch nicht ernst.

Und was gibt es zu gewinnen?

1. Preis: ein signiertes Exemplar „Erntedank in Vertikow“
2. Preis: ein gerahmtes + signiertes Bild des Hühner-Strohballens (Vertikow-Logo)
3. Preis: ein Kilo Bio-Getreide von Bauer Erich (auf Wunsch auch gemahlen)
Zu allen Preisen gibt es einmal die Mordwaffe im Miniformat

Die Eier sind nur Dekoration.

Das Gewinnspiel endet am 18.02. um 23:59 Uhr.

Teilnahmebedingungen

Der Tourplan

14.2. “Ein Autor im Kreuverhör”
bei Bianca von Mordsbuch

15.2. “Die Ausgangssituation”
bei Nadja von Bookwormdreamers

16.2. “Haben wir einen Fall?”
bei PhinchensFantasyRoom17.2. “Wer hilft schon einem Zugereisten?”
bei mir

18.2. “Alle sind komisch und nun?”
bei Sabrina von Lesetraeume

19.2. Gewinnerbekanntgabe auf allen BlogsNun hoffe ich natürlich, dass es euch hier gut gefallen hat und ihr morgen bei Sabrina wieder reinschaut.

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15 Kommentare

  1. Liebe Marie,

    zuerst einmal vielen Dank für deinen sorgfältig recherchierten und toll formulierten Beitrag. Wie schön, dass du auch einige meiner Lieblingszitate rausgesucht hast … 🙂

    Tja, und nun stehen wir – na gut – die anderen Leser/innen deines Blogs vor der Frage, wer Peer hilft, und zwar über die drei Genannten hinaus!!! Denn dass seine Freunde ihm helfen, ist ja wohl klar …

    Insofern – @ Daniela – müsstest du noch ein bisschen weiter denken! 😉
    Viel Spaß!

    Liebe Grüße
    Frank

  2. Hallo,
    meine Güte, der Peer hat es aber wirklich nicht leicht. Wenn ich an unsere 300 Seelengemeinde denke, gibt es immer jede Menge Sturköpfe und Neuankömmlinge sind dann ja immer Schuld und bringen nur Unruhe. Allerdings gibt es bestimmt eine paar Leute, die nicht mit dem Strom schwimmen und die muss er finden. Vielleicht im Freundeskreis des Opfers oder unter den Angehörigen des Opfers?
    Liebe Grüße Bettina Hertz

  3. Liebe Bettina,

    vielen Dank für deinen Kommentar! Lauter gute Ideen von einer Dorf-Expertin 😉
    Seinen Freundeskreis nutzt Peer ja durchaus schon, blöd nur, dass einer seiner Freunde zu den Verdächtigen gehört …
    Und auf die Idee, Angehörige des Opfers zu suchen, kommt er auch – aber Frau Kuhn ist irgendwann aus Güstrow nach Vertikow gezogen und niemand weiß, ob sie überhaupt Angehörige hat …

    Und nun? 😉

    Liebe Grüße
    Frank

    1. Manno, du machst es einem aber auch nicht leicht!!! Dann fragt den Gärtner, der ist schliesslich immer der Mörder. Wenn ich allerdings an unser kleines Dörfchen denke, wir hätten nicht mal einen Gärtner vorzuweisen. Also weiter grübeln.. Liebe Grüße, Bettina

  4. Hallo und vielen Dank für diesen schönen Blogtour-Tag! Ich denke, Peggy und Herrmann können ihm bei dem Fall sicher irgendwie weiterhelfen. Peggy hat am ehesten die Möglichkeit, wichtige Informationen zu beschaffen. Und Herrmann kann ihm als Ratgeber sicher bei den Ermittlungen helfen.

    Viele Grüße
    Katja

    kavo0003@web.de

    1. Liebe Katja,

      du beurteilst die Lage schon ganz gut.
      Allerdings ist Peggy natürlich auch keine erfahrene Kriminalistin. Ihre Stärken sind die … "zwischenmenschliche Kommunikation" (auch Dorftratsch genannt) und ihre Menschenkenntnis – aber reicht das?
      Und klar: Hermann hat viel Lebenserfahrung und seine ganz eigene Form von Weisheit. Sehr hilfreich für allgemeine Fragen nach dem Warum und dem Wieso. Aber ob er sich wirklich in die Gegebenheiten einfühlen kann???

      Liebe Grüße
      Frank

  5. Hallo,

    danke für den Beitrag… ich hoffe zu erst einmal, dass Peer von den Bürgern des Dorfes Hilfe erhalten kann, da ich nicht glaube, dass dort wirklich alle voller Vorurteile sind. Ich kann mir z.B. vorstellen, dass er durch das Gemeindepersonal Hilfe erhält…

    LG

    1. Liebe Tiffi,

      was genau meinst du mit "Gemeindepersonal"?
      Weltlich gesehen gehört Vertikow zur Gemeinde Pokrent (ein paar km weiter östlich), die keine eigene Verwaltung besitzt, sondern vom Amt Lützow-Lübstorf verwaltet wird. Das wiederum ist für 15 Gemeinden mit insg. über 30 Dörfern zuständig … keine Aussicht auf Hilfe, oder?
      Und das Kirchengemeinde-Personal besteht aus Peggy als Teilzeit-Sekretärin und ihrem Mann Werner Duwe, dem Pastor. Der kann natürlich nicht in den Geheimnissen seiner Schäfchen herumgraben; er ist ja nicht Pfarrer Braun …

      Und nun? 🙂

      Liebe Grüße
      Frank

  6. Huhu,
    das ist ja knifflig… vielleicht hilft ihm seine Frau, nur um ihn zu kontrollieren und sein bester Freund spielt ihm die Karten zu, wenn er mal Infos braucht, deren Beschaffung ihr zu heikel ist.
    Liebe Grüße
    Sabrina

    1. Liebe Sabrina,

      haha! Seine Frau … Sascha ist tatsächlich lange Zeit vor allem eins: entsetzt, dass Peer sich überhaupt aus dem Haus wagt (so ähnlich kommt es ihm selbst zumindest vor). Sie erkennt sofort die möglichen Gefahren, die dann auch tatsächlich real werden. Von daher hindert sie ihn eher daran, den Fall aufzuklären!
      Und Raffael? Ja, der scheint tatsächlich eine große Hilfe zu sein. Das Problem bei ihm: Er ist jung und ein wenig waghalsig und kann sich noch nicht so richtig auf Peers neue Situation einlassen. Also unternimmt er mit ihm Dinge, die ein etwas vernünftigerer, reiferer Mensch vielleicht unterlassen würde …

      Liebe Grüße
      Frank

  7. Das ist echt kompliziert. Eigentlich sollte ihn sein bester Freund helfen , aber nach dem Zitat glaube ich nicht mehr so recht daran. Der Bürgermeister wohl auch net wirklich weil wenn es rauskommt es seiner Karriere schadet. Von wegen er glaubt einem dahergelaufenen Kerl mehr zu als der Polizei. Deshalb glaube ich das es die Frau des Pfarrers ist.

    1. Liebe Claudia,

      "Bürgermeister" war Hermann ja früher, als Vertikow noch eine eigenständige Gemeinde war (überwiegend in der ehemaligen DDR). Inzwischen ist er in den Achtzigern und kann nur noch aus seinen Erfahrungen mit der "guten alten Zeit" schöpfen. Auf jeden Fall muss er sich um Karriere keine Sorgen mehr machen. 😉
      Und Raffael, ja, der sagt Peer klipp und klar die Meinung: Er hält ihn nicht für fähig, stets die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aber vielleicht ist ja gerade das ein Grund zu helfen …

      Um es aufzulösen: Alle drei helfen Peer bei den Ermittlungen – jede und jeder nach seinem Vermögen. Klar, es sind ja seine Freunde.
      Und sogar einen weiteren Helfer bekommt er noch. Aber den will ich nicht verraten, schließlich sollt ihr das Buch noch lesen!!! 🙂

      Liebe Grüße
      Frank

  8. So, die Blogtour ist beendet.
    Ich danke euch allen – Bloggerinnen und Leser/innen – ganz herzlich für euer Interesse und die Beteiligung!
    Die Gewinnerinnen der Verlosung werde ich rasch kontaktieren.

    Und ich hoffe sehr, euch alle auf der Leipziger Buchmesse zu sehen – falls ihr noch weitere Fragen habt oder Buch und Autor näher kennenlernen wollt. Ihr findet mich in Halle 2 an Stand H327 (ja, im Fantasy-Bereich, als Sidekick von "Erellgorh" …)

    Bis dahin alles Liebe!
    Frank

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