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Categories: Lesegewohnheiten

Warum vorlesen für jedes Kind ab 12 Monaten wichtig ist

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12 min read

Vorlesen ist für alle Kinder wichtig und längst keine Frage des Alters. Anfangs kommt es dabei nicht einmal darauf an, was Du deinem Kind vorliest. Viel wichtiger ist es, frühzeitig mit dem Vorlesen zu beginnen.

Etwa ab der 24. Schwangerschaftswoche sind Babys in der Lage zu hören. Nach der Geburt erkennen sie die Stimme der Mutter  (und gegebenenfalls des Vaters) wieder. Auf diese Weise nimmt das Kind sowohl Streitigkeiten als auch positive Zuwendung wahr.

Vorlesen schafft eine Bindung zwischen dem Vorleser oder der Vorleserin und dem Kind

Tatsächlich bietet das Vorlesen viele Vorteile. An erster Stelle steht jedoch keinesfalls die frühkindliche Bildung, sondern die Bindung zwischen dem Vorlesenden und dem Kind. Somit kann man sagen, dass es eine Form von Zuwendung oder Aufmerksamkeit ist, sich gemeinsam mit einem Kind ein altersgerechtes Bilderbuch anzuschauen und gemeinsam die Geschichte zu erleben.

Ab wann sollte man Kindern vorlesen?

Die Frage, ab welchem Alter sich Kinder mit Bilderbüchern beschäftigen können und sollen, ist relativ leicht beantworten. Schon vor der Geburt nimmt ein Kind Sprache wahr und beginnt sich auch mit Sprache auseinander zu setzen.

Theoretisch könntest du also am Tag der Geburt mit dem Geschichten erzählen beginnen. Auf diese Weise verbessert sich nicht nur die Bindung zu deinem Kind. 

Wer früh erzählt und sich mit dem Kind Bilderbücher ansieht, wird aber noch etwas anderes feststellen. Die Beschäftigung mit Bilderbüchern weckt das Interesse des Kindes. Bilderbücher für Kinder decken dabei unterschiedliche Themen und Altersklassen ab.

Bilderbücher gibt es bereits für Kinder ab dem ersten Lebensjahr.“Dir gehört die Welt – Mädchen können alles sein” (ab 12 Monaten) von Anna Taube wäre beispielsweise ein solches Buch. Es bietet sich perfekt an, um mit deiner kleinen Tochter ins Gespräch zu kommen, wenn sie noch nicht in der Lage ist zu sprechen. Auch für kleine Jungen gibt es sicher vergleichbares.

Etwas später gibt es dann sogenannte Fühlbücher oder auch Soundbücher wie “Mein starkes Soundbuch Fahrzeuge” für Kinder ab 24 Monaten. Bücher dieser Art wecken die Neugier und den Entdeckertrieb der Kinder.

Noch ein paar Monate später kannst du als Mutter oder Vater eines Kindes dann damit beginnen, Bilderbücher vorzulesen, die den Alltag des Kindes als Handlung aufgreifen. Spontan fällt mir hier “Der Baby Waschbär braucht keine Windel mehr” von Britta Sabbag und Igor Lange ein.

Mit jedem neuen Lebensmonat gewöhnt sich das Kind stärker an das vorlesen und an den Umgang mit Büchern. Dieses mit dem Kind später im Leben noch einige gute Dienste leisten. Im Verlaufe der Zeit werden die Geschichten aber nicht nur länger, sondern auch fantastischer.

Sich über Bilderbücher neuen Themen nähern

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Neben den Alltagsthemen, die die Kinder zu Beginn in Bilderbüchern fanden, beginnen die Geschichten nun nicht nur länger zu werden, sondern sie auch in unbekanntere Welten zu entführen.

Zwar sind die Themen, die in Bilderbüchern ab vier Jahren erzählt werden, immer noch sehr dicht am kindlichen Alltag, und doch merkt man einen Wandel in der Erzählform. Die Texte, die die Erzieher, Eltern, Großeltern oder größere Geschwister nun vorlesen werden länger und nehmen auch an Spannung zu.

Ja, auch wenn die Veränderungen für die Erwachsenen winzig erscheinen, sind es die Kinder, bei denen diese Veränderungen dafür sorgen, dass sie weiterhin viel Freude an den Geschichten haben. Kinder entdecken auf diese Weise nämlich ganz neue und überraschend vielfältige Interessen. Für Kinder ab vier Jahre gibt es andere Bilderbücher als für Kinder ab zwei.

Erscheint dies auf den ersten Blick logisch, lohnt es sich doch einen weiteren Blick auf die Themen zu werfen, denn die neuen Themen betreffen abstrakte Dinge als den Alltag. Vielleicht geht es umso etwas wie Träumen, Gefühle und Emotionen.

Vielleicht erleben sie aber auch eine Unterwasserwelt, wie beispielsweise beim Regenbogenfisch. Letztlich geht es dabei um nicht viel weniger oder mehr, als darum, am Ball zu bleiben und mit den Kindern immer wieder neue Welten zu entdecken.

Warum Eltern auch (noch) in der Grundschule vorlesen sollten

Dass das vorlesen jedoch nicht mit Eintritt in die Grundschule endet, sollte klar sein, trotzdem möchte ich es an dieser Stelle noch einmal betonen, denn auch in der Grundschule lesen viele Eltern noch vor. Bücher wie “Die kleine Hexe” oder “Der kleine Wassermann” sind echte Klassiker, die viele Eltern Kindern ab ca. 7 Jahren vorlesen.

Es sind Bücher, die Kinder später, wenn sie richtig lesen können, noch einmal in die Hand nehmen und selbstständig lesen. Ja, tatsächlich sind es richtige Abenteuerbücher für Kinder, die spannungsgeladen sind, aber immer noch kindgerecht.

Beim erstmaligen Lesen sollten die Eltern diese Geschichten vielleicht noch vorlesen, denn je umfangreicher ein Buch und je umfangreicher ein Kapitel, so schwieriger für den angehenden Leser. Aber heißt das, dass sich diese Bücher eher für ältere Kinder anbieten?

Nein, nicht unbedingt, denn das vorlesen ist ein wichtiges und lieb gewonnenes Ritual und auch Bücher die eigentlich eher für Kinder ab acht Jahren zum selber Lesen geeignet sind, können von den Eltern durchaus auch einem siebenjährigen Kind vorgelesen werden.

Ähnliches gilt übrigens auch für die Bücher der Kultautorin Astrid Lindgren.

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Vom Vorlesen über gemeinsames Lesen zum selbstständigen Lesen

Ist das Kind dann schließlich in die Schule kommen, beginnt eine Reise vom vorlesen über das gemeinsame Lesen bis hin zum selbstständigen lesen. Aus dem lieb gewonnenen Ritual des Vorlesens erwächst die Neugierde und der Wunsch des selbstständigen Lesens.

Zu Anfang bieten sich hierfür Bücher für Erstleser an, bei dem die Eltern die Texte noch vorlesen und die Kinder die Bilder ersetzen. Es handelt sich hierbei um die erste Lesestufe. Später wechseln sich dann Eltern und Kinder ab, sodass das tägliche Lesen zur Routine wird und trotzdem den Spaß behält.

Nach und nach ziehen sich die Eltern dann aber beim Lesen zurück, bis schließlich das Kind den Eltern ein Buch vorliest. So wird nach und nach aus dem nicht lesenden Kleinkind ein kleiner Bücherwurm, der es nicht nur liebt, vorgelesen zu bekommen, sondern auch selbst das ein oder andere Buch in die Hand nimmt.

Wenn nun behauptet, dass Kinder in der Kita oder im Kindergarten schon häufig genug Bücher vorgelesen bekommen, macht sich die Aufgabe etwas leicht, denn das anschauen eines Buches und das erzählt bekommen einer Geschichte ist ein tägliches Ritual, dass man wunderbar auch vor dem Einschlafen miteinander erleben kann.

Gleichzeitig verbindet dieses Ritual die frühe Kindheit mit dem Pubertier, das mit dem niedlichen kleinen Fratz nicht mehr allzu viel gemein hat.

Was fördert Vorlesen bei Kindern?

Die Frage, was vorlesen bei Kindern fördert, ist eine Frage, die keinesfalls einfach zu beantworten ist, sind ganz unterschiedliche Bereiche, die durch das Vorlesen gefördert werden.

Natürlich könnte ich Euch hier jetzt Studien heranziehen, doch ich bin mir sicher, dass Euch nicht die Studien interessieren, sondern die Tatsache, dass das Vorlesen der kindlichen Entwicklung hilft.

Also möchte ich Euch hier auch keine lange Liste mit Stichwörtern herunter schreiben, sondern einzelne Punkte herausgreifen und sie mit Euch durchgehen.

Wer vorliest, hilft einem Kind dabei, einen Zugang zur Welt der Sprache und Schriftsprache zu erhalten und eröffnet ihm somit ganz neue Welten. Nicht nur im Rahmen von Geschichten, sondern auch im Rahmen des eigenen Alltags.

Gleichzeitig lernen Kinder durch das Vorlesen so etwas wie Empathie und die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen ist wichtig, um später weniger Probleme in der Kommunikation zu haben.

Ein Missverständnis kann man auf vielerlei Arten aufklären, aber sich empathisch in andere hinein zu versetzen, ist definitiv immer noch die beste.

Ein weiterer Aspekt, der durch das Vorlesen gefördert wird, ist sicherlich auch die Kreativität, die man aber auch durch basteln und spielen fördern kann.

Wie also fördern Bilderbücher die Kreativität der Kinder? Ich persönlich kenne viele Kinder und auch Erwachsene, die sich alternativ Geschichten rund um ihrer Lieblingshelden überlegen. Es ist ein Gerücht, dass das Geschichtenerzählen den Schreibenden vorbehalten ist, denn auch kleine Kinder können schöne Geschichten erzählen.

Auch das Erfinden von Fantasiefreunden ist ein Ausdruck einer gut ausgeprägten Kreativität und Fantasie, die beispielsweise durch Bilderbücher gefördert und kanalisiert werden kann.

Wie lange solltest Du Deinem Kind vorlesen?

Neben den Fragen, was und warum überhaupt vorgelesen werden sollte, stellt sich natürlich auch die Frage, wie lange man einem Kind etwas vorlesen sollte. Diese Frage stellt sich sogar gleich doppelt.

Zum einen stellt sich die Frage, bis zu welchem Alter, man einem Kind vorlesen sollte. Zum anderen stellt sich aber auch die Frage, wie lang eine Geschichte sein darf, um das Kind nicht zu langweilen, zu überfordern oder das vorlesen unnötig zu erschweren.

Die Kunst des Vorlesens

Tatsächlich ist vorlesen heutzutage eine echte Kunst, das merkt man, wenn man sich heutzutage einmal ein Hörbuch anhört, wahlweise mit einem Kind oder auch einfach für sich alleine. Natürlich schätzt man die Art des Vorlesens bei dem ein oder anderen Sprecher mehr als bei dem anderen.

Natürlich kommen hier persönliche Präferenzen ins Spiel, aber gerade, wenn es um Kinder geht, gibt es noch eine Menge mehr zu beachten.

Das Vorlesen sollte man nicht zu sehr in ein Abenteuer verwandeln, vielmehr sollte die Art des Lesens das Gelesene in den Mittelpunkt stellen. Wenn man eine Geschichte erzählen möchte, was sicherlich auch eine gute Variante ist, um die kindliche Neugierde zu wecken, ist das eine ganz andere Vorgehensweise.

Wer liest, sollte sich hingegen an die Kommasetzung halten und Punkte und Ausrufezeichen beachten. Doch neben diesen ganz pragmatischen Dingen sollte man sich an dem orientieren, was das Kind bereits beherrscht.

Die Geschichte kann noch so spannend sein, wenn sie das Kind ängstigt oder langweilt oder das Kind einfach zu müde ist der Geschichte zu folgen, ist der falsche Zeitpunkt oder die falsche Geschichte.

Genau aus diesem Grund wundert es mich auch nicht, dass es zum Teil sehr unterschiedliche Varianten ein und desselben Märchens gibt. Je nach Alter und persönlichen Präferenzen eignet sich die eine Version vielleicht besser als die andere, aber das ist ein anderes Thema.

Zum Einstieg in die Welt der Bilderbücher, reicht es durchaus, ein Bilderbuch mit nur zehn Seiten zu wählen, dass aus dicker Pappe ist, sodass kleine Kinderhände das Papier nicht zerreißen können und ebenso leicht abzuwischen ist eine solche Geschichte geht nicht länger als 10 Minuten.

Für ein Kind länger aber schon eine echte Herausforderung, denn die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern ist je nach Alter unterschiedlich lang.

Wer eine kürzere Zeitspanne für seine Geschichte wählen möchte, sollte das Bilderbuch zuvor selbst einmal lesen und die Geschichte dann einfach nach erzählen. Länger ist natürlich auch jederzeit möglich.

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Marie

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