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NaNoWriMo: Vom Reiz, eine Geschichte in 30 Tagen zu schreiben

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7 min read

Als ich vor einigen Jahren, erstmals am National Novel Writing Month (kurz: NaNoWriMo) teilnahm, um eine Geschichte mit dem Umfang eines Romans zu schreiben, fiel es mir leicht, täglich ein Stück an einer Geschichte weiterzuarbeiten. Damals sprudelte die Kreativität nur so, dafür fiel es mir schwer wirklich auf meine Wortzahl zukommen, weil ich erst später eingestiegen war.

NaNoWriMo: Eine Herausforderung?

Seitdem nehme ich jedes Jahr am NaNoWriMo teil und machte seit dieser ersten Teilnahme einige wichtige Erfahrungen. Ich weiß mittlerweile, dass es ein unheimlich kreativer Prozess sein kann, einen Roman zu schreiben. Allerdings gibt es bei diesem Projekt, die Herausforderung das ganze innerhalb eines Monats oder besser gesagt innerhalb eines Novembers zu schaffen. Zumindest ein erster Entwurf eines Romans soll nach dieser Zeit abgeschlossen vorliegen.

Eine Romanidee von Anfang bis Ende, aber noch nicht reif zur Veröffentlichung.  Und dafür auch häufig gar nicht vorgesehen. Der National Novel Writing Month bringt Hobby-Geschichtenerzähler und professionelle Autoren in diesem Projekt zusammen. Sie alle schreiben dabei natürlich an eigenen Ideen. Viele schließen sich in  Gruppen zusammen und motivieren sich gegenseitig zum Durchhalten und Weitermachen, wenn es mal eng wird und an der eigenen Idee oder am erfolgreichen Abschluss des Projekts zweifelt.

Eines ist dabei gewiss: irgendeine kreative Krise tritt auf jeden Fall auf. Jeder benötigt irgendwann im Verlauf des Monats Motivation und Unterstützung. Der NaNoWriMo ist also genau genommen die beste Zeit um mit dem kreativen Schreiben anzufangen oder es nach einer längeren Unterbrechung neu zu erleben.

NaNoWriMo: Ein Rückblick auf die vergangenen Tage

Beim diesjährigen NaNoWriMo bin ich genau genommen ohne lange Vorbereitung und mit ziemlich vielen anderen Aufgaben drum herum gestartet. Meine Kreativität und die Fähigkeit, mich in eine Geschichte hineinzudenken waren in Folge dessen ein wenig blockiert. Dennoch schaffe ich es mittlerweile problemlos auf meine Wortanzahl pro Tag zu kommen. Eine verkehrte Welt?

Möglicherweise, aber es zeigt wie schnell die Kreativität unter Stress blockiert werden kann. Sicherlich war es nicht ideal, unvorbereitet in ein Projekt dieser Größenordnung zu starten. Dennoch weiß ich nun mit Gewissheit, dass ich keinerlei Probleme damit habe, täglich über 2000 Wörter zu schreiben, vorausgesetzt ich habe die nötige Inspiration, kann es dann sogar sehr kreativ werden. Dennoch wird die Geschichte aus diesem Jahr niemals derart weiterentwickelt werden, dass ich sagen würde: Das kann man veröffentlichen.

Warum lohnt sich der NaNoWriMo (nicht) für mich?

Der NaNoWriMo ist eine tolle Aktion, die vielen Menschen dabei hilft, in einen Schreibfluss zu kommen. Hast Du also ein Problem damit regelmäßig oder im besten Fall täglich etwas zu Papier zu bringen, könnte dir ein Projekt wie der NaNoWriMo helfen. Geht es dir aber darum, deine Kreativität zu stimulieren oder deinen Stil zu verbessern, solltest Du möglicherweise nicht unbedingt den NaNoWriMo als Event, wählen.

Tägliches Schreiben kann, wenn man eine gewisse Routine entwickelt, zu einer guten und entspannenden Auszeit im Alltag werden und ist damit dem Lesen von Büchern sogar recht ähnlich. Letztlich hast du sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben die Chance in andere Welten einzutauchen. Wer sich diese Routine aneignen möchte, hat mit dem NaNoWriMo einen guten Einstieg für sich gefunden. Wer im Anschluss weiterschreiben möchte, sollte nach einer Alternative Ausschau halten.

Welche Alternativen bieten sich an und welche gibt es überhaupt?

Zunächst einmal gibt es eine Vielzahl von Kursen für kreatives Schreiben. Man findet Workshops für kreatives Schreiben dabei nicht nur bei der VHS. Vielerorts gibt es auch Schreibtreffs oder manchmal auch entsprechende Seminar-Angebote von bereits etablierten Autoren. Diese Kurse bieten sich an um bestimmte Details des kreativen Schreibens zu verbessern oder um sich den Grundlagen zu widmen.

Wem es eher darum geht, einfach weiterhin in geselliger Runde an eigenen Geschichten zu schreiben, der kann es mit einem Online-Forum oder einer Facebook-Gruppe wie “NaNoWriYeah” ebenfalls probieren. In diesem Umfeld wird ganzjährig geschrieben, sodass man seinerseits schnell eine gewisse Routine bekommt.

Als letzte Alternative bieten sich auch Bücher zum kreativen Schreiben an, die einem bei Fragen zur Methodik weiterhelfen und ebenfalls zur Grundlagen-Vermittlung genutzt werden können.

Für mich stellen sie eine letzte Alternative dar, weil man durch Bücher keinerlei Gleichgesinnte trifft, mit denen man sich über seine Projekte austauschen können. Fragt man sich also, in welcher Reihenfolge ich die Alternativen an dieser Stelle vorgestellt habe, so kann ich Euch sagen: ich habe sie danach sortiert, ob ein Austausch stattfindet und möglich ist oder eben.

Für mich ist der Austausch im realen Leben immer noch wertvoller als der im Internet und dem Internet wertvoller als überhaupt keiner. Somit darf ich Euch an dieser Stelle nun sagen, es lohnt sich auf jeden Fall sich einmal intensiver dem Thema zu beschäftigen, denn vor allem, wenn man das kreative Schreiben nicht als Hauptberuf macht, ist ganz zwanglos und somit herrlich entspannend.

Möchte ich das Schreiben als Hauptberuf machen?

Als Journalistin gehörte schreiben zu meiner täglichen Routine einfach dazu. Die Fähigkeit schreiben können ist eine Grundlage in diesem Beruf und auch wenn professionelle Schreiben sich grundlegend von kreativem Schreiben unterscheidet, so ist es doch etwas, das sich auch wunderbar miteinander ergänzt.

Folgerichtig kann ich sagen, dass ich persönlich, sowohl als Privatperson als auch in meinem Beruf sehr gerne und viel schreibe. Dennoch würde ich jetzt nicht unbedingt ausschließlich von einer Tätigkeit als Autorin träumen, denn sobald ich und einer Schreibblockade leiden würde, hätte ich ein Problem. Denn eine Schreibblockade ist in vielen Fällen nicht anderes als eine kreative Sperre.

Der NaNoWriMo ist eine passende Gelegenheit, einfach einmal auszuprobieren in welchen Situationen man selbst unter Stress gerät. Er ist jedoch weder alternativlos, noch gibt es einen Zwang, mitzumachen.

Mir persönlich hat der NaNoWriMo bislang immer viel Freude gemacht, doch in diesem Jahr artete das ganze Projekt irgendwie in Stress aus, sodass ich daraus für mich keine Verpflichtungen machen möchte, sondern mich nur an ihm beteiligen möchte, wenn ich eine Idee habe und das gilt für mich nicht nur im November, sondern das ganze Jahr über.

Kreative Ideen sind die Grundlage für kreatives Schreiben und sollten es auch auf jeden Fall bleiben, denn nichts ist für uns als Hobbyautoren wichtiger als der Spaß an der Sache. In diesem Sinne hoffe ich, Euch einen kleinen Einblick in das Projekt NaNoWriMo gegeben zu haben.

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Marie

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