„Ein Weihnachtshund auf Glücksmission“ von Petra Schier

Voraussichtliche Lesezeit: 5 Minuten.

„Ein Weihnachtshund auf Glücksmission“ von ist das zweite Weihnachtsbuch von in diesem Jahr und wie auch schon bei „Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder“ kann ich euch nur sagen, dass dieses Buch ebenso familiär wie winterlich ist, aber eigentlich wieder über das klassische Weihnachtsbuch hinausgeht. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man sich einmal überlegt, dass so ein klassisches Weihnachtsbuch in der Regel nicht mehr als 300 Seiten hat. Bei Petra hat jedes Buch entweder etwas über oder etwas unter 400 Seiten. Aber auf jeden Fall deutlich mehr als 300.

Santa Claus hat wieder alle Fäden in der Hand

Etwas, dass s Weihnachtsbücher verbindet, ist die Rolle, die Santa Claus in diesen Büchern einnimmt, denn er selbst ist nicht weniger als der geheime Strippenzieher im Hintergrund. Er ist ein allwissender Erzähler, also jemand, der auch schon einen kleinen Teil in die Zukunft schaut und dem Leser somit sogar einen Gefallen tut.

Immer eine leichte Gesellschaftskritik, immer eine Familiengeschichte

Betrachten wir den Inhalt dieser Geschichte unabhängig von ihren anderen Weihnachtsbüchern, so fällt auf, dass s Bücher – und dabei bilden die Weihnachtsbücher keine Ausnahme – immer ein leise von der Gesellschaftskritik mit sich führen. Im Fall ihrer Gegenwartsbücher handelt es sich hierbei meistens um Themen die gesellschaftliches Interesse zeigen oder um Themen die meist hinter den eigenen vier Wänden stattfinden. Petra blickt in ihren Weihnachtsgeschichten immer hinter die Fassaden von Familien, aber auch hinter die Fassade, was möglich wird, wenn man neben einer starken Familie auch noch gute Freunde hat.

All das zeichnet s Bücher aus. Stellt sich also die Frage, was den Leser nun bei dieser Weihnachtsgeschichte erwartet. Die Hauptfigur ist eine Frau, die selbst Sachbuchautorin ist. Die Familie der Annalena Kilian ist dabei schon aus einem der vorangegangenen Weihnachtsbücher bekannt. seine Bücher stellen also eine Art Reihe dar, die aber auch durchaus unabhängig voneinander gelesen werden können. Dennoch bietet es sich natürlich an, diese sofern man an der gesamten Reihe interessiert ist in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sich ansonsten durchaus den Spaß nimmt. Hierbei ist allerdings noch eine weitere Sache zu beachten und zwar dass man zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Weihnachtsbuch unterscheiden muss.

Mir persönlich gefallen aber die in sich abgeschlossenen Weihnachtsgeschichten von so gut, dass ich sie durchaus auch als Nachweihnachtslektüre empfehlen könnte. Natürlich nur, wenn den einen oder anderen Leser das Weihnachtsfest, das am Rande vorkommt, nicht stört. Wer also auch nach noch ein wenig Weihnachtsstimmung verspüren möchte könnte dieses Buch durchaus auch noch im Januar lesen.

Worum geht’s?

An einem Morgen Ende Oktober oder vielleicht auch schon Anfang November wird Annalena dadurch geweckt, dass im Nachbarhaus die Bauarbeiten laufen. Im Nachbarhaus wird irgendetwas umgebaut. „Das muss mit den neuen Nachbarn zu tun haben“, denkt sie sich noch. Und Asco ist von dem Baulärm ebenfalls alles andere als angetan. Das jedoch einer sich schlagartig, als er in den neuen Nachbarn seinen Vorbesitzer erkennt. Auch für Annalena ist dieser Vorbesitzer kein Unbekannter., Erkennt sie doch in ihm den früheren besten Freund ihres Bruders wieder, mit dem sie selbst eine intensive Vergangenheit hat.

Christian Bonner ist ehemaliger Leistungssportler, hat mittlerweile jedoch eine Stelle als Sportlehrer an der benachbarten Gesamtschule angenommen und arbeitet auch noch als Dozent. Gleichzeitig kümmert er sich jedoch um die familiäre Notfälle, die sich in seiner eigenen Familie zu häufen scheinen. Als schließlich seine kleine Schwester Senta bei ihm einzieht, nachdem wir es bei der gewalttätigen Mutter nicht mehr aushielt, scheint das Chaos perfekt.

Annalena tut alles um sich von dieser Familie fernzuhalten doch irgendwie besitzt Familie Bonner eine magische Anziehungskraft. Wenn sie doch nur wüsste, wie sie mit den aufkommenden Gefühlen umgehen sollte, aber da gibt es ja immer noch diese unschöne Vergangenheit.

Romantik garantiert

Selbstverständlich muss man an dieser Stelle feststellen, dass in den Weihnachtsbüchern in den allermeisten Fällen Romantik garantiert ist und so ist auch dieses Mal. Irgendwie heißt Weihnachtsstimmung und Fest der Liebe in vielen Büchern vor allem, da wirst du vielen romantischen Szenen kommt. Somit richten sich die meisten dieser Weihnachtsromane wohl auch eher an Frauen mit einer romantischen Ader. Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum diese Bücher traditionell hauptsächlich an gelesen werden, denn ohne die Atmosphäre des Weihnachtsfest würde ein Teil der besinnlichen Stimmung fehlen und somit die Geschichte nicht funktionieren. hat es zum Glück geschafft genau diese Stimmung wieder zu erzeugen und das obwohl ich mittlerweile gelernt habe, dass Weihnachtsbücher vor allem im Sommer geschrieben werden. Das ist bei dieser Geschichte für mich das größte Wunder, denn ich persönlich kann mir nicht vorstellen, wie man sich im Sommer in Weihnachtsstimmung versetzen kann. Aber dafür gibt es ja Gott sei Dank Autorinnen wie Petra.

Stilistisch authentisch

Wer s Bücher kennt, der weiß, dass Petra in ihren Büchern die Runde mit einem eigenen Charakter ausstattet und sie auch irgendwie regelmäßig zu Wort kommen lässt, ohne dass dies ins fantastische abdriftet oder unglaubwürdig erscheint. Die Hunde sprechen in Gedanken. Zum Teil ist dies urkomisch, aber immer wieder lesenswert. Genau dieses stilistische Mittel wählte auch dieses Mal wieder und wie so oft hat es mir auch dieses Mal wieder gefallen.

Über

, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin.

Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.” (Autorenbiografie)

Fazit

Auch dieses Weihnachtsbuch aus der Fantasie von hat mir gut gefallen, auch wenn ich die strukturellen Abläufe mit Santa Claus und den hohen mittlerweile kenne. Die Geschichten selbst jedoch sind jedes Mal neu und auch die Figuren sind jedes Mal ein Unikat. Jede einzelne Figur, ob menschlich oder tierisch, hat ihren eigenen Charakter und fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

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„Ein Weihnachtshund auf Glücksmission“ von Petra Schier
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