“Ein Jahr in New York: Auswandern auf Zeit” von Nadine Sieger

Voraussichtliche Lesezeit: 7 Minuten.

„Ein Jahr in – Auswandern auf Zeit“ von erzählt von ihren Erfahrungen über einen einjährigen Aufenthalt in , der Stadt, in der sie unbedingt mal für ein Jahr leben wollte und die sie dann nicht wieder losließ. , das ist die Stadt die niemals schläft, die man unbedingt einmal im Leben erlebt haben muss. Für bot sich diese Stadt im Rahmen eines beruflichen Austausches an. Sie sollte als US- Korrespondentin der Zeitschriften ELLE und ELLE Decoration eigentlich nur ein Jahr bleiben und entschied sich doch, ihren Aufenthalt zu verlängern.

Ein Leben, das getaktet ist

Bereits bei ihrer Ankunft fällt ihr auf, dass die Touristen und die Bewohner s eines unterscheidet: Die Geschwindigkeit, in der sie durch ihren Alltag eilen. Was man selbst vielleicht schon einmal in Filmen oder Büchern wahrgenommen hat, trifft tatsächlich auch in der Realität zu. Das Leben der in wohnenden Menschen ist getaktet und findet zum größten Teil nicht in der eigenen Wohnung statt. Aus diesem Grund muss man keine große Wohnung anmieten, aber auch bei einer kleineren Wohnung hat man schon viel damit zu tun, sie überhaupt zu finden.

Ein Lebensgefühl zwischen Glück, Hektik und angekommen sein

In Anschluss zu finden, das scheint trotz aller Schnelllebigkeit kein großes Problem, denn die er sind sehr offen und sehr direkt. Es gibt Kulturveranstaltungen, die jeder besuchen kann und andere, die nur Auserwählten zugänglich sind. Insbesondere in den Sommermonaten ist dies noch leichter.

Auf Partys bringt jeder etwas mit, mal etwas zu trinken, mal etwas zu essen, mal einen weiteren Gast. Dies scheint zur Lebensphilosophie zu gehören und auch wenn man das Gefühl hat, niemanden zu kennen, so ändert sich dies in der Regel innerhalb kürzester Zeit.

24/7: die Stadt, die niemals schläft

Eine weitere Besonderheit ist, dass man in praktisch rund um die Uhr an jedem Tag der Woche etwas erleben kann.

Öffnungszeiten scheint es nur in sehr wenigen Situationen zu geben. So nennt das Beispiel, dass viele er abends oder sogar nachts Fitnessstudio gehen, um auch noch das letzte aus sich und ihren Tag herauszuholen.

Dies ist es vielleicht auch, das so einzigartig macht – das Lebensgefühl. Das Gefühl, irgendwo dazuzugehören und gleichzeitig immer im Wandel zu stecken, denn ist nicht nur die Stadt die niemals schläft, sondern auch die Stadt, die sich stets und ständig neu erfindet.

Ein Schmelztiegel der Kulturen und der Menschen

Insgesamt scheint es fast unglaublich zu sein, wie viele verschiedene Kulturen man in entdecken kann. Es ist so, als wäre die Stadt aus ganz vielen unterschiedlichen Einflüssen geformt und genau das macht sie auch spannend, denn vereint das Unvereinbare.

Neben den Kulturen, die hier Tür an Tür leben, gibt es dann auch noch die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, sodass man das Gefühl hat, man gehöre scheinbar überall dazu oder auch nirgendwo.

Wenn die Hamptons, das Naherholungsgebiet der Schönen und Reichen, nur zwei Stunden von entfernt sind und man sie sogar mit dem Bus erreichen kann, dann bedeutet dies augenscheinlich etwas, das mit der Stadt der unbegrenzten Möglichkeit bezeichnet werden kann.

Wem es hier gelingt, Fuß zu fassen und sich zu etablieren, dem gelingt es überall. Gleichzeitig bedeutet ein Ankommen in dieser Metropole auch, dass man danach vermutlich keine andere Stadt mehr finden wird, die so viele Inspirationen und Gegensätze bereithält und einen auf magische Weise immer wieder anzieht.

Ein -Buch in zwölf Monaten

Die Struktur richtet sich bei diesem Buch nach dem, was zu erzählen hat. Sie erzählt über ein Jahr in . Folgerichtig hat dieses Buch zwölf Kapitel, in denen sie ihre Eindrücke schildert, ihre Beobachtungen versucht dem Leser näher zu bringen und ein Gefühl für die Stadt zu vermitteln. Monat für Monat fasst sie deshalb die Highlights über das er Leben zusammen. Sie erzählt, dass sie zunächst in Harlem gelebt hat, ein Viertel, das vergleichsweise außerhalb lag, um schließlich nach Williamsburg zu ziehen. Sie erzählt, wie es ihr gelang, Freunde zu finden, die ihr die Besonderheiten s näher brachten. Darüber hinaus zeigt sie, wie sehr sie diese Eindrücke verändert haben.

Ein Erfahrungsbericht, kein Ratgeber

Und dennoch kann man dieses Buch nicht unbedingt als einen Ratgeber dafür sehen, was man beachten sollte, wenn man für ein Jahr oder länger auswandert. stellt also eher einen Erfahrungsbericht dar, denn einen Ratgeber. Mir persönlich macht es dennoch Freude, diesen Erfahrungsbericht mit all seinen Besonderheiten zu lesen. Ich war mir ziemlich sicher, dass sicherlich einige Besonderheiten s beschrieben hatte, die wir als Leser möglicherweise anders wahrgenommen hätten.

Dies ist möglicherweise auch ein Grund dafür, warum ich mich gleich im Anschluss einem weiteren -Buch gewidmet habe. Die Rezensionen zu weiteren Büchern werde ich euch in den nächsten Tagen präsentieren.

Was so besonders macht?

Ich möchte euch, bevor ich nun zum Fazit komme, schreiben, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. spielt in vielen Filmen und Büchern als Handlungsort eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Das macht es für einen Menschen, der noch nie in war, interessant, denn man möchte möglicherweise wissen, was diese Stadt so besonders macht oder vielmehr, ob sie tatsächlich derart besonders ist. So ging es mir, als ich entdeckte, dass , die ja bereits ein Buch über Coco Chanel geschrieben hatte, ein weiteres Buch geschrieben hat, das sich mit eben dieser Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten beschäftigte.

Sicher ist für viele ein Traum, den sie einmal in ihrem Leben gesehen haben wollen. Für mich selbst ist vor allem deshalb interessant, weil es sich ständig verändert, weil es einem ständigen Wandel unterworfen ist, der sich dann wiederum für Filme und Bücher anbietet.

Man sagt, wer einmal in gelebt hat, der möchte so schnell nicht wieder weg. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Aussage auf viele Menschen zutrifft, aber dennoch glaube ich, dass es neben all der schönen Aspekte auch einige gibt, die einem lange Zeit verborgen bleiben.

Über

“Eigentlich wollte sie höchstens ein Jahr bleiben, aber mittlerweile lebt schon seit 16 Jahren in . Hier spürt sie als US-Korrespondentin von ELLE und ELLE Decoration immer noch begeistert neue Trends, spannende Themen und inspirierende Menschen auf. Ihr Herz schlägt für Design, Mode und Fotografie, sie schrieb als Redakteurin und freie Autorin für viele Zeitschriften und verfasst Bücher.” (Herder)

Das Interview, welches ich mit Nadine Sieger geführt habe, verrät sicherlich noch ein wenig mehr darüber, wie Nadine über das Lebensgefühl der er denkt und gibt ebenfalls noch ein paar Hinweise auf das bereits vorgestellte Buch über Coco Chanel. Mir persönlich hat die Autorin auf diese Weise beide Bücher noch einmal näher gebracht.

Fazit

Es gibt sicher viele Bücher, die einem das Leben in näher bringen können. “Ein Jahr in – Auswandern auf Zeit” von ist sicher eines davon. Bei diesem Buch sollte man sagen, dass es der Autorin gelungen ist, dem Leser eine Welt zu vermitteln, der sie vielleicht noch nie erlebt hat. Mir als Leserin ging es tatsächlich so, dass ich das Gefühl bekam, nicht nur die Stadt , sondern auch die amerikanische Denk- und Lebensweise besser zu verstehen.

Ist “Ein Jahr in – Auswandern auf Zeit“ nun also ein Buch, das jeder lesen sollte? An dieser Stelle möchte ich sagen, ja, jeder der sich mit beschäftigt und selbst noch nicht da war, kann sich mit diesem Buch einen ersten Einblick verschaffen. Dennoch ist dieses Buch nicht für alle Leserinnen und Leser gleichermaßen geeignet. Vielmehr ist es meiner Meinung nach für Leserinnen und Leser geeignet, die in einer ähnlichen Situation wie stecken. Leserinnen und Leser, die möglicherweise gerade das Angebot bekommen haben, für ein Jahr Ausland zu gehen.

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Nadine Sieger: Ein Jahr in New York: Auswandern auf Zeit
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